Förderverein Kreismuseum zog positive Bilanz

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Der Ausbau des Lodronhauses in Mühldorf zum Geschichtszentrum soll in Stufen bewältigt werden.

Mettenheim - Eine positive Bilanz der Arbeit des vergangenen Jahres zog Eva Köhr, Vorsitzende des Fördervereins Kreismuseum Landkreis Mühldorf, auf der Jahreshauptversammlung.

Der Antrag für die Einrichtung einer Gedenkstätte im Mettenheimer Hart, so Eva Köhr, ist beim Kultusministerium und bei der Denkstättenstiftung in Dachau eingereicht. Köhr hob hervor, dass Staatsminister Dr. Marcel Huber diesen Antrag sehr unterstütze. Die Vorsitzende forderte alle Beteiligten auf, einig in dieser Frage zu sein. "Wir sind auf einem guten Weg, wenn wir weiter eng zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass dieses Thema bald durch ist und wir unsere Vorstellungen dann realisieren können", betonte Köhr.

Vorsitzende Eva Köhr sieht den Förderverein Kreismuseum auf einem guten Weg.

Der Erwerb der Madonna vom Matthäus Krinis war eine der großen Herausforderungen des Fördervereins. Die Sparkasse Altötting-Mühldorf hat den Ankauf dieser Skulptur mit einer Spende in Höhe von 15.000 Euro unterstützt, ebenso die VR meine Raiffeisenbank Mühldorf-Altötting.

Köhr dankte allen Ehren- und Hauptamtlichen für ihre Arbeit im vergangenen Jahr und forderte die Mitglieder des Fördervereins auf, weiter aktiv in der Mitgliederwerbung zu sein. Derzeit gehören dem Förderverein 222 Mitglieder an, zwölf neue kamen im letzten Jahr dazu.

Schatzmeisterin Ilse Preisinger-Sontag konnte im Jahr 2010 Einnahmen in Höhe von 55.199 Euro verbuchen. Dem gegenüber standen Ausgaben in Höhe von 61.443 Euro. Der Fehlbetrag wird über die Rücklagen ausgeglichen. Größter Ausgabeposten waren die Personalkosten von knapp 30.000 Euro. Der Haushalt für dieses Jahr wurde von den Mitgliedern einstimmig beschlossen. Die Ein- und Ausgaben sollen sich auf rund 70.000 Euro belaufen.

Museumsleiterin Dr. Susanne Abel stellte den kommenden Geschichtstag, der sich mit Schulen und Bildung im Landkreis Mühldorf befasst, ausführlich vor (wir berichteten). Sie ging auch auf die geleistete Arbeit im Kreismuseum ein und stellte heraus, dass die Beleuchtung und der Eingangsbereich verbessert wurde. Die Bestanderfassung, so Dr. Abel, laufe weiter und die EDV-Erfassung der Bibliothek sei fast abgeschlossen.

Die Museumsleiterin forderte zusätzliche Mittel, damit das geplante Geschichtszentrum realisiert werden köne. "Wenn wir das Zentrum installieren wollen, dann stoßen wir im Kreismuseum an räumliche Grenzen. Auch hier, vor allem in die Depoträume, müsste investiert werden", betonte die Museumsleiterin.

Landrat Georg Huber dankte in Mettenheim allen, die sich für das Kreisheimatmuseum engagieren. Er verwies auf die finanziellen Schwierigkeiten der Städte und Gemeinden sowie des Landkreises. "Wir müssen sparsam wirtschaften und gemeinsam an der Zukunft des Geschichtszentrums arbeiten. Immer alles negativ zu betrachten, bringt uns nicht weiter. Wir sollten positiv in die Zukunft sehen und Strukturen finden und erarbeiten, die eine stufenweise Realisierung des Geschichtszentrums möglich machen", betonte der Landrat.

Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner stellte ausführlich seine Arbeit in den Bereichen Volksmusik und Brauchtum vor. Er und Reinhard Albert, stellvertretender Kreisheimatpfleger, setzen sich für den Erhalt und die zukunftsfähige Fortentwicklung der bestehenden Volkskultur und für einen regionalen kulturellen Lebensraum mit liebenswerten volksmusikalischen und sprachlichen Eigenheiten ein.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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