Das Ende der Schwarzbauten

+
Die Bäume entlang der Hangkante des Industriegebiets verbergen weitgehend die Verstöße gegen den Bebauungsplan. Jetzt soll eine Änderung der bestehenden Regeln die Schwarzbauten legalisieren.

Mühldorf - Für Schwarzbauten, Gebäude und Anlagen auf Grünflächen und Verstöße gegen den Bebauungsplan im Industriegebiet Nord will die Stadt nachträglich Baurecht schaffen.

Das hat der Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Damit kommt er zum einen den Wünschen ansässiger Firmen nach und setzt zum anderen eine Forderung des Landratsamts um, das keine Möglichkeit mehr sieht, Ausnahmegenehmigungen zu erteilen.

In der Vergangenheit haben laut Bürgermeister Günther Knoblauch verschiedene dort ansässige Firmen mit Neu- und Erweiterungsbauten ihre Baugenehmigungen deutlich überschritten. Betroffen sind davon Abstände zu den Nachbarn aber auch die Hangkante, die das Industriegebiet mit einem Grünstreifen südlich begrenzt.

Weitere Firmen, so Knoblauch vor dem Stadtrat, wollen in naher Zukunft rund um ihre jetzigen Standorte erweitern. Das zu erlauben sei nur über einen geänderten Bebauungsplan möglich. Über die nachträgliche Legalisierung von Schwarzbauten biete eine Änderung die Möglichkeit, durch Erweiterungen im bestehenden Industriegebiet Flächen in anderen Bereichen zu sparen. Die Kosten für die Änderungen müssen nach Angaben Knoblauchs die betroffenen Firmen tragen.

Gegen Oskar Rau (Grüne), der zwischen den Grundstücken Ausgleichsflächen für den kleiner werdenden Grünstreifen an der Hangkante forderte, stimmten alle Stadträte der Aufstellung eines Bebauungsplans zu.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser