Feuerwehr bei 165 Einsätzen gefordert

Mühldorf - Arbeitsintensives Jahr: Zu 165 Einsätzen wurde die Mühldorfer Feuerwehr im vergangenen Jahr gerufen - 44 Brände und 121 Technische Hilfeleistungen.

Für gewaltigen Ärger sorgt die Umsatzsteuerrückforderung des Finanzamts Mühldorf in Höhe von 6450 Euro, die die Mühldorfer Feuerwehr bezahlen muss.

Auf ein einsatzintensives Jahr konnte die Mühldorfer Feuerwehr bei ihrer Jahreshauptversammlung im Mühldorfer Haberkasten zurückblicken. "Wir haben bei diesen Einsatzzahlen bald die Grenze des Machbaren unserer Wehr erreicht", bilanzierte Kommandant Günther Starzengruber. Die 44 Brände gliedern sich in 25 Kleinbrände, zwölf Mittelbrände und sieben Großbrände.

Bei den Technischen Hilfeleistungen wurde die Mühldorfer Wehr zu sieben Verkehrsunfällen und zu 20 Unwettereinsätzen sowie zu sieben Drehleitereinsätzen gerufen. "Unsere 67 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer waren stark gefordert. Ich darf mich bei allen für diese hohe Einsatzbereitschaft bedanken, dies gilt auch für die Partner, die sehr viel Verständnis aufbringen müssen, wenn jeden zweiten Tag ausgerückt werden muss", sagte Starzengruber.

Ein besonderes Kapitel der Zusammenarbeit haben die Mühldorfer und Waldkraiburger Feuerwehren weiter ausgebaut. Beide Wehren arbeiten bei der Beschaffung von Ausrüstungsmaterial sehr eng zusammen. "Wir haben die Haushalte der Mühldorfer und Waldkraiburger Wehr auf Übereinstimmungen beim Bedarf durchforstet und Sammelbestellungen durchgeführt", berichtete der Mühldorfer Kommandant.

Allein bei der Beschaffung von Feuerwehrschläuchen, der sich elf Wehren aus dem Landkreis anschlossen, konnten Preisnachlässe von mehr als 30 Prozent erzielt werden. Dies galt auch für die Abseilgeräte, Schutzhandschuhen und Chemikalienanzüge. Nach den Worten von Günther Starzenberger soll diese Zusammenarbeit in diesem Jahr weiter ausgebaut werden.

Jugendwart Alexander Zellhuber konnte von vielen Aktivitäten berichten. Derzeit ist der Nachwuchs der Mühldorfer Feuerwehr gesichert. Bernhard Niederschweiberer berichtete über die Aktivitäten der Atemschutzgruppe der Mühldorfer Feuerwehr. 26 aktive Männer und Frauen gehören derzeit dieser Gruppe an.

Feuerwehr-Vorstand Josef Birnkammer ließ in seinem Rechenschaftsbericht die vielen Aktivitäten des Vereins Revue passieren. Nach seinen Worten ist die Mühldorfer Feuerwehr sehr gut aufgestellt. "Ich bedanke mich bei meiner kompletten Mannschaft. Jeder von euch, ob AH, aktive Mannschaft oder Jugendliche, hat unseren Verein im letzten Jahr wieder durch seine Hilfe stark unterstützt. Ohne euch und euere Partner wäre dieses erfolgreiche Jahr für unseren Verein nicht möglich gewesen", sagte Birnkammer.

6450 Euro, so Birnkammer, muss die Mühldorfer Wehr an Umsatzsteuer zahlen. Dieser Betrag sorgte bei den Verantwortlichen für massiven Ärger. "Da wird in Sonntagsreden immer über das Ehrenamt geredet und dann werden wir für unsere Vereinsaktivitäten, die wir für die Finanzierung unserer Wehr durchführen, mit Steuernachzahlungen bestraft", erklärte Birnkammer. Er forderte die Politiker auf, sich dafür einzusetzen, dass die Freigrenze von 17.500 Euro angehoben wird.

Schatzmeister Josef Penzenstadler musste Ausgaben von 19.600 Euro (mit Steuerrückzahlung) bewältigen. Dem stehen Einnahmen von 16.600 Euro gegenüber. "Wir sind aber trotzdem noch finanziell handlungsfähig", bekräftigte der Schatzmeister.

Landrat Georg Huber und Bürgermeister Günther Knoblauch sicherten die Unterstützung bei den steuerlichen Fragen in ihren Grußworten zu. Beide betonten die Wichtigkeit der Wehren für den Schutz der Bevölkerung. "Ohne diese Hilfe für den Nächsten wäre es um unsere Gesellschaft schlecht bestellt", stellte Knoblauch heraus. Landrat und Bürgermeister begrüßten die Zusammenarbeit der Wehren bei der Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen. Kreisbrandrat Karl Neulinger stellte die Imagekampagne des Feuerwehr-Landesverbandes vor, die der Nachwuchswerbung und der Darstellung der Feuerwehr nach außen dienen soll.

Polizeivize Roland Kauer stellte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Mühldorfer Wehr heraus. "Das Wichtigste ist, dass wir von unseren Einsätzen gesund wiederkommen", sagte Kauer.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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