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Gelbes Heft bleibt Impfdokument

Digitaler Impfnachweis im Landkreis Mühldorf kommt

Der Landkreis Mühldorf setzt beim Impfnachweis auf die bundesweite und europäische Lösung.
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Der Landkreis Mühldorf setzt beim Impfnachweis auf die bundesweite und europäische Lösung.

Beim digitalen Impfnachweis setzt das Mühldorfer Landratsamt künftig auf die angekündigte bundesweite und europäische Lösung. „Wir setzen auf die einheitliche Lösung, die in allen Ländern Gültigkeit haben wird“, so Landrat Max Heimerl.

Mühldorf – Geimpfte und Genesene genießen bereits seit einiger Zeit mehr Freiheiten. Sie dürfen sich beispielsweise mit mehreren Menschen treffen und die Testpflicht entfällt für sie. Nach wie vor herrscht jedoch Unklarheit, wie Betroffene den entsprechenden Nachweis erbringen können. Personen gelten innerhalb von sechs Monaten nach der Infektion und ab 28 Tagen nach der Infektion als genesen.

Gelbe Heft beleibt Impfnachweis

Als Nachweis gilt ein positiver PCR Test. Rückwirkend stellt das Gesundheitsamt allen Genesenen entsprechende schriftliche Belege aus, die in dieser Woche den betroffenen Personen per Post zugeschickt werden. Diese Bescheinigungen erhalten nur Genesene, die beim Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn durch einen bestätigten PCR-Test positiv gemeldet wurden. Künftig erhalten die positiv Getesteten die Bestätigung automatisch mit den Quarantänebestätigungen.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier.

Genesene Personen, bei denen die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 länger als sechs Monate zurückliegt und die bereits eine Impfdosis gegen Covid-19 erhalten haben, werden vollständig geimpften Personen gleichgestellt. Als Nachweis dient hier das Impfdokument in Verbindung mit dem bereits genannten Nachweis über eine Infektion.

Als Impfdokument gilt nach wie vor das „gelbe Heft“, der internationale Impfpass. Ist zum Zeitpunkt der Impfung kein Impfpass vorhanden, so wird eine Impfbescheinigung ausgestellt. Diese wird ebenfalls als Nachweis einer vollständigen Impfung anerkannt.

Lesen Sie auch: Warum der gelbe Impfpass für Reisende so wichtig ist

Beim digitalen Impfnachweis setzt das Mühldorfer Landratsamt künftig auf die angekündigte bundesweite und europäische Lösung. „Wir setzen auf die einheitliche Lösung, die in allen Ländern Gültigkeit haben wird“, so Landrat Max Heimerl. Derzeit wird im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit eine EU-konforme Impfpass-App mit einem fälschungssicheren digitalen Impfnachweis entwickelt. Die flächendeckende Ausstellung soll bis Ende Juni möglich sein.

Der digitale Impfnachweis darf nur von autorisierten Personen in Impfzentren, Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern ausgestellt werden. Der EU-konforme digitale Impfnachweis soll Anfang 2022 in die elektronische Patientenakte eingebunden werden.

App speichert die Impfbescheinigung

Der digitale Impfnachweis wird dann von den Nutzern über eine App, die kostenfrei zum Download bereitgestellt wird, auf dem Smartphone gesteuert. Die App speichert die Impfbescheinigung lokal auf dem Smartphone. Technisch basiert der elektronische Impfnachweis auf einem signierten QR Code.

Der Code enthält die Daten des Impflings (Name, Vorname, Geburtsdatum) und der Impfung (Impfstoff, Datum, Erst-/Zweitimpfung) sowie die darauf bezogene fälschungssichere Signatur. Die geplante Umsetzung in Bayern sieht eine Ergänzung von BayIMCO um eine neue Website vor, auf der sich bereits Geimpfte durch persönliche Angaben authentifizieren können. Künftig sollen die Geimpften automatisch bei der Impfung einen elektronischen Nachweis ausgehändigt bekommen.

Bei Reisen genau informieren

Das „gelbe Heft“ gibt es auch weiterhin. Der digitale Impfnachweis ist laut Bundesgesundheitsministerium lediglich eine zusätzliche Möglichkeit, um Impfungen zu dokumentieren. Bis zur Einführung des digitalen Impfausweises kommt bis auf weiteres ausschließlich der Impfpass zum Einsatz. Dieser ist auch international anerkannt. Für Auslandsreisen empfiehlt es sich trotzdem, sich beim Auswärtigen Amt über die jeweils geltenden Bestimmungen zu informieren.

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