Formel-1-Stars drehten in Ampfing ihre Runden

+
Vor zehn Jahren auch in Ampfing auf Erfolgskurs: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (Startnummer 5) gewinnt schon mit 14 Jahren im Jahr 2001 die Rennen zum Deutschen Junior-Kartpokal.

Ampfing - Sutil, Kubica, Hükenberg, Vettel - Die Formel-1-Stars von heute drehten einst im Kartzentrum in Ampfing ihre Runden.

Wenn am Wochenende in Melbourne die neue Formel-1-Saison 2011 startet sind auch vier Rennfahrer dabei, die im Zimmermann-Kartzentrum in Ampfing bereits ihre ersten Rennerfolge feiern konnten: Adrian Sutil aus Gauting, der Pole Robert Kubica aus Krakau, Sebastian Vettel aus Heppenheim und Niko Hülkenberg aus Emmerich bei Köln.

Rund zehn Jahre ist es her, dass diese Formel 1-Stars hier als jugendliche Nachwuchsfahrer ihre ersten schnellen Runden drehten. Dabei ähneln sich die Karriereschritte dieses Quartetts: Mit fünf oder sechs Jahren schon im Kart gesessen, mit acht Jahren die ersten Rennerfahrungen gesammelt, kleine Erfolge erzielt und heiß begehrte Pokale gewonnen. Lust auf mehr Erfolg, unterstützt von engagierten Eltern, die für ihre Buben viel Zeit und Geld opferten. Bereits mit 16 Jahren begann dann die Jagd nach internationalen Meistertiteln, unverzichtbar für die weitere Rennkarriere. Und so fuhren sie ihre Rennen auch im Zimmermann-Kartzentrum in Ampfing, hier werden seit dem Jahr 1999 vom ADAC-Motorclub Waldkraiburg jährlich die Rennen zur internationalen deutschen Kartmeisterschaft (DKM) veranstaltet.

Ein Rückblick: Im Jahr 1999 war es der 15-jährige Adrian Sutil der in Ampfing erstmals in der Nachwuchsklasse Pop-Kart 125 seine Rennläufe gewann. Danach folgten für ihn Lehrjahre bei Formel-3 und Formel-2-Rennen in Japan. Heute ist der Gautinger Stammfahrer im F1-Team Force India, er will in dieser Saison 2011 unbedingt auf das Podium. Im Jahr 2000 machte in Ampfing erstmals Robert Kubica, damals 16 Jahre alt, auf sich aufmerksam. Überlegen gewann der schnelle Pole auf der 1050 Meter langen Strecke seine Rennen, verwies damals noch Niko Hülkenberg und Sebastian Vettel auf die Plätze, wurde am Saisonende Zweiter der Kart-Europameisterschaft.

Nico Hülkenberg, heutiger Formel-1-Star, war in den Jahren 2003 und 2004 als Kartfahrer nahezu unschlagbar. Stolz präsentiert der damals 15-jährige auf der Kartbahn in Ampfing den Siegerpokal des veranstaltenden ADAC-Motorclub Waldkraiburg.

Für heuer war Robert Kubica bei Lotus-Renault als Stammfahrer unter die fünf Bestplazierten der Meisterschaft gesetzt, wegen eines schweren Sportunfalls außerhalb der Formel-1 vor wenigen Wochen wird er wohl erst in der zweiten Jahreshälfte wieder eingreifen können. Die Jahre 2001 und 2002 waren in Ampfing dann die „Vettel-Jahre“. In 2001, damals gerade 14 Jahre alt, gewann Sebastian Vettel im deutschen Junioren-Kart-Pokal seine Rennen in Serie, schon im Jahr 2002 holte er sich auch mit seinen Rennsiegen in Ampfing schon mit 16 Jahren bereits den Titel als deutscher Kartmeister. Über die Formel-BMW schaffte er es im Jahr 2006 bei BMW zum Testfahrer in der Formel-1. Spektakulär: im Jahr 2007 gewann Vettel beim legendären Regenrennen in Monza als jüngster F1-Fahrer aller Zeiten seinen ersten Grand-Prix. Nur vier Jahre später, in der abgelaufenen Saison 2010, krönte er, wieder als Jüngster, beim Red-Bull-Team mit dem viel umjubelten Weltmeistertitel seine bisherige Laufbahn.

Und auch in der Karriere des Vierten dieser heutigen Rennfahrerstars, Nico Hülkenberg, war die Ampfinger Kartbahn ein gutes Pflaster. Mit 16 Jahren im Jahr 2003 und gleich darauf im Jahr 2004 war er der absolute Star unter den damaligen Kartfahrern. Über die Formel-3 und dem Meistertitel in der GP 2, der zweiten Liga des Motorsports, schaffte er es in das F1-Cockpit des Teams Williams. Sein bisher größter Erfolg: die Pole-Position beim Großen Preis von Brasilien in der vergangenen Saison. Nico Hülkenberg fährt diese Saison für das F1-Team Force India. Das Zimmermann-Kart-Zentrum in Ampfing war aber nicht nur Sprungbrett für die Formel-1-Piloten. Aus den Konkurrenten dieser Jahre haben sich, nun eben acht bis zehn Jahre älter geworden, neben dem Finnen Toni Vilander, später mit einem Ferrari Le-Mans-Gewinner, und Martin Tomczyk aus Rosenheim, mit dem AUDI A4 als Siegfahrer in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM), weitere Fahrer einen großen Namen im internationalen Motorsport machen können.

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser