Mobil mit Car-Sharing

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Mühldorf/Neumarkt-St. Veit - Wer nicht täglich seinen Pkw braucht, nur hin und wieder zum Einkaufen oder für Ausflüge mobil sein möchte, für den ist Car-Sharing eine Option: Ludwig Zaccaro startete jetzt eine Initiative.

Lesen Sie hier den Bericht aus dem Mühldorