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Um Mitternacht

„Donnerschlag und Herzrasen“: Was passiert mit dem Mößlinger Mammutbaum nach dem Blitz-Einschlag?

Martha Sabold in ihrem Garten vor der abgebrochenen Baumspitze. Ein Blitz hat ihren Mammutbaum um fünf Meter kürzer gemacht.
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Martha Sabold in ihrem Garten vor der abgebrochenen Baumspitze.

Der bisher 38 Meter hohe Mammutbaum von Martha Sabold ist neben dem Kirchturm von Mariä Himmelfahrt das Wahrzeichen Mößlings.

Mühldorf – So unsanft wurde Martha Sabold selten geweckt: In der Nacht von Montag auf Dienstag (28. Juni) tobte ein Gewitter über der Kreisstadt.

Urplötzlich gab es einen Riesenlärm, ihr Mammutbaum im Garten war vom Blitz getroffen worden. Martha Sabold: „Ich bin durch einen Donnerschlag aufgewacht und hatte Herzrasen. Von einem Fenster aus hab ich in meinen Garten geschaut, aber nur bemerkte, dass nichts brannte.“

Kleiner Setzling wurde 38 Meter hoch

Erst am nächsten Morgen habe sie das ganze Malheur gesehen: „Durch den Blitzeinschlag war die Spitze unseres Mammutbaums abgebrochen.“ Nachbar Walter Liebhart wurde ebenfalls durch den Blitzschlag geweckt, schaute in den Nachbargarten und sah die Baumspitze am Boden liegen. Auch Claudia Schubert, eine andere Anwohnerin, bekam den Blitzschlag mit. Sie hatte Angst vor einem größeren Schaden, da ihre Garage an den Garten von Martha Sabold grenzt. Das Ganze ging aber nach dem Motto „Glück im Unglück“ aus, die Schubertsche Garage blieb verschont.

Der Mammutbaum von Martha Sabold ist neben dem Kirchturm von Mariä Himmelfahrt das Wahrzeichen Mößlings. „Mein verstorbener Mann Anton hat von 1960 bis 1970 als Gärtner und Hausmeister in der Stiftung Ecksberg gearbeitet“, erzählt sie. „Die hatte Setzlinge von Sequoia-Mammutbäumen erhalten und eingepflanzt.“ Wegen anstehender Bauarbeiten – ein Steg sollte gebaut werden – mussten die Bäumchen versetzt werden. „Mein Mann nahm eine der Mammutpflanzen mit nach Hause und pflanzte sie in unserem Garten ein. Ich wusste nicht, dass daraus so ein Riesenbaum werden würde“.

Zwei Mößlinger Wahrzeichen: Der Kirchturm und der Mammutbaum.

Mittlerweile misst der Baum geschätzte 38 Meter an Höhe, er ist etwas niedriger als der Mößlinger Kirchturm, der es auf 42 Meter bringt. Sein Umfang beträgt 3,95 Meter, der Durchmesser 1,25 Meter.

Martha Sabold vermutet, dass der Mammutbaum in ihrem Garten optimale Wachstumsbedingungen hatte, um diese stattliche Höhe zu erreichen. Die in Ecksberg verbliebenen Mammutbäume stehen relativ eng aneinander und konnten sich nicht so gut wie ihr Exemplar entwickeln.

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Der Schreck aus der Gewitternacht hat sich bei ihr inzwischen gelegt. Nur das Telefon funktioniert seit dem Blitzschlag nicht mehr. Mittlerweile ist ihr Sohn Anton Sabold Junior mit der Motorsäge gekommen. Er hat die etwa fünf Meter lange Baumspitze in Stücke gesägt, die er auf seinen Anhänger verladen und abtransportiert hat.

Ob der vom Blitz beschädigte Baum erhalten werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Das müssen in den nächsten Wochen Fachleute klären.

100 Meter hohe Bäume

Nordamerikanische Mammutbäume der Art „Sequoia sempervirens“ oder Küstenmammutbaum können mehr als 100 Meter hoch werden. In der kalifornischen Küstenregion stehen auch die aktuellen Rekordhalter wie der 112 Meter hohe „Tall Tree“ im Redwood National Park. Die Mammutbäume sind eine Unterart der Zypressen. Sie sind Tief- beziehungsweise Pfahlwurzler, wachsen in die Breite und können sehr alt werden.Quelle: Wikipedia

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