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„Flying Bulls“-Unfall in Tschechien

Große Trauer in der Fliegerszene: Mühldorfer Kunstpilot Rainer Steinberger tödlich verunglückt

Eine T-28 Trojan der „Flying Bulls“ ist am 20. Juni in Tschechien abgestürzt. Der Pilot kam ums Leben, eine zweite Person an Bord schwerst verletzt. Der Tote ist der Mühldorfer Rainer Steinberger. Trauer und Bestürzung bei Fans seiner Flugstaffel, den „Flying Bulls“ aus Salzburg, sind groß.

Update 16.42: Große Trauer in der Fliegersezene um Rainer Steinberger

Die Bestürzung über seinen Tod schlägt sich auch in den sozialen Netzwerken nieder, Freunde und Webegleiter von Rainer Steinberger trauern um einen begnadeten Piloten. Aktuelle Aufnahmen von Trainingsflügen wurden zur Erinnerung an den 54-Jährigen auf der Facebook-Seite der „Flying Bulls“ hochgeladen.

Ein spektakuläres Bild gibt es auch von Steinbergers letzter Flugschau in Polen auf dessen Instagram-Account „cptbavaria“ zu sehen. Es zeigt einen B-25-Bomber auf der Jagd nach der Trojan. Auch dort macht sich nun Trauer breit. Freunde und Fans von Rainer Steinberger wünschen ihm alles Gute „auf Deinem letzten Flug!“

Mit dieser historischen Maschine Typ T-28 Trojan ist der Mühldorfer Rainer Steinberger über der Tschechischen Republik abgestürzt.

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Update 13.15 Uhr: Polizei veröffentlicht Video von der Absturzstelle

Die tschechische Polizei hat eine kurze Videosequenz von der Absturzstelle veröffentlicht. Das Video zeigt ausgebrannte Reste der T-28 Trojan, mit der Rainer Steinberger unterwegs war. Über eine abschüssige Wiese verteilt sind mehrere Wrackteile zu sehen.

Die abgestürzte T-28 Trojan mit der der Mühldorfer Kunstflieger Rainer Steinberger unterwegs war.

Offenbar hatte der Pilot der österreichischen Kunstflugstaffel „Flying Bulls“ versucht, sein Flugzeug auf der Wiese notzulanden. Das deckt sich mit Angaben von Augenzeugen, die laut tschechischen Medien berichten, dass die Maschine eine Zeit lang in niedriger Höhe über dem Gebiet gekreist habe.

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Update 12.25 Uhr: Augenzeugen berichten: Plötzlich nur noch Rauch zu sehen

Der Absturz der T-28 Trojan mit Rainer Steinberger und einer weiteren Person an Bord passierte laut tschechischer Polizei am Sonntag gegen 17 Uhr. Nachdem ein Notruf eingegangen sei, seien sofort Rettungskräfte und Polizei ausgerückt. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät. Der zweite Insasse wurde mit schwersten Verletzungen mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Prag geflogen. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Mann um einen Fotografen.

Bilder vom Flugzeugabsturz in Tschechien: Mühldorfer Pilot Rainer Steinberger tot

Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen.
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen. © Polizei Tschechische Republik
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen.
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen. © Polizei Tschechische Republik
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen.
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen. © Polizei Tschechische Republik
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen.
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen. © Polizei Tschechische Republik
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen.
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen. © Polizei Tschechische Republik
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen.
Die Absturzstelle der T-28 Trojan in Tschechien. Der Mühldorfer Kunstflugpilot Rainer Steinberger ist bei dem Absturz ums Leben gekommen. © Polizei Tschechische Republik

Die tschechische Kriminalpolizei untersucht mit Unterstützung von Spezialisten für Flugzeugunglücke derzeit die Absturzstelle. Die Ursache des Absturzes ist weiter unklar. Augenzeugen berichten dem tschechischen Onlineportal denik.cz, dass die Maschine der „Flying Bulls“ eine Zeit lang in niedriger Höhe über einem Waldstück nahe der Ortschaft Jickovice (Jitzkowitz) Kreise gezogen habe. Dann sei plötzlich nur noch Rauch zu sehen gewesen.

Nach Angaben der Polizei sei das Flugzeug in einem Verband mit zwei weiteren Maschinen unterwegs gewesen.

