Energieausweis fürs Gastgeberhaus

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Seit der Energiesparmesse besitzt nun auch das Haus der Kultur einen Energiesparausweis. Miss Waldkraiburg Olga Borher befestigt ihn neben dem großen Saal.

Waldkraiburg (ma) -  Die Organisatoren der fünften Energiesparmesse ziehen Bilanz: 40 Aussteller und Berater konnten intensive Gespräche mit Interessierten führen.

Was haben Gerd Ruchlinski, Harald Jungbauer, Martin Kalleder, Dr. Jörg Kern, Johannes Keßner, Klaus Leukert, Karl Wallner, Wolfgang Weinbauer, Markus Stern und Harald Sellgarth gemeinsam? Sie sind Mitglieder im Agenda-Arbeitskreis Natur und Umwelt.

Dieser Arbeitskreis hat am Wochenende bereits zum fünften Mal eine Energiesparmesse im Haus der Kultur auf die Beine gestellt.

"Wir wollten beweisen, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen", nennt Gerd Ruchlinski die Beweggründe für diese Messe. Dieses Vorhaben ist wieder eindrucksvoll in die Tat umgesetzt worden: Rund 40 Aussteller zeigten, auf welch vielfältige Weise Energie in vielen Bereichen eingespart werden kann. Fachlich fundierte Vorträge zum Thema Energie sparen lockten zahlreiche Zuhörer in die Black Box und viele Besucher kamen ins Haus der Kultur, um sich vor Ort beraten zu lassen.

"Die Firmen waren äußerst zufrieden, sie haben viele intensive Gespräche führen können", gab Ruchlinski den Tenor der Aussteller wieder. Dabei kann sich der Arbeitskreis auf die Fahnen heften, dass er erneut einen guten Firmen- und Produktmix zusammengestellt hat. Dieser sorgt dafür, dass eben auch genügend interessierte Besucher kommen, die sich fachlich kompetent beraten lassen wollen. Und auch bei der Resonanz der Besucher zeigte sich Ruchlinski "sehr zufrieden".

Man habe eine Spezialmesse, bei der natürlich nicht die Menschenmassen ins Haus der Kultur kommen. Aber diejenigen, die am Samstag und Sonntag vorbeigeschaut haben, haben das gezielt gemacht, um sich Informationen zu holen. Ein Zugpferd war in diesem Jahr die so genannte "Regionale Öko-Insel". Der Agenda-Arbeitskreis hatte sechs Firmen aus der Region gefunden, die gezeigt haben, dass Klimaschutz auch beim Essen und Trinken nötig und möglich ist.

"Damit haben wir viele Menschen angesprochen, die sonst vielleicht gar nicht gekommen wären", sagte Gerd Ruchlinski. Die sechs beteiligten Firmen stellten einen regionalen Ökoteller mit regional und ökologisch erzeugten Lebensmittel zum Probieren und Genießen zusammen. Er wurde für vier Euro verkauft, der Erlös kommt dem Waldkraiburger Kinderhilfsfonds zugute. 400 Euro wurden hier "eingesammelt". Ebenfalls sehr gut angekommen sind die wertvollen Tipps und Anregungen zum Energiesparen im Haushalt, mit denen Umwelt und Geldbeutel des Einzelnen geschont werden kann.

Ein positiver Nebeneffekt der Energiesparmesse war, dass das Haus der Kultur jetzt auch einen Energieausweis besitzt. "Wir können so eine Messe nicht in einem Haus ohne Energieausweis organisieren. Das passt nicht zusammen", so Ruchlinski. Dabei zeigte sich dann, dass das Haus der Kultur im Bereich Strom ganz gut aufgestellt ist, im Bereich Wärme allerdings Handlungsbedarf bestehe. Bei der Eröffnung der Messe am Samstag Vormittag sagte Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika, dass die WSGW bereits an einem entsprechenden Konzept arbeite. Er bedankte sich zugleich beim Agenda-Arbeitskreis für dessen Engagement.

Mit der Energiesparmesse zeige der Arbeitskreis immer wieder, dass Umweltschutz und Energie einsparen nicht nur theoretische Ideen sind. Klika nutzte auch gleich die Gelegenheit, drei Aussteller zu ehren, die bereits von Anfang an bei der Energiesparmesse dabei sind: Robert Füger, Reiner Greif und Klaus Renno.

hsc/Mühldorfer Anzeiger

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