Mehr Demokratie wagen

100 Jahre Freistaat – Zukunft in Bayern

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Stadt- und Kreisrat sowie Bezirkstagskandidat Ludwig Spirkl, MdL Markus Rinderspacher und MdL Günther Knoblauch

Erharting - Am 8. November begeht Bayern ein großes Jubiläum – 100 Jahre Freistaat Bayern, ausgerufen durch den unabhängigen Sozialdemokraten Kurt Eisner.

Das hat der SPD-Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch zum Anlass genommen Vertreter aus Vereinen, Verbänden, Behörden, Wirtschaft. Gewerkschaften, Ehrenamt und Kommunalpolitik zum Empfang „100 Jahre Freistaat - Zukunft in Bayern“ einzuladen.

120 Teilnehmer verfolgten das Impulsreferat des Fraktionsvorsitzenden der BayernSPD im Landtag Markus Rinderspacher am Montagabend beim Pauliwirt in Erharting.

Kurt Eisner rief den Freistaat Bayern aus

Rinderspacher lies die Ereignisse der Nacht vom 7. auf den 8. November 1918 Revue passieren, als im Zuge der größten Demonstration auf bayerischen Boden über 100.000 Menschen auf der Theresienwiese ein München das Ende des 1. Weltkriegs und das Ende der Monarchie in Bayern forderten. In dieser Nacht rief Kurt Eisner in einer unblutigen Revolution den Freistaat Bayern aus. Er führte in den Folgejahren die Bayerische Verfassung, das allgemeine Wahlrecht auch für Frauen und viele weitere demokratische Errungenschaften ein, die Bayern bis heute prägen. Vieles, was heute selbstverständlich erscheint, wurde unter maßgeblicher Mitwirkung von Sozialdemokraten errungen“, betonte Heimatabgeordneter Günther Knoblauch.

Heute ist die Demokratie in Bayern zwar institutionell gefestigt, führte Rinderspacher weiter aus, aber brüchig. „Dass es aber immer mehr Menschen gibt, die nicht mehr zur Wahl gehen, muss uns mit Sorge erfüllen - über alle Parteigrenzen hinweg“, betonte er. Hauptgrund in seinen Augen: Dass die Volksparteien die Fragen, die die Menschen bewegen nicht richtig beantworten können, da es ihnen nicht gelingt genügend Aufmerksamkeit für ihre Programminhalte herzustellen.

Mehr Demokratie wagen

Um die Menschen wieder für Demokratie zu begeistern, sei es in erster Linie wichtig, wieder mehr Demokratie zu wagen. Die Bürger regelmäßig anzuhören und eine echte Volksbefragung einzuführen, wie es die SPD seit langem fordere. Zudem müsse die Demokratie dort gestärkt werden, wo sie stattfindet, in den Kommunen. Der Wettstreit zwischen Regierung und Opposition links und rechts der Mitte muss wieder stattfinden, begleitet von einer starken 4. Gewalt, von Medien, die über Inhalte berichten, statt über Sympathiewerte. Aber auch wenn die Parteien zu ihren Wurzeln, als Initiatoren inmitten der Gesellschaft zurückkehren, können sie es nicht alleine richten, so

Rinderspacher. „Jeder ist gefordert, sich zur Demokratie zu bekennen.“

Demokratie hinaustragen

In der anschließenden Diskussion beantworteten Markus Rinderspacher und Günther Knoblauch fragen rund um Demokratie aber auch zu Themen, die die Menschen vor Ort bewegen, wie Pflege oder die Koalitionsverhandlungen in Berlin. „Ich wünsche mir“, betonte Günther Knoblauch, „dass Sie diese Diskussion darüber, was Demokratie ist, hinaustragen in Ihre Vereine, Unternehmen und an ihre Stammtische.“

Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch

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