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Die Erstmeldung vom 21. Juni, 11.42 Uhr

Mühldorf – Wie die österreichische Kronenzeitung berichtet, hatte die T-28 Trojan mit dem Kennzeichen OE-ESA mit einer P-51 Mustang, einer B-25 und einer P-38 Lightning der Flying Bulls an einer Flugshow in Polen teilgenommen. Die aus vier Flugzeugen bestehende Formation befand sich offenbar auf dem Rückflug nach Salzburg, als sich das Unglück ereignete.

Rainer Steinberger stürzt 70 Kilometer südlich von Prag in einen Wald

Im Gemeindegebiet von Jitzkowitz – ca. 70 Kilometer südlich der tschechischen Hauptstadt Prag – war die Maschine dann aus bislang ungeklärter Ursache in einem Waldstück abgestürzt und ging in Flammen auf. Der Pilot, der Mühldorfer Rainer Steinberger, kam bei dem Crash ums Leben. Die zweite an Bord befindliche Person, nach tschechischen Angaben eine Person Jahrgang 1975, wurde mit schweren Verbrennungen mittels Rettungshubschrauber in ein Universitätsklinikum nach Prag geflogen.

Bei dem Mühldorfer handelt es sich um einen sehr erfahrenen Piloten, der am Flugplatz in Mößling eine Maschine desselben Typs untergebracht hatte. Als Kunstflieger zog er die Blicke gen Himmel, wenn er seine Kunststücke in seiner „Extra“ durchgeführt hatte, dabei gelegentlich auch Gastflieger mit dazu einlud.

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Flying Bulls – eine Kunstflieger-Flotte aus Salzburg

Die „Flying Bulls“ sind eine in Salzburg stationierte private Flugzeugflotte, die dem österreichischen Unternehmer, Milliardär und Flugzeugliebhaber Dietrich Mateschitz gehört. Wie es auf der Internetseite der „Flying Bulls“ heißt, wurde die T-28B von North American als Nachfolger der T-28A Trojan gebaut, die Ende 1949 für die US-Army in Serie ging.

Bilder einer Leidenschaft: der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger

Der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger.
Der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger. © Birnaz Kurt
Der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger am Himmel in einer seiner Maschinen.
Der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger am Himmel in einer seiner Maschinen. © Birnaz Kurt
Kurz vor dem Start im Cockpit: der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger.
Kurz vor dem Start im Cockpit: der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger. © Birnaz Kurt
In der Luft mit einer seiner Maschinen: der Mühldorfer Pilot Rainer Steinberger.
In der Luft mit einer seiner Maschinen: der Mühldorfer Pilot Rainer Steinberger. © Birnaz Kurt
Der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger im Cockpit.
Der Mühldorfer Kunstflug-Pilot Rainer Steinberger im Cockpit. © Birnaz Kurt
Mit dem Flugzeug am Himmel: der Mühldorfer Pilot Rainer Steinberger.
Mit dem Flugzeug am Himmel: der Mühldorfer Pilot Rainer Steinberger. © Birnaz Kurt

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In dem freitragenden Tiefdecker mit Einziehfahrwerk und Wright-Sternmotor konnten Fluglehrer und Schüler in einer geschlossenen Kabine hintereinander sitzen. Die kunstflugtaugliche und 1425 PS starke T-28B, Baujahr 1954, war bis 1965 bei der US-Navy in Washington D.C. als Trainingsmaschine im Einsatz. Anschließend wurde sie an einen privaten Halter nach Texas verkauft und von diesem restauriert.

T-28 Trojan in den USA gekauft und jahrelang restauriert

Mitte der Achtzigerjahre spürte Sigi Angerer die Maschine in Oklahoma City auf. Nach zäher Verhandlung war die T-28B Trojan erstanden. Seit Sommer 2016 erstrahlte die T-28B in ganz neuem Glanz, nachdem sie in mühevoller Feinarbeit über mehrere Jahre von den Technikern der Flying Bulls vollständig restauriert wurde.

Besonders charakteristisch sind die oliv-schwarze Lackierung und der Schriftzug „Navy“, welcher auf dem ehemaligen Militärflugzeug prangt.

Rubriklistenbild: © Birnaz Kurt

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