Nach schwerem Unfall auf A94: Frau sucht Retter ihres Vaters

„Seine schnelle Reaktion hat meinem Vater das Leben gerettet!“

Der Fahrer des Audis wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Traunstein verbracht.
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Der Fahrer des Audis wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Traunstein verbracht.

Das beherzte Einschreiten eines Ersthelfers rettete wohl einem 59-Jährigen bei einem schweren Unfall auf der A94 bei Erharting am Mittwoch das Leben. Nun sucht die Tochter des Unfallopfers nach ihm.

Erharting/Landkreis Mühldorf am Inn - „Es geht ihm den Umständen entsprechend“, berichtet Janina Rzepka gegenüber innsalzach24.de. „Er konnte schon teils aus dem künstlichen Koma geweckt werden. Er muss allerdings noch mehrmals operiert werden. Weil sein Gesicht sehr stark verletzt wurde, muss auch die plastische Chirurgie aus München hinzugezogen werden.“ Rzepka sucht nun diejenige Person, die durch ihr sofortiges und beherztes Eingreifen das Leben ihres Vaters gerettet hat. Ihr Facebook-Post mit einem Suchaufruf in der Gruppe „Spotted: Mühldorf am Inn und Umgebung“ wurde, Stand 1. April Vormittags, fast 900 Mal geteilt. Gefunden wurde der Ersthelfer aber bisher noch nicht.

Polizei und Tochter des Verletzten suchen nach Ersthelfer

Der Ersthelfer, sowie andere Zeugen werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizeistation Mühldorf unter Telefon: 08631/3673-310 zu melden.

Hinweise an die Familie des Unfallopfers können an nina.rzepka@yahoo.com geschickt werden.

Nach schwerem Unfall auf der A94 bei Erharting: Angehörige und Polizei suchen heroischen Ersthelfer

Laut dem Polizeibericht war am Mittwochnachmittag ein 53-jähriger Lkw-Fahrer aus München mit seinem Sattelzug auf der A94 in Richtung München unterwegs. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen und dem Spurenbild sowie Zeugenaussagen zufolge wechselte er kurz hinter der Anschlussstelle Mühldorf-Nord vom rechten Fahrstreifen nach links auf die Überholspur, um einen vorausfahrenden Sattelzug zu überholen.

Dabei achtete er allerdings nicht auf einen 59-jährigen Audi-Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf, welcher auf der Überholspur unterwegs war. Da sich der Audi-Fahrer allerdings schon zu nahe an dem Lkw-Sattelzug befand, konnte dieser den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Audi-Fahrer fuhr gegen die Betonmittelleitwand und schleuderte anschließend gegen das Heck des Aufliegers. Durch die Wucht des Anstoßes wurde der Autofahrer in seinem Audi eingeklemmt, das Fahrzeug geriet in Brand. Neben dem sofort alarmierten Rettungsdienst, den Freiwilligen Feuerwehren aus Töging und Erharting wurde auch die Autobahnmeisterei der Isentalautobahn verständigt.

Ersthelfer verhinderte durch beherztes Einschreiten wohl schlimmeres

Eine noch unbekannte Person schritt beherzt mit einem Feuerlöscher ein und konnte so die Flammen unter Kontrolle bringen. Der Fahrer wurde von der Freiwilligen Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit. Bei dem Unfall zog er sich schwere Verletzungen zu und wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Traunstein verbracht. Der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Er wurde ins Krankenhaus nach Mühldorf verbracht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dementsprechend wurden beide beteiligte Fahrzeuge sichergestellt und abgeschleppt. Ein Sachverständiger war vor Ort.

„Ich vermute, dass es sich bei dem Retter meines Vaters um einen Lkw-Fahrer gehandelt haben könnte. Es war aber nicht der Fahrer des Lkws, mit dem das Auto meines Vaters zusammengekracht ist“, erzählt Janina Rzepka. „Wer sonst hat einen Feuerlöscher direkt im Auto dabei?“ Auch die Polizei sucht noch nach der Person. „Seine schnelle Reaktion hat meinem Vater das Leben gerettet, dafür wollen wir uns bedanken!“ Die Familie sei nun auch damit beschäftigt, das Geschäft ihres Vaters, der als selbständiger Augenoptiker tätig ist, am Laufen zu halten. „Selbst wenn jemand nur eine Vermutung hat, wer es gewesen sein könnte, würde das vielleicht schon weiterhelfen.“

hs/Pressemitteilung der Autobahnpolizeistation Mühldorf am Inn

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