"Fahrstuhl zur Burg sinnvoll und notwendig"

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Burghausen - Der Fahrstuhl zur Burg steht derzeit im ersten Planungsstadium. Staat und Denkmalbehörden müssen zustimmen. Bei einem Ja könnte der Bau 2012 losgehen.

Vom Platz "Am Bichl" zur Burg ist es wirklich nicht weit!

"Jetzt muss erstmal der Freistaat Bayern überzeugt werden", so Burghausens erster Bürgermeister Hans Steindl. Denn die Grundstücke, die für den Bau erstmal gekauft werden müssten, sind staatliche Liegenschaften. Und da auch an der Burg und in der Altstadt bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssten, gilt es nicht zuletzt, die Denkmalbehörde vom Vorhaben zu überzeugen. "Da werden derzeit verschiedene Varianten erstellt. Wenn eine von denen zusagt, kann 2012 gebaut werden," berichtet Steindl.

Dreh- und Angelpunkt: der Bichl-Platz

Das "Cafe am Bichl" in Burghausen.

Den Bichl-Platz in der Burghauser Altstadt hält Steindl für die beste Möglichkeit als Start- und Endpunkt des Aufzugs. Da hat die Stadt ohnehin bereits zwei Gebäude erworben, beste Voraussetzungen also. "Von dort aus könnte man optimal den Platz vor der Hauptburg und dem Brückengraben erreichen," erklärt der Bürgermeister. Das Ziel des ganzen Bauvorhabens: "Wir müssen die Besucherströme besser leiten. Bei Veranstaltungen würde der Fahrstuhl einen unmittelbaren und schnellen Zugang zur Burg gewährleisten - gerade von der Stadt aus." Das wiederum brächte natürlich auch mehr Kaufkraft und Tourismus in die Altstadt und nicht nur direkt zur Burg.

2,5 Millionen würde der Bau des neuen Burg-Zugangs kosten - Steindl hofft, dass der Freistaat im Zuge des Förderprogramms "Tourismus, Freizeit, Erholung" rund 50 Prozent zuschießen wird.

Überwiegend positive Reaktionen

Hier könnte 2012 der Fahrstuhl ablegen und ankommen.

"Die Diskussion über das Thema ist ja mittlerweile wieder abgeflaut", so Steindl. Als der Fahrstuhl zum ersten Mal im Gespräch war, habe es aber durchaus heiße Diskussionen gegeben. Inzwischen seien aber sicherlich 80 Prozent vom Stadtrat klar pro Fahrstuhl, in den Fraktionen sehe das auch nicht viel anders aus, so die Einschätzung des Bürgermeisters. "Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass sinnvoll geplant wird", räumt er ein. Ein großes Contra aus der Bürgerschaft erwartet Steindl ebenfalls nicht. Abgesehen von den Anwohnern, die der Bau unmittelbar betreffen könnte. "Hier werden wir uns aber selbstverständlich um einen möglichst vernünftigen Konsens bemühen", verspricht Steindl.

ds

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