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Nach acht Jahren ans Gymnasium zurückgekehrt

Corona bewältigen – Neue Direktorin des Mühldorfer Gymnasiums blickt optimistisch aufs neue Schuljahr

Schulleiterin Christine Neumaier.
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Schulleiterin Christine Neumaier.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Sie ist keine Unbekannte: Cristine Neumaier stand schon früher im Ruperti-Gymnasium an der Tafel und unterrichtete. Jetzt ist sie nach acht Jahren Abwesenheit zurückgekehrt. Ihr neuer Arbeitsplatz steht im Direktorat.

Mühldorf – Wenn Neumaier aus dem Fenster ihres Chefinnenbüros schaut, sieht sie eine frisch renovierte Schule. Auf dem Schulhof tummeln sich Kinder. „Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin“, freut sie sich.

Denn die aufwendigen Umbauarbeiten, die das Schulleben über Jahre geprägt und beeinträchtigt haben, sind vorbei. Die Schule ist wie neu, sie kann sich jetzt auf anderes konzentrieren. „Der Landkreis kümmert sich sehr stark um seine weiterführenden Schulen“, zollt sie den Bemühungen der letzten Jahr Anerkennung. „Eine moderne Schule ist ein Genuss.“

Vom Lehrling zur Chefin

So kann Neumaier ihren Blick auf die inneren Werte des Hauses richten, auf das Angebot des Ruperti-Gymnasiums, auf den Unterricht, die Zusammenarbeit mit Lehrern und Eltern. Und auf die Ausbildung der Referendare.

Mit Referendaren arbeiten

Denn die sind einer der Gründe, warum die 50-Jährige nach acht Jahren als Direktorin in Trostberg zurück nach Mühldorf gekommen ist. An die Schule, an der sie einst selbst ihren Beruf erlernt hat.

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Das war 1997, zwei Jahre später schloss sie ihr Referendariat ab. Sie ging nach Traunreut, kehrte 2000 zurück nach Mühldorf, wurde Mitglieder der Schulleitung und schließlich Stellvertreterin.

Es folgte der Wechsel als Chefin nach Trostberg und jetzt die Direktorinnenstelle in Mühldorf. Neumaier hat zwei erwachsene Töchter, sie lebt zusammen mit ihrem Mann in Dorfen.

Ein halbes Jahr die Schule kennenlernen

Wenn sie in den kommenden Wochen ihren Blick aufs Innenleben der Schule wirft, soll das langsam geschehen. Ein halbes Jahr gibt sich die Schulleiterin, zum zu schauen, was da ist, Lehrer, Schüler und Elternbeirat kennenzulernen. „Ich habe kein Programm im Gepäck“, betont sie, stellt aber ein Signal auf: „Der Unterricht ist das Zentrale.“ Unter diesem Schwerpunkt gelte es die Schule weiterzuentwickeln.

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Das ist auch die Erwartung, die Landrat Maximilian Heimerl an die neue Direktorin hat: „Frau Neumaier wird an die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerin Frau Raith anknüpfen“, sagt er. „Ich wünsche ihr zum Einstieg, dass die Pandemiesituation einen dauerhaften Präsenzunterricht zulässt und sie sich, nach fast zwei Jahren mit Wechsel- und Distanzunterricht, nun Projekten für die lebendige und zukunftsorientierte Gestaltung des Schullebens widmen kann.“

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Neumaier selbst will die Pandemie nicht übermäßig viel Gewicht verleihen. „Wir haben immer Themen, die uns beschäftigen“, sagt sie, „jetzt ist es halt Corona.“ Sie ist sich aber sicher, dass die Bewältigung der Aufgaben möglich ist: „Wir haben eine gute Mannschaft, die sich auch an die Situation anpassen kann.“

Nicht in Panik verfallen

Sie gehe es gelassen an: „Es ist keinem geholfen, wenn das Führungspersonal in Panik verfällt.“

Das gilt auch für die Planung des Festakts zum 100-Jährigen im Oktober: Den plant ihre Schule, auch wenn die Corona-Regeln für diese Zeit noch nicht feststehen. „Aber so ein Jubiläum ist selten, das wollen wir feiern.“

Baustelle Ruperti: Die nächste Erweiterung ist bereits geplant

Das Ruperti-Gymnasium in Mühldorf war 2017 das erste Gebäude des Landkreises, das komplett saniert wurde. Schulhaus, Sporthallen, Schulhöfe, Grünflächen und Sportanlagen hat der sogenannte Sachaufwandsträger in drei Bauabschnitten erneuert. „Die Besonderheit lag in der Sanierung im laufenden Betrieb, ohne dass spezielle Ausweichcontainer oder Anmietungen beschafft oder getätigt werden mussten“, sagt dazu Landrat Maximilian Heimerl.

Zehn Jahre dauerten diese Sanierungmaßnahnmen. „Das Ergebnis ist optisch farbenfroh, modern und äußerst funktionell – ein Schulhaus, das den Schülerinnen und Schülern eine hervorragende Lernatmosphäre bietet“, betont Heimerl, der früher selbst Lehrer und Schulleiter war.

Jugendliche an Sanierung beteiligt

Nach seinen Angaben wurden in die Sanierung auch Schülerprojekte eingebunden. Die Jugendlichen bauten die Kräuterspirale, den Phänologischen Garten, den Sinnesgarten, übernahmen die Farbgestaltung im Flur des Musentrakts und die Kalligraphiekunst an der Außenseite der Gartenmauer zusammen mit dem Künstler Joachim Propfe. Die Sanierungskosten belaufen sich nach Angaben des Landratsamts auf 14,7 Millionen Euro, wobei es Zuschüsse in Höhe von knapp 4,3 Millionen Euro gab.

Weitere Vergrößerung geplant

Damit sind die Bauarbeiten aber nicht abgeschlossen. Um die Lernbedinungen zu verbessern, wird der Landkreis bis 2025 weitere 5,5 Millionen Euro in die Erweiterung und Aufstockung des Schulgebäudes nach Wiedereinführung des G 9 investieren.

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