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Kürzlich auch im Fernsehen vorgestellt

Darum geht es bei der Zukunftswerkstatt des Kreisjugendring Mühldorf

Jugendliche sollen bei der Zukunftswerkstatt des KJR Mühldorf die Einrichtung von Jugendbildungsräumen und deren Angebot aktiv mitgestalten (Symbolbild), berichtet Sophia Aigner, Pädagogische Mitarbeiterin und Ehrenamtskoordinatorin beim Kreisjugendring (KJR) Mühldorf. (rechts)
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Jugendliche sollen bei der Zukunftswerkstatt des KJR Mühldorf die Einrichtung von Jugendbildungsräumen und deren Angebot aktiv mitgestalten (Symbolbild), berichtet Sophia Aigner, Pädagogische Mitarbeiterin und Ehrenamtskoordinatorin beim Kreisjugendring (KJR) Mühldorf. (rechts)

Kürzlich erst war sie sogar im Fernsehen: Die Zukunftswerkstatt des Kreisjugendrings Mühldorf. Wir haben uns erkundigt, was konkret dahinter steckt.

Waldkraiburg - „Wir wollen den Jugendlichen im Landkreis die Chance bieten, neue Treffpunkte und Aktivitäten zu schaffen. Traditionell wurde so etwas vielerorts auf dem Land von den Vereinen abgedeckt, aber das ist nicht für jeden etwas. In vielen Gemeinden gibt es abseits davon keine Jugendzentren, die beschränken sich auf die Städte Waldkraiburg und Mühldorf. Angesichts dessen, wie der Öffentliche Nahverkehr derzeit aufgestellt ist, bringt das aber denjenigen, die nicht dort in der Nähe wohnen nur wenig“, berichtet Sophia Aigner, Pädagogische Mitarbeiterin und Ehrenamtskoordinatorin beim Kreisjugendring (KJR) Mühldorf, „Konkret sollen Jugendbildungsräume entstehen, wo dies von jungen Menschen gewünscht wird und diese auch bei der Programmgestaltung mitwirken.“

Darum geht es bei der Zukunftswerkstatt Mühldorf des Kreisjugendrings

„So sollen wieder vermehrt auch Rückzugsorte für Jugendliche geschaffen werden, wo sie sich außerhalb von Elternhaus und Schule kreativ beteiligen können.“ Kürzlich erst wurde das Projekt der „Zukunftswerkstatt Mühldorf“ auch im Rahmen der Gewinnzahlenpräsentation der Deutschen Fernsehlotterie in der ARD vorgestellt. Denn das Mitmachprojekt für Jugendliche und junge Erwachsene wird von dieser mit 87.000 Euro gefördert. 

An wen kann ich mich wenden, wenn ich mich beteiligen will?

Ansprechpartnerin ist Sophia Aigner, Pädagogische Mitarbeiterin und Ehrenamtskoordinatorin beim Kreisjugendring (KJR).

Zur erreichen ist sie telefonisch unter 08638/ 884280 oder per Mail an aigner@kjr-muehldorf.de

„Es sollen keine klassischen Jugendzentren entstehen, sondern alles soll nur mit der Beteiligung der Jugendlichen geschehen“, führt Aigner weiter aus, „Gerade bei den Bildungsangeboten ist grundsätzlich alles mögliche vorstellbar. Ein Graffiti-Workshop? Klar! Selber Möbel bauen? Warum nicht!“ So sollten nicht nur Angebote geschaffen werden, welche die jungen Menschen auch wirklich wollen und ihren Interessen entsprechen, sondern gleichzeitig auch frühzeitiges Engagement in der Gemeinschaft gefördert werden. „Viel zu viele Jugendliche fühlen sich machtlos und ungehört in unserer Gesellschaft. Das hat sich in der Pandemie noch einmal verstärkt, als immer wieder über statt mit ihnen geredet wurde.“

Gars‘ Bürgermeister Otter: Angebote von Jugendliche für Jugendliche als Chance

„Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass es so auch zu einem sinnvollen Austausch mit der Kommunalpolitik kommt, damit diese wiederum die Chance hat, diejenigen Angebote für die Jugend zu schaffen, die diese auch will“, so Aigner, „Langfristig steigt so vielleicht auch die politische Beteiligung junger Menschen und in mancher Gemeinde entsteht beispielsweise vielleicht auch ein Jugendparlament.“ Auch Robert Otter, Bürgermeister von Gars am Inn zeigt sich angetan von dem Projekt: „Ich halte das für eine großartige Idee. In Gars gibt es leider schon seit vielen Jahren kein Jugendzentrum mehr. So kommt hoffentlich ein Angebot zustande, dass dann auch Anklang findet, weil es von den Jugendlichen selbst mit gestaltet und nicht von der Gemeinde beziehungsweise dem Gemeinderat ‚von oben herab‘ gestaltet wird.“

Gars‘ Bürgermeister Robert Otter vor dem Rathaus.

Ebenso sei Isolation daheim oder durch die sozialen Medien, sowie durch Computer- und Videospiele während der Lockdowns und Einschränkungen im Zuge der Corona-Maßnahmen ein größeres Problem geworden. „Auch Jugendarbeit an sich war schwierig bis unmöglich in dieser Zeit“, berichtet Aigner. „Noch im Februar durften wir teils nicht an den Schulen die nötigen Umfragen für unser Projekt auf den Pausenhöfen durchführen!“ Die aktuellen Lockerungen und der Auftritt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ließen hoffen, dass das Projekt nun wieder mehr Fahrt aufnehmen könne. „Es kann wirklich jeder mit einer Idee zu uns kommen, auch wenn sie vielleicht noch nicht zu 100 Prozent ausgearbeitet ist.“

hs

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