Forderung nach 150 Millionen

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Mühldorf - Die Mitglieder der Initiative „Airport-Bahn“ haben eine Resolution zum beschleunigten Ausbau der Bahnstrecke München, Mühldorf, Freilassing verabschiedet.

Sie geht an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee.

Die Landräte der Landkreise Altötting, Erding, Ebersberg, Rottal-Inn und Mühldorf, die Flughafen GmbH, der Städtebund InnSalzach, die IHK und die HWK, Unternehmen und Gewerkschaft fordern in der Resolution, die 150 Millionen Euro, die im Konjunkturpaket zur Verfügung gestellt wurden, für Planungs- und Baumaßnahmen auf dieser "wichtigen und längst zum Ausbau überfälligen Strecke zu belassen." Zugleich fordert die Resolution den Abschluss einer Finanzierungsvereinbarung für den Bereich Mühldorf - Tüßling und, dass der Freistaat Bayern mit dem wichtigen Ringschluss der S-Bahn mit der Walpertskirchener Spange unterstützt wird. Ebenso wird eine Finanzierung der Begegnungsabschnitte Obergeislbach - Thann-Matzbach - Dorfen und Markt Schwaben - Hörlkofen gefordert.

"Sollte der ständig wachsende Flughafen nicht in absehbarer Zeit mit der Bahn von Osten her besser erschlossen werden, droht ein Verkehrschaos auf den Gemeinde-, Kreis- und Staatsstraßen in der angrenzenden und weiteren Umgebung des Flughafens München", begründete Landrat Georg Huber den jetzt erfolgten Schritt.

Die Mitglieder der Initiative "Airport-Bahn" stellen in die wirtschaftliche Notwendigkeit des Ausbaus heraus: "Für unsere Region, insbesondere für die Industrie und das Handwerk in unserem Raum absoluter Gesichtspunkt ist, dass durch eine solche Strecke mit Hochgeschwindigkeitsverbindung die großen Entwicklungspotentiale für die gewerbliche Wirtschaft, insbesondere im südostbayerischen Chemiedreieck sowie im Raum Mühldorf - Erding - Altötting aktiviert werden könnte. Dies ist jedoch nur mit einer leistungsfähigen Schieneninfrastruktur möglich."

Vertreter der Initiative begründen dies damit, dass mit rund drei Millionen Tonnen Fracht jährlich und über 15 000 Fahrgästen täglich die bestehende Strecke am Ende ihrer Kapazität sei. Zudem wird sich das Frachtvolumen der Unternehmen des Chemiedreiecks bis zum Jahr 2015 verdoppeln.

"Gerade im Hinblick auf die Sicherung von deutlich mehr als 30 000 Arbeitsplätzen direkt in der Region Inn-Salzach und ein umweltgerechtes Handeln im Hinblick auf die CO2-Einsparung durch Verlagerung der Transporte von der Straße auf die Bahn im Sinne einer nachhaltigen Klimapolitik benötigt unser Raum dringend diese zusätzliche, verbesserte Infrastruktur", betonte Huber.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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