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Nach dem Ende des Lockdowns

Durch Corona nicht faul geworden - Kinder kehren in Mühldorfer Sportvereine zurück

Glückliche Gesichter und durch Corona nicht faul geworden: Die Kinder des Kunstturnleistungszentrums dürfen wieder an Barren und Reck. Viele Befürchtungen über haben.
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Glückliche Gesichter und durch Corona nicht faul geworden: Die Kinder des Kunstturnleistungszentrums dürfen wieder an Barren und Reck. Viele Befürchtungen über haben.

Die Sorge bei vielen war groß: Finden Kinder wieder Freude am Sport, wenn der Corona-Lockdown vorüber ist? Während fast alle Jungen zurückgekehrt sind, bleibt eine andere Gruppe lieber zu Hause.

Mühldorf – Ganz still war es im Kunstturnleistungszentrum (KTLZ) des TSV Mühldorf nie. Denn die Sportler des Leistungsbereichs, die im Bayern- oder Deutschlankader unterwegs sind, durften auch während der Corona-Zwangsschließungen weiter trainieren. Schließlich steht die Olympia-Qualifikation an.

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Seit gut einer Woche aber ist es in der TSV-Halle deutlich lauter geworden, quietschen die Stangen von Reck und Barren häufiger, ist immer wieder der Klatschen des Aufpralls zu hören, wenn ein Turner auf einer der Matten landet. Es sind die zurück, die mehr als ein halbes Jahr nicht trainieren durften, 30 Kinder und Jugendliche an der Zahl.

DIe Jungen kommen, die Alten bleiben weg

Werner Klöpper, Chef des KTLZ vermisst einige: „Wir haben Kinder verloren“, sagt der 65-Jährige, etwa ein Viertel kommen nach Ende des Lockdowns nicht mehr. Kein Wunder, denn für die Mischung aus hohen technischen und körperlichen Anforderungen beim Turnen und der schnellen Veränderungen bei Kindern und Jugendlichen ist die lange Trainingspause Gift. „Wenn man ein halbes Jahr aussetzt, ist das in dem Alter nicht aufzuholen.“

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Trotzdem ist Klöpper optimistisch gestimmt. „Die Kinder stehen vor der Tür, um sich neu anzumelden, Leute rufen ständig an“, sagt der Leiter des KTZL.

Immer wieder haben in den vergangenen Wochen Politiker oder Vereinsvertreter die Sorge geäußert, Kinder und Jugendliche könnten sich vom Sport abwenden.

Fast alle sind wieder da

Die ersten Erfahrungen Mühldorfer Vereine bestätigen das nicht. „Es ist ganz erfreulich und gut angelaufen“, sagt Robert Salzberger, der dem FC Mühldorf vorsteht. „Bisher haben wir keinen großen Mitgliederschwund.“ Mit großer Freude seien die 320 Kinder und Jugendliche in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. „Alle sind sehr, sehr froh, dass sie wieder rauskönnen.“

Ob die lange Trainingspause allerdings zu Einschränkungen bei den Fähigkeiten der jungen Kicker geführt hat, lässt Salzberger offen. „Das kann man noch nicht sagen“, betont er. Darüber werde er aber in der kommenden Woche bei einem Treffen der Trainer sprechen.

Trainingsrückstand bei Erwachsenen

Bei den Erwachsenen hat Salzberger dagegen einen gewissen Coronatrainingsrückstand bemerkt: „Da sieht man bei dem einen oder anderen am Bauch etwas“, berichtet er vom ersten Herrentraining.

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Weg bleibt eine ganz andere Gruppe. „Senioren über 80 Jahren sind weniger geworden“, sagt Christine Wagner, stellvertretende Vorsitzende des Post SV, nachdem die Angebote bei dem Mühldorfer Verein wieder laufen. „Nach eineinhalb Jahren Pause können sie sich offensichtlich weniger motivieren.“

Wunsch auf Wettkämpfe mit Zuschauern

Die jüngeren der 300 Mitglieder sind dagegen zurück und mit Begeisterung dabei. „Alle sind glücklich und zufrieden.“

Wie immer in Corona-Zeiten gibt es ein Aber. Das betrifft aktuell Wettkämpfe oder Fußballspiele. Denn Zuschauer dürfen laut FC-Chef Salzberger nur kommen, wenn sie Sitzplätze haben. Und das ist auf den vielen kleinen Fußballplätzen in der Region nicht gegeben. Die Turner dürfen unterhalb der Kaderebene noch gar nicht zu Wettbewerben ans Gerät.

Olympia-Quali wegen Verletzung verpasst

Auch nicht der Spitzenmann des Kunstturnleistungszentrums. Alexander Maier muss auf die Qualifikation für Olympia wegen einer Schulterverletzung absagen. „Er hätte gute Chancen gehabt“, sagt Klöpper über den 26-Jährigen. Seine positive Stimmung des Neuanfangs nimmt der Turner-Chef aber auch in dieser Frage mit: „Die nächsten Olympischen Spiele sind ja schon in drei Jahren.“ Und mit 29 könnte Maier dann vielleicht doch noch mitmischen.

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