Römersiedlungen in Mühldorf?

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Mühldorf - Das Landesamt für Denkmalpflege untersucht derzeit die Baustelle in Mühldorf Nord. Es werden Siedlungsbefunde aus der Römerzeit vermutet.

"Es handelt sich hier um eine Verdachtsfläche", erklärt Archäologin Barbara Muhle von der Firma "dig it company", die im Auftrag des Landesamtes für Denkmalpflege die Baustelle in Mühldorf Nord nördlich der Hauptschule untersucht. Mit einem Bagger wird die Humusschicht abgetragen, in der sogenannten "Rotlage" darunter sucht die Archäologin nach Verfärbungen, die ein Hinweis für Löcher sein können. "Die Löcher können ein Zeichen dafür sein, dass hier Pfosten in der Erde waren und es eine Siedlung gab."

Bis jetzt hat Muhle nur Scherben aus der Neuzeit entdeckt. "Ich glaube, es wird auch dabei bleiben", so die Fachfrau. Sollte sich doch noch ein geschichtlicher Fund auftun, müsste er aufgenommen werden. "Das ließe sich aber in zwei bis vier Tagen machen", meint Muhle.

Auf der Baustelle soll eine neue Wohnsiedlung entstehen. Die Erschließung, die über die Stadt und einen privaten Erschließer läuft, hat Anfang der Woche begonnen. Findet die Archäologin nichts, kann der Bau am Freitag wahrscheinlich schon wietergehen. Das Baugebiet reicht bis in eine Fläche, die laut dem Landesamt für Denkmalpflege ein Verdachtsgebiet für Bodendenkmäler ist. Diese sind im "Bayernviewer" rot eingezeichnet.

Hier geht´s zum Bayernviewer:

www.geodaten.bayern.de

Rubriklistenbild: © amu

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