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Nie den Mut verloren

Ein Unternehmer und Rebell wird 80 und blickt auf ein bewegtes Leben mit Höhen und Tiefen

Viele Weggefährten gratulierten Peter Grundner zu seinem Geburtstag.
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Viele Weggefährten gratulierten Peter Grundner zu seinem Geburtstag.

Peter Grundner aus Steinkirchen feierte am 13. September mit Familie, Freunden und Vereinsvertreten sein rundes Jubiläum.

Obertaufkirchen– Der Steinkirchner Unternehmer Peter Grundner hat Grund zum Feiern. Der rührige Unternehmer wurde am 13. September 80 Jahre alt.

Bürgermeister Franz Ehgartner gratulierte herzlich. Gefeiert wurde mit der Familie und mit Freunden. Viele Vereinsvorstände waren darunter. Peter Grundner ist nicht nur ein umtriebiger Geschäftsmann, sondern auch in seiner knappen Freizeit immer rührig und in Ehrenämtern tätig gewesen.

Er war Mitglied des Gemeinderates, außerdem Mitglied bei den Sportschützen. Dort schaffte er es bis zum Gaumeister im Landkreis Mühldorf in der Disziplin Luftpistole. Er war Vorsitzender beim Krieger- und Reservistenverein Obertaufkirchen, bei vielen anderen Vereinen und unterstützte weitere Vereine finanziell. In Steinkirchen geboren und aufgewachsen, ging er mit sechs Jahren dort zur Volksschule.

Beim Tanzen hat‘s gefunkt

Danach begann er seine Lehre bei Schmied Andreas Kronberger in Steinkirchen und machte einen hervorragenden Abschluss nach drei Jahren Lehrzeit als Huf- und Wagenschmied – der Letzte seiner Art im Landkreis Mühldorf. Er war bei verschiedenen Firmen tätig, darunter bei Sägewerk Obermeier in Schwindegg als Schlosser und bei der Firma Siemens im Werkzeugbau als Feinmechaniker.

Beim Tanzen lernte er seine Katharina kennen. 1968 heirateten sie. Gleich nach der Hochzeit machte er sich selbstständig und startete als Ein-Mann-Betrieb in der Klima- und Lüftungsbranche. 1969 meldete er sein Geschäft mit wenigen Mitarbeitern an. Mit der Betriebsgründung startete eine Erfolgsgeschichte für die Inhaber Peter Grundner und seine Frau Katharina. Über die Jahre wuchs die Firma schnell und erfolgreich. Mehrere Hallen wurden angebaut, um die Kapazitäten immer weiter auszubauen. Eine biologische Kläranlage finanzierte Grundner selbst.

Alle Ideen waren für ihn nicht umsetzbar

Die Firma wuchs auf 300 Mitarbeiter, schließlich auf 500 Mitarbeiter an. Er entwickelte innovative Produkte, die aber nicht umgesetzt werden konnten wegen Platzmangel und fehlender Genehmigungsverfahren. „Produkte, die die Konkurrenz heute noch erfolgreich vertreibt“, erzählt er. Zu seinen Kunden gehörten die „Großen“ - MAN, Siemens, Mercedes, BMW, VW sind nur Beispiele. In seiner Firma wurden Bauteile für die Chipindustrie mit entwickelt und vertrieben.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf

1987 traf ihn ein Schicksalsschlag. Er kam mit seiner Frau von einer Feier, als er überfallen wurde. Die Einbrecher wollten Geld und fesselten die beiden, schlugen ihn und bedrohten ihn mit der Schusswaffe. Sie lagen gefesselt im Keller und seiner Frau gelang es erst, sich zu befreien und dann ihn. Glücklich wurden sie wieder, als ihre beiden Töchter, die Zwillinge, geboren wurden. Sie sind inzwischen groß und selbst verheiratet und ein Enkelkind macht Peter Grundner viel Freude. Ein weiterer Schicksalsschlag traf ihn, als die Firma durch neue Produkte große Verluste einfuhr. Heute, mit 80 Jahren, führt er Montas-Metalltechnik als kleinen Betrieb weiter. Einen Teil aus dem früheren Programm der Klima- und Lüftungstechnik produziert er weiterhin. Auch Katharina Grundner ist noch im Büro tätig. Ausflüge nach Rosenheim oder Österreich in die Berge machen sie gerne.

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