Zwei weitere Bürgeranlagen

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In Taibrechting entsteht eingebettet in die Natur eine Fotovoltaikanlage nach der anderen. Mit dem Bau der Bürgerkraftwerke sechs und sieben sind die Kapazitäten auf den sich dort anbietenden Dachflächen ausgereizt.

Niederbergkirchen - Strom von der Sonne – mit dem ehrgeizigen Projekt eines Konsortiums, in einigen Jahren Wüstenstrom zu erzeugen, kann die Gemeinde Niederbergkirchen zwar nicht mithalten. Aber...

... in der Region jedoch nimmt die Gemeinde in Sachen Fotovoltaik weiterhin eine Vorreiterrolle ein. Bis Oktober sollen die Bürgeranlagen sechs und sieben entstehen.

Niederbergkirchens Bürger investieren weiterhin fleißig in Solarstrom. Schon während der jüngsten Versammlung, die die Errichtung der Bürgerkraftwerke sechs und sieben im Gemeindebereich von Niederbergkirchen zum Thema hatte, war das Interesse so groß, dass noch am selben Abend die GbR für Anlage Nummer sechs gegründet wurde. Und auch Anlage Nummer sieben steht unmittelbar vor der Realisierung, die finanziellen Mittel stünden bereit, wie Hans Holz mitteilt, der wegweisend für die Bürgersolarkraftwerke verantwortlich zeichnet. "Anlage Nummer sechs kann sofort gebaut werden. Noch im Juli wird sie auf das Dach kommen", verrät Holz. 24 Kilowatt Peak groß (ein Kilowatt Peak entspricht einer Dachfläche von 7,5 Quadratmetern, pro Jahr produziert diese Fläche rund 1100 Kilowattstunden Strom) wird diese Anlage sein.

Bei Anlage Nummer, sie soll bis Oktober stehen, spricht Holz gar von 29 kwp. Alle sieben Bürgeranlagen zusammengenommen ergäben eine Größe von 203 Kilowatt Peak, so Holz weiter, die in den vergangenen Jahren realisiert worden sind. "Das Interesse, in Fotovoltaikstrom zu investieren, lässt nicht nach, doch allmählich gehen uns die großflächigen Dächer aus", befürchtet Holz. Man werde in Zukunft vermehrt auf Dächer von Privathäusern setzen. Die nächsten Projekte hat Holz bereits im Hinterkopf. Auch die Nutzung von Dachflächen, die Richtung Osten oder Westen ausgerichtet sind, wäre denkbar. "Die technische Weiterentwicklung macht es möglich", klärt Holz auf.

Dass das Interesse, sich an einer Fotovoltaikanlage zu beteiligen, so groß ist, macht Holz an zwei Faktoren fest: "Die Preise für die Anlage sind derzeit um 25 Prozent niedriger als noch im Dezember 2008. Die Einspeisungsvergütung ist hingegen nur um acht Prozent zurückgegangen. Ein lukratives Geschäft also für Geldanleger bei einer derzeitigen Vergütung von 43,01 Cent pro Kilowattstunde. Zwischen 13 und 14 Prozent der Investitionssumme können pro Jahr erwirtschaftet werden, so Holz weiter. Fünf Prozent würden für die Rückzahlung des Kredits einbehalten (Laufzeit 20 Jahre), acht bis neun Prozent verblieben als Gewinn für die einzelnen Investoren - pro Jahr.

je/Mühldorfer Anzeiger

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