Im Einsatz für den Bürger

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Gratulierten ihrer Vorsitzenden Klara Maria Seeberger (Fünfte von links) zum 20-jährigen Dienstjubiläum: Ingrid Kellner (von links), Sabine Groß, Christine Fuchs, Karl-Heinz Buchner, Bürgermeister Günther Knoblauch, Helga Rösner, Barbara Suhrer, die Stadträte Rainer Schratt und Georg Gafus, Eva Richter und Marianne Zollner.

Mühldorf - „Das Paradestück ist das Haus der Begegnung“ - Auf der AWO-Jahreshauptversammlung lobte Bürgermeister Günther Knoblauch den Ortsverein und seine Einrichtungen, die überregional bedeutend seien.

Überregional bedeutende Einrichtungen, die von den Bürgern gerne anerkannt und angenommen werden, seien die Einrichtungen der AWO in Mühldorf, sagte Bürgermeister Günther Knoblauch bei der Jahreshauptversammlung des AWO-Ortsvereins: "Das Paradestück ist das Haus der Begegnung", lobte er. Getragen werde diese Arbeit, die dazu beitrage, dass Mühldorf bei Kinder- und Familienpolitik stets vorbildlich sei, von Ehrenamtlichen, die ihre Freizeit einsetzen, um anderen zu helfen, lobte er.

Für 20 Jahre ehrenamtlichen Einsatz wurde die AWO-Ortsvorsitzende Klara Maria Seeberger ausgezeichnet, ihre Vorstandskollegen und Mitglieder gratulierten mit Rosen, Torte und Sternwerfern. Mit ihrer "Jetzt-erst-recht"- Einstellung habe Seeberger viel dazu beigetragen, die Einrichtungen der AWO aufzubauen, sagte die Leiterin des Haus der Begegnung Marianne Zollner.

In ihrer Amtszeit habe der Bezirksverband 1992 das Haus der Begegnung einer anderen, einträglicheren Nutzung zuführen wollen. Seeberger hat das mit unermüdlichem Einsatz und der Hilfe vieler Mühldorfer Bürger zu verhindern gewusst. Sie hat die Kinderbetreuung für die Unter-Dreijährigen auch gegen Widerstand in den eigenen Reihen ausgebaut, sie hat den Mobilen Familienservice aus der Taufe gehoben, den Kinderhort in seiner heutigen Form gegründet und ist seit zwei Jahren überdies Leiterin des Seniorenclubs, zählte Zollner nur einige der Verdienste Seebergers auf.

Der AWO-Ortsverein hat derzeit 100 Mitglieder, sagte Klara Maria Seeberger anschließend in ihrem Jahresbericht. "Wir bräuchten endlich wieder ein paar Junge", rief sie zu mehr Engagement auf, so habe etwa die Herbstsammlung mangels Sammler entfallen müssen. 25 Mitarbeiter werden in Vollzeit in den verschiedenen Einrichtungen der AWO beschäftigt. Highlight des Jahres sei der Besuch von Sozialstaatssekretär Markus Sackmann sowie die Selbsthilfeausstellung im Foyer des Kreiskrankenhauses gewesen.

Auch der Glückshafen am Volksfest habe dank 383 ehrenamtlicher Arbeitsstunden der Verkäufer, Vorstand nicht mitgezählt, dazu beigetragen, die Vereinskasse aufzubessern. Allerdings brauche der Stand 2011 wegen eines Wasserschadens ein neues Dach.

Die Leiterin des AWO-Kinderhorts Ingrid Kellner stellte das abgelaufene Hort-Jahr vor. 40 Kinder werden derzeit von ihr, zwei Erziehern, zwei Kinderpflegern, eine Hauswirtschafterin und Praktikanten betreut. Marianne Zollner gab einen Überblick über das abgelaufene Jahr im Haus der Begegnung mit Mehrgenerationenhaus und Selbsthilfegruppen, Klara Maria Seeberger informierte über die 24 Treffen und drei Ausflüge des Seniorenclubs.

Über die Arbeit von ISIS, dem Integrationsprojekt für Familien mit Migrationshintergrund berichtete Renate Angermann. Seit 2010 gehört ISIS organisatorisch zum Haus der Begegnung, so werde den Mitarbeitern viel Verwaltungsaufwand abgenommen. 60 Kinder werden derzeit bei den Hausaufgaben betreut, so Angermann. Im kommenden Jahr soll diese Förderung mittels Spenden auf Kinder im Kindergartenalter ausgedehnt werden. Daneben organisiere ISIS regelmäßig Kochveranstaltungen mit türkischen und deutschen Frauen, die viel zum gegenseitigen Verständnis beitragen, erklärte Angermann.

Um die Integration von Frauen am ersten Arbeitsmarkt, um Schulbegleitung behinderter Kinder und Begleitung Demenzkranker und ihrer Angehöriger geht es beim Mobilen Familienservice MOFA hauptsächlich, informierten Christine Fuchs und Hedy Schratt über die Arbeit der drei MOFA-Teams. In Zusammenarbeit mit der ARGE sei es gelungen, 80 Prozent der vermittelbaren Frauen wieder am Arbeitsmarkt oder in einer Ausbildung unterzubringen. Diese Arbeit soll 2011 weitergeführt werden, allerdings in geringerem Umfang, da die Mittel der ARGE gekürzt worden seien, so Fuchs. 118 Familien seien im Haushalt unterstützt worden, 29 bei der Betreuung von Senioren, acht Demenzkranke wurden im Alltag betreut sowie vier behinderte Kinder in der Schule. Dazu hat MOFA wieder das Ferienprogramm im Haus der Begegnung organisiert und 380 ehrenamtlichen Arbeitsstunden für die Spielstube und den Hort investiert.

Schatzmeisterin Barbara Suhrer trug den Kassenbericht vor: knapp 27.000 Euro Einnahmen stehen knapp 24 000 Euro an Ausgaben gegenüber. Spenden seien 2009 an den Ortsverein keine eingegangen, es werde mittlerweile mehr an die Einrichtungen direkt gespendet. Revisor Bernd Seeberger bescheinigte seine einwandfreie Kassenführung und schlug die Entlastung der Vorstandschaft vor. Dem stimmten die Mitglieder einstimmig zu. "Wir werden uns auch 2011 wieder in vollem Umfang engagieren", versprach Vorsitzende Klara Maria Seeberger.

nl/Mühldorfer Anzeiger

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