Ehrenamtskarte wird eingeführt

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Mühldorf - Der Landkreis beteiligt sich an der Einführung der "Bayerischen Ehrenamtskarte". Das hat der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung ohne Gegenstimme beschlossen.

Die Betreuung soll die Freiwilligenagentur "Ehrensache" übernehmen.

Der Freistaat möchte mit einer befristeten Förderung von zwei Jahren den Landkreisen die Teilnahme an einer flächendeckenden, einheitlichen "Ehrenamtskarte Bayern" ermöglichen. Diese Karte soll ein Instrument der Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements sein.

Mit dieser Karte erhalten die Bürger Vergünstigungen des Freistaats zum Beispiel in staatlichen Museen, Schlössern oder bei der Seeschifffahrt. Welche Vergünstigungen die einzelnen Landkreise oder Kommunen den Besitzern der Ehrenamtskarte gewähren, liegt in deren eigenem Ermessen.

Der Freistaat Bayern bietet den Landkreisen als einmalige Pauschale 5000 Euro an. Dieser Betrag soll für die organisatorische Bewältigung des Verwaltungsaufwandes verwendet werden. Die Kosten für den Druck der Karte übernimmt ebenfalls der Freistaat.

Landrat Georg Huber teilte in der Kreisausschusssitzung mit, dass bisher 18 der 31 Kommunen im Landkreis die Einführung der Karte befürworteten.

Anton Sterr (CSU), Richard Fischer (SPD), Cathrin Henke (Grüne), Ilse Preisinger-Sontag und Siegfried Höpfinger (beide CSU) sprachen sich für die Einführung der Karte aus. "Wir werden in den kommmenden Jahren noch mehr bürgerschaftliches Engagement in unserer Gesellschaft benötigen. Diese Anerkennung der Leistung von Ehrenamtlichen sollten wir übernehmen", erklärte Henke. Höpfinger sprach sich für die Einbindung der Wirtschaft aus.

Landrat Huber betonte, dass die Ehrenamtskarte nicht allein für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren eingeführt worden sei, sondern allen ausgestellt werde, die sich ehrenamtlich engagieren.

Für Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch sollte bei der Einführung schon klar sein, welche Vergünstigungen angeboten würden. "Wenn wir verbilligte Eintrittskarten für das Freibad, das Hallenbad und das Eisstadion den Ehrenamtlichen anbieten, dann ist das eine versteckte Gewinnausschüttung unserer Stadtwerke, die die Stadt wieder finanzieren muss. Ich habe aber kein Problem, die Leistung der Ehrenamtlichen zu würdigen."

Huber schlug dem Kreisausschuss vor, die Verwaltung der Ehrenamtskarte der Freiwilligenagentur "Ehrensache" zu übertragen. Die Festbetragsförderung in Höhe von 5000 Euro würde dann vom Landkreis an die Agentur abgetreten, dadurch entstehende höhere Personalkosten im Rahmen von fünf Wochenstunden werden ebenfalls übernommen.

Jeder Ehrenamtliche, der die bayernweit geltenden Voraussetzungen erfüllt, erhält eine Ehrenamtskarte.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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