Eröffnung des Dorfladens steht bevor

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Der neue Dorfladen knapp drei Wochen vor seiner Einweihung am 28. Juli 2011. Hinter der großen Fensterfront arbeiteten diese Woche Fliesenleger und Elektriker emsig, auch an den Außenanlagen gab es noch viel zu tun.

Mettenheim - Nur noch wenige Wochen, dann öffnet der Dorfladen seine Pforten. Bis dahin sind noch einige Arbeiten zu erledigen, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt wurde.

Weitere Themen waren Lärmschutz und die Sonnenenergie.

Als Gemeinde mit zahlreichen wichtigen Durchfahrtsstraßen und wachsendem Eisenbahnverkehr sind Lärmschutzwände eine Möglichkeit, die Einwohner in gewissem Maße davon abzuschirmen. Genau darum ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung, als der Erlass einer Satzung nach Artikel 81 BayBO zu diesem brisanten Thema diskutiert wurde.

Während in der Wassersiedlung im Ortsteil Hart und westlich an der Römerstraße bereits Lärmschutzwände in den jeweiligen Bebauungsplänen festgesetzt sind, muss noch eine rechtliche Regelung für die übrigen Anwohner an der Kreisstraße MÜ38 geschaffen werden. Dafür gilt es einheitliche Standards zu beachten: Die Lärmschutzwände sollten nicht höher als zwei Meter über dem Straßenniveau sein, aus absorbierenden, schallschluckenden und reflexionshemmenden Materialien bestehen sowie alle mit verschiedenen Pflanzen begrünt werden. Im Einmündungsbereich, speziell im Sichtdreieck, dürfen die Wände nicht höher als ein Meter über Straßenniveau gebaut werden. Auf die explizite Darstellung der Sichtdreiecke im Lageplan drängten die Gemeinderäte Rudolf Kapser und Johann Auer in ihren Diskussionsbeiträgen. Deshalb wurde die Abstimmung über die endgültige Fassung der Satzung auf die nächste Sitzung verschoben.

Stolz berichtete Bürgermeister Stefan Schalk von der Fotovoltaikanlage an der Kläranlage, die diese Woche in Betrieb geht. Anhand konkreter Zahlen stellte er eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf. Die Errichtung der Fotovoltaik- und Carportanlage habe die Gemeinde über 700.000 Euro gekostet, stellte er fest. Bei einer Anlagenleistung von 196,56 kWp wird sich die Investition in etwa zehn Jahren amortisiert haben. Durch die Eigenstromnutzung könnten noch höhere Erträge erwirtschaftet werden. Stefan Schalk schlug in dem Zusammenhang die Errichtung einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Dorfladens vor. Bei etwa 480 Quadratmetern Dachfläche auf beiden Seiten käme eine Investition von rund 130.000 Euro auf den Bauherren - die Gemeinde - zu.

Im Nachgang zur an sich abgeschlossenen Kindergartensanierung bezifferte der Bürgermeister die Leistungen der Bauhofmitarbeiter auf über 24.000 Euro. Der Gemeinderat freute sich über solche gelungenen Maßnahmen wie den angelegten Wasserlauf und den neu gestalteten Sandkasten. Einzig zehn bis 15 Quadratmeter Rollrasen müsste auf der Südseite noch ausgewechselt werden, dann seien die Außenanlagen komplett fertig, resümierte Stefan Schalk. Anfang kommender Woche wollen die Eltern der Schulanfänger auf der Spielwiese symbolisch einen Baum pflanzen.

Die Sitzungsteilnehmer wurden anschließend über den Stand der Arbeiten am Dorfladen informiert, dessen Einweihung am 28. Juli um 17 Uhr ansteht. Bis zum ersten Verkaufstag am 29. Juli ist noch viel zu tun: Emsig arbeiteten diese Woche die Fliesenleger, Elektriker und die Mitarbeiter an den Außenanlagen. Außerdem wurde die Kühlbox eingebaut. Nach Aussage des Architekten Stefan Hajek liege man gut im Zeitplan. Als nächstes stehen die Malerarbeiten innen an, an denen sich auch viele Bürger freiwillig beteiligen wollen.

Die Gemeinderäte stimmten einhellig für die Vergabe der Asphaltierungsarbeiten am Anliegerweg zu den Pfarrgrundstücken Ampfinger Straße an die Garser Firma Schwarzenbeck Martin & Co. Außerdem votierten sie für die Anschaffung eines Sicherungsgitters vor der Automatiktür beim Eingang zum Dorfladen, eines Rolltores von der Ampfinger Firma hn Tor- und Sonnenschutz-Technik im Werte von rund 3400 Euro. Zweite Bürgermeisterin Elfriede Prucker regte an, wegen der unterschiedlichen Öffnungszeiten über eine sichere, räumliche Abtrennung des Dorfladens von der Bäckerei nachzudenken. Darüber hinaus müsse das Gebäude auch hinten durch ein entsprechendes Tor sicher verschlossen werden. Entsprechende Entscheidungen stehen noch aus.

kch/Mühldorfer Anzeiger

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