Familien beim Übertritt helfen

Mühldorf - Um den Familien den Schritt vom Kindergarten in die Schule zu erleichtern, hat das Projekt "Lernen vor Ort" den Schwerpunkt "Bildungsübergänge" eingerichtet.

Dabei entstand ein Fragebogen, mit dem Probleme und Wünsche von Eltern beim Übertritt ihrer Kinder vom Kindergarten in die Schule abgefragt werden sollen. Mit dem Staatsinstitut für Frühpädagogik in München, der Fachakademie Mühldorf, dem Schulamt Mühldorf und "Lernen vor Ort" des Landkreises beteiligen sich nach Angaben des Landratsamts vier Partner an der Erfassung. Zur Auftaktveranstaltung kamen laut Landratsamt Vertreter von Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und anderer Bildungseinrichtungen in der Fachakademie zusammen um die Umsetzung des Vorhabens zu diskutieren.

Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber betonte dabei die Bedeutung der Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen für einen möglichst reibungslosen Übertritt vom Kindergarten in die Grundschule: "Übergänge gelingen nur dann gut, wenn eine hohe Vernetzung besteht". Huber wies nach Angaben des Landratsamts auf die "flexible Grundschule" des Kultusministeriums hin: "Dabei haben Kinder je nach persönlicher Entwicklungsstufe mehr Zeit für die Eingewöhnung".

Auch für Landrat Georg Huber ist der Übertritt vom Kindergarten in die Schule ein wichtiges Thema: "Der Übergang ist für die ganze Familie eine nervenaufreibende Situation, deshalb brauchen wir hier schnell neue, innovative Hilfen, die von den Kindergärten und den Schulen gewollt sind und aktiv umgesetzt werden."

Der Fragebogen soll die individuelle Situation der Übergangsfamilien abbilden, damit sich anhand der Ergebnisse Erzieherinnen und Lehrerinnen auf spezifische Themen in den Eltern-Gesprächen vorbereiten können. Um Sprachbarrieren zu überwinden, soll der Fragebogen auch auf Türkisch oder Russisch verfügbar sein. Entscheidender Punkt des Fragebogens ist es laut Landratsamt, alle Eltern unabhängig von Herkunft, Beruf oder Bildungsstand zu erfassen. Zusammen mit den Erfahrungen und den bestehenden Praxisbeispielen von Kindertagesstätten und Grundschulen könnten so Übergangskonzepte erarbeitet werden. Die Arbeit am Projekt biete darüber hinaus allen Beteiligten die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Die Ergebnisse des Fragebogens sollen auch zur Qualitätsentwicklung in den Einrichtungen genutzt werden, um beispielsweise Angebote präziser auf die Bedürfnisse abzustimmen und Qualifizierungsangebote für Erzieherinnen und Lehrer zu gestalten.

Der Fragebogen wird entwickelt von 22 Kindertagesstätten und elf Grundschulen, er wird im Frühjahr an Eltern verteilt.

re/Mühldorfer-Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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