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Aktuelle Analyse und Langzeitvergleich

Corona-Zahlen im Sturzflug - vor allem in diesen fünf Kommunen im Kreis Mühldorf

Mit den Corona-Zahlen geht es jetzt auch im Landkreis Mühldorf rasant nach unten. In welchen Gemeinden die Werte der Neuinfektionen besonders stark fallen, zeigt unsere aktuelle Analyse.

Landkreis Mühldorf - Alle Kennzahlen bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus deuten im Landkreis Mühldorf momentan in die richtige Richtung. 2076 „aktive“ Fälle waren am Freitag (8. April) dem Landratsamt bekannt - das sind gut 1100 weniger als in der Woche zuvor, was wiederum den niedrigsten Stand seit Ende Januar bedeutet. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich wieder der Marke von 1000 an. Besonders erfreulich: Auch in ausnahmslos allen Kommunen im Landkreis sinken die Zahlen, nirgendwo gibt es eine Steigerung an Infizierten.

Zahlen fallen vor allem im Südwesten des Landkreises Mühldorf

Fünf Kommunen im Kreis Mühldorf können die Zahl ihrer „aktiven“ Corona-Fälle im Vergleich zur Vorwoche sogar mindestens halbieren: Rechtmehring von 76 Fälle auf 38, Maitenbeth von 64 auf 30, Haag von 122 auf 58, Kirchdorf von 33 auf zehn Fälle und Niederbergkirchen von 21 auf zwölf. Vor allem im Landkreis-Südwesten ist also ein besonderer Rückgang der Zahlen zu erkennen.

Zahl der aktiv Corona-Infizierten in den Kommunen des Landkreises Mühldorf, Stand 8. April.

Bei den absoluten Zahlen liegt weiterhin Mühldorf mit 425 „aktiven“ Fällen vor Waldkraiburg mit 393 und Ampfing mit 113 Fällen. Alle weiteren Orte im Landkreis Mühldorf sind dagegen wieder im zweistelligen Bereich. Es folgen Neumarkt-St. Veit (99) und Mettenheim (96). Vorige Woche waren noch ganze zehn Kommunen dreistellig. Im Verhältnis zur Einwohnergröße gibt es die meisten Corona-Infizierten in Zangberg (2,83 Prozent bzw. 32 Fälle), Mettenheim (2,72 Prozent bzw. 96 Fälle) und Heldenstein (2,63 Prozent bzw. 71 Fälle). Der Landkreis-Schnitt liegt bei knapp 1,8 Prozent.

„Aktive“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Mühldorf im Laufe der vergangenen Wochen.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 296 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. 27 Corona-positive Patienten aus dem Landkreis Mühldorf müssen derzeit in den heimischen Krankenhäusern behandelt werden - ein leichter Rückgang - davon drei auf der Intensivstation. 73,9 Prozent der Bürger im Landkreis sind zweitgeimpft, der Wert tritt nahezu auf der Stelle. 56,1 Prozent sind auch „geboostert“ - und: wie das Landratsamt vermeldet, haben 1339 Bürger auch schon eine zweite Auffrischungsimpfung, also die insgesamt vierte Spritze, bekommen.

xe

Rubriklistenbild: © Wikimedia hihiman

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