Bitten und Flehen von Erfolg gekrönt

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Die von Niederbergkirchner Seite angedachte Patenbraut Resl sorgte beim Publikum für Lachsalven, fand bei den Oberhofenern aber keinen Gefallen.

Niederbergkirchen - Feuerwehrvorstand Franz Artinger wähnte sich am Samstag zu Beginn der Feuerwehrversammlung noch inmitten eines Vereinsabends.

Spätestens als sich Oberhofens Christoph Auer zu Wort gemeldet hatte, war dann aber jedem klar: Da sucht jemand einen Paten für das Feuerwehrjubiläum.

Voll besetzt war der Saal im Gasthaus Kröll am Samstag, als die Wehr aus Oberhofen zum Patenbitten für das 125-jährige Vereinsjubiläum ihre Aufwartung machte. An der Spitze brachte Vorstand Christoph Auer mit seinem Kommandant Franz Dirnberger und dessen Stellvertreter Georg Lohr sein Anliegen vor, ob denn nicht die Niederbergkirchener Wehr bei ihrem Fest vom 12. bis 16. Mai die Patenschaft übernehmen möge. Es schlossen sich zähe Verhandlungen an, nur langsam näherten sich beide Wehren an, zumal die Bittsteller auch noch einige "Giftpfeile" abbekamen, etwa wegen ihres hochwassergefährdeten, schon lange auf Umbau wartenden Gerätehauses in Bach.

Schließlich erklärten sich die Niederbergkirchner einverstanden mit der Übernahme der Patenschaft - wenn die Oberhofener 100 Liter Bier und für alle Besucher im Saal Kaffee und Kuchen spendieren würden. Beinahe hätte die Vorstellung der angedachten "überstandigen" Patenbraut Resi (gespielt von Martin Eberl) die Vereinbarung zum Scheitern gebracht. Erst mit der dann präsentierten Regina Bichlmaier als fesche Patenbraut erklärten sich die Oberhofener einverstanden. In Versform untermauerte die Spitze der Oberhofener Wehr anschließend ihr Anliegen noch einmal und bat dabei ebenso um Mithilfe beim Parkplatzdienst oder etwa beim Essenaustragen. Doch das offizielle öffentliche Bitten mit Scheitlknien blieb den Bittstellern dennoch nicht erspart. Erleichterungen wie Bandagen an den Knien ließen die Niederbergkirchener, zumindest bei den männlichen Oberhofenern, nicht durchgehen.

Die Erlösung vom Scheitlknien ließ auf sich warten. Zunächst mussten die Bittsteller noch überdimensionale Speckknödel mit einem Kaffeelöffel verspeisen. Erst danach rückte der Pakt mit dem Anzapfen des ersten Fasses des versprochenen Biers durch Bürgermeister und Schirmherrn Werner Biedermann in greifbare Nähe, wenn auch das Anzapfen unfreiwillig zu einer kräftigen Ganzkörperdusche ausartete. Auch der Führungsspitze des Patenvereins blieb das Scheitlknien nicht erspart. Sie bat um schönes Festwetter, einen kurzen Festzug und süffiges Bier. Die Patenbraut wiederum erflehte sich, dass die Schuhe nicht drücken mögen. Junge Niederbergkirchener Aktive stellten dann noch ein Erinnerungsscheit an dieses Patenbitten vor, inklusive einiger humorvoller Seitenhiebe auf die Oberhofener Wehr. Für musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe "Humoritas Bavariae" mit der Jodlerin Inge Hofer und dem Progoder Peter Böhme sowie Klaus Voithenleitner. Als dann die Oberhofener Damen das von Fanny Bichlmaier und Silvia Gebert organisierte Kuchenbuffet mit 24 Kuchen und Torten in den Saal brachten, war das Eis bei den Niederbergkirchnern endgültig gebrochen und die Patenschaft besiegelt.

bic/Mühldorfer Anzeiger

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