Fräsen für mehr Sicherheit

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Maitenbeth - Das Straßenbauamt Rosenheim hat am Dienstag Fräsarbeiten an der B12 durchgeführt. Sie sollen die unfallträchtige Kurve an der Landkreisgrenze zwischen Ebersberg und Mühldorf sicherer machen.

Schon seit 20 Jahren ist die Kurve der B12 an der Landkreisgrenze zwischen Ebersberg und Mühldorf ein Unfallhäufungspunkt. "Im schlimmsten Jahr hatten wir hier vier Tote", meint Hermann Ziegler vom Landratsamt Ebersberg. Dieses bildet zusammen mit dem Verkehrs-Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Mühldorf beziehungsweise Ebersberg und dem Straßenbauamt Rosenheim eine sogenannte Unfallkommission. "Die polizeilich gemeldeten Unfälle werden in einer Dreijahreskarte zusammengefasst, daraus schließt die Unfallkommission, welche Maßnahmen nötig sind, um Unfallstellen sicherer zu machen", erklärt Horst Zantner vom Straßenbauamt Rosenheim.

Fräsarbeiten B 12

Geschwindigkeitsbegrenzungen, zahlreiche Hinweisschilder und gefällte Bäume gehören zu den Maßnahmen, die in der gefährlichen Kurve auf der B12 schon durchgeführt worden sind. Trotzdem ereignen sich hier immer wieder Unfälle, die letzten beiden haben die Unfallkommission zu einer neuen Maßnahme veranlasst: ein Feinfräsen der Deckschicht. "Dadurch soll zum Einen eine hohe Griffigkeit erreicht werden, zum Anderen soll der Kraftfahrer durch die Geräuscherhöhung auf die Kurvensituation hingewiesen werden", so Zantner.

Ob das Fräsen wirklich zu einem vernünftigeren Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer und so zu mehr Sicherheit in der Kurve führt, wird sich zeigen. Die nächste Maßnahme ist aber schon in der Planung. "Wenn es nicht hilft, wollen wir die Kurve weiter machen", so Zantner. "Jetzt hoffen wir aber erstmal das Beste."

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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