Mit Fackeln für faire Preise

Mühldorf - Mit Fackeln zogen am Montagabend rund 100 Milchbauern vom Landratsamt zum Stadtplatz. Gerechte und faire Milchpreise fordern die Demonstranten. **Video-Umfrage**

"Wir demonstrieren für gerechte, faire Preise, dass wir Milchbauern überleben können", sagt Alois Salzeder, Vorsitzender des Bayerischen Bauernverbandes aus Aschau. Auf jeden Fall müsse gegen den Plan der EU vorgegangen werden, den auch der Deutsche Bauernverband unterstütze, den Milchmarkt dem freien, globalisierten Weltmarkt auszuliefern. "Das hieße, dass die Milchbetriebe im Endeffekt noch größer werden müssten", meint Salzeder. Auch die Kühe würden dann zu immer höheren Leistungen getrieben, was wiederum durch Importfuttermittel erzeugt werden müsse.

"Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, also eine flexible Mengensteuerung, die die Menge dem Bedarf anpasst", so der Vorsitzende. Ein Milchpreis von 40 Cent sei fair. "Bei einem solchen Preis besteht für einen normalen Familienbetrieb die Möglichkeit zu überleben." 

Vom Mühldorfer Landratsamt zogen darum rund 100 Milchbauern mit Fackeln und bei eisiger Kälte zum Stadtplatz, um ihr Anliegen auch nach außen zu tragen.

"Wir hoffen auf den Verbraucher", meint Salzeder. "Zeit ist es jetz auf jeden Fall, was zu tun."

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Anette Mrugala

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