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Cluböffnung ab Freitag: Das sagen Betreiber aus Mühldorf und Umgebung

„War mal wieder spannend bis zur letzten Minute ...“

Die letzte Party im „Sinners“ liegt einige Zeit zurück. Unser Bild stamt vom Februar 2020, als noch Fasching gefeiert wurde. Wenig später war Lockdown, nachdem die Pandemie Fahrt aufgenommen hatte. Ab Freitag sind die Türen wieder geöffnet.
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Eine Party im „Sinners“ in Mühldorf im Februar 2020.

Ab Freitagabend dürfen Clubs und Bars in Bayern wieder öffnen. Wir haben uns in Mühldorf und Umgebung umgehört, wie die Vorbereitungen laufen und wie die Betreiber die teils recht kurzfristigen Bekanntgaben der Vorschriften im Detail erleben.

Mühldorf am Inn/Töging am Inn - „Es war mal wieder spannend bis zur letzten Minute. Und die Umsetzung ist wieder einmal holprig“, seufzt Maximilian Kendlinger, Betreiber des Sinners-Club in Mühldorf am Inn. Vor drei Wochen war erstmals bekannt geworden, dass voraussichtlich zum 4. März Lockerungen kommen würden. „Aber das war es dann halt auch schon: Mehr als die grundsätzliche Aussage, dass wohl zu diesem Datum Lockerungen kommen würden, hatten wir erstmal nicht. Mei, wir sind das ja schon vom letzten Mal gewohnt, aber das sollte doch besser gehen?“ Ähnlich sieht es auch Thomas Wörl vom „Silo1“ aus Töging am Inn. „Es ist schon ärgerlich, dass die Details immer erst kurz vor der eigentlichen Öffnung bekanntgemacht werden.“

Cluböffnung ab Freitag: Das sagen Betreiber aus Mühldorf und Umgebung

Mit der Entspannung der Corona-Lage gehen in Bayern nun Lockerungen einher. Ab Freitag darf die gesamte Gastronomie neben 3G auch die 2G-plus-Regel für ihre Gäste anwenden. Diese zusätzliche Möglichkeit sei den erst am Mittwoch vom Kabinett beschlossenen Vorschriften am Donnerstag noch hinzugefügt worden, teilte die Staatskanzlei in München am Freitag mit. Nach der 3G-Regel dürfen Geimpfte, Genesene und auch negativ auf Corona Getestete Hotels, Restaurants, Bars und Kneipen besuchen. Sie müssen aber eine Schutzmaske tragen. Die Wirte können sich aber auch dafür entscheiden, nur Gäste zuzulassen, die geimpft oder genesen sind und zudem einen negativen Corona-Test vorweisen oder eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Dafür fällt dann die Maskenpflicht weg.

„Es zieht sich schon durch die gesamte Dauer der Pandemie, dass die Details, sei es bei Verschärfungen oder Lockerungen der Regeln, immer erst sehr, sehr kurzfristig bekanntgegeben werden“, stimmt dem auch Frank-Ulrich John, Geschäftsführer und Pressesprecher des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) zu. „Um unsere Mitgliedsbetriebe zumindest zeitnah bei Bekanntgabe der Änderungen informieren zu können, saßen wir mit unseren Rechtsexperten bis Spätnachts bereit, als die Bekanntgabe kam. Das wird übrigens in der Form bekanntgegeben ‚Paragraph XY entfällt‘ oder ‚Absatz Z ändert sich‘ - Man muss also die Änderungsfassung und den vorherige Vorschriftentext nebeneinanderhalten um rauszufinden, was sich jetzt geändert hat. Das ist natürlich alles andere, als praktisch.“

Erleichterung über Wiedereröffnung, erneut aber Enttäuschung über kurzfristige Bekanntgabe von Details

„Langfristige Planung ist da natürlich dann nicht ganz einfach, wenn man die Details erst kurz vor knapp kennt“, berichtet Sinners-Betreiber Kendlinger. „So muss man halt all solche Dinge wie benötigte Hygieneartikel, Kontrollpersonal und so weiter nach den Erfahrungen der letzten Lockerungen abschätzen. Das dann immer mit dem Hintergedanken, dass vielleicht noch irgendwas ganz anders kommen könnte und man dann kurzfristig improvisieren muss. Und das ist rein die personelle und logistische Seite der Sache, daneben muss man natürlich noch sich und sein Personal auf den neuesten Stand bringen, was Verhaltensregeln, Vorschriften bei der Einlasskontrolle und so weiter anbelangt.“

„In manchen Bundesländern gab es ja beispielsweise Clubbesuch nur mit Maske. Da hätten wir uns dann zweimal überlegt, aufzumachen“, führt wiederum Thomas Wörl vom „Silo1“ aus. „Das wäre natürlich herb gewesen, so etwas dann erst auf den letzten Drücker zu erfahren, nachdem man zuvor schon alle Vorbereitungen abschließen musste, wenn man zeitig öffnen will.“ Das Team des „Silo1“ stünde aber nun bereit für den Start am Freitagabend. „Im großen und ganzen sehen wir dem nun recht entspannt entgegen.“ Auch Max Kendlinger sieht dem Start des „Sinners“ insgesamt zufrieden entgegen: „Wir stehen bereit, alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Diesmal ist ja sogar direkt gegenüber, beim Hallenbad eine Teststation, die ihre Öffnungszeiten entsprechend angepasst hat.“

hs

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