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Arbeitsgemeinschaft Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

„Beschämend, wie sich Deutschland präsentiert“: Absage an weltweite Nahrungsmittel-Sicherheit

Der neue Kreisvorstand der ELF mit Ehrengästen: (von links) CSU-Kreisvorsitzender Max Heimerl, Alfred Lantenhammer, Ulrich Niederschweiberer, Rupert Staudhammer, Europaabgeordnete Marlene Mortler, der neue Kreisvorsitzende Mathias Heiml, Georg Kirchmaier, Martin Bruckmaier, Christian Senftl und Anton Neuhofer.
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Der neue Kreisvorstand der ELF mit Ehrengästen: (von links) CSU-Kreisvorsitzender Max Heimerl, Alfred Lantenhammer, Ulrich Niederschweiberer, Rupert Staudhammer, Europaabgeordnete Marlene Mortler, der neue Kreisvorsitzende Mathias Heiml, Georg Kirchmaier, Martin Bruckmaier, Christian Senftl und Anton Neuhofer.

Bei der Kreisvorstandswahl der Arbeitsgemeinschaft Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ELF) der CSU im Landkreis Mühldorf übten Ehrengäste harsche Kritik an der Bundesregierung.

Erharting – Ehrengäste des Abends beim Pauliwirt waren die ELF-Landesvorsitzende und Europaabgeordnete Marlene Mortler sowie CSU-Kreisvorsitzender Max Heimerl. Letzterer bedankte sich bei der ELF sehr herzlich für das Engagement. Es sei keine Sitzung in den Parteigremien vergangen, ohne dass Staudhammer eine Lanze für Bauern im Landkreis Mühldorf gebrochen hätte.

Ernährungssicherheit gewährleisten nach Beschluss der EU-Kommission?

Mortler bemerkte, dass man sich auf den Kreisverband Mühldorf auf Landesebene immer habe verlassen können. Die Abgeordnete bemängelte, dass die Ampelregierung die Frist der EU-Kommission zur vorübergehenden Nutzung von ökologischen Vorrangflächen für den Anbau aller Feldfrüchte zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs habe verstreichen lassen.

„Es ist beschämend, wie sich Deutschland derzeit agrarpolitisch in Europa präsentiert. Während Österreich den Beschluss der EU-Kommission, der einen Anbau aller Feldfrüchte auf stillgelegten ökologischen Vorrangflächen mit Pflanzenschutzmittelanwendung vorübergehend zulässt, umsetzt, nutzt die Bundesregierung diese Möglichkeit nicht.“ Der Landwirtschaftsminister erteilt damit, so die Rednerin, dem solidarischen Beitrag Deutschlands zur weltweiten Ernährungssicherung eine Absage. Dass nun ausgerechnet bei dem global so wichtigen Thema „Ernährungssicherheit“ die heimische Landwirtschaft weiterhin als politisches Kampffeld herhalten muss, ist nach Mortlers Ansicht unerträglich.

Weitere Themen und eine mehrstündige Diskussion folgten, bevor CSU-Bundeswahlkreisgeschäftsführer Walter Göbl, der die Wahlen des Kreisvorstands geleitet hatte, die Ergebnisse verkündete. Matthias Heiml heißt der neue Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der CSU im Landkreis Mühldorf. Der 33-jährige Kraiburger Milchviehhalter und Geschäftsführer des Melkeraushilfsdienstes Bayern wurde mit großer Mehrheit bei der Kreisversammlung der ELF Mühldorf beim Pauliwirt gewählt. Er ist Nachfolger von Rupert Staudhammer, der sein Amt zur Verfügung stellte.

Der scheidende Kreisvorsitzende und Bezirksvorsitzende ging in seinem Bericht auf zentrale Forderungen der ELF ein, wie die Erhöhung der 170 Kilogramm-Stickstoff-Regelung bei der Gülleausbringung, um energieintensiv produzierten Mineraldünger einzusparen. Staudhammer kritisierte den enormen Verbrauch von landwirtschaftlichem Grund für Photovoltaikanlagen Diese sollten vorrangig auf Dächern entstehen.

Heimls Stellvertreter sind Johanna Kaltenecker aus Neumarkt-St. Veit und Georg Kirchmaier aus Maitenbeth. Als Schatzmeister fungiert Ulrich Niederschweiberer aus Mühldorf und als Schriftführer Alfred Lantenhammer aus Schönberg. Beisitzer sind Rupert Staudhammer aus Oberneukirchen, Martin Bruckmaier aus Neumarkt-St. Veit, Christian Senftl aus Egglkofen und Anton Neuhofer aus Lohkirchen.

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Der neue Kreisvorsitzende kündigte an, dass er besonders auf die junge Generation der Landwirte zugehen wolle. Generell gelte es, die Bauern zu überzeugen, ihre Anregungen und Erfahrung direkt aus der Praxis zu übernehmen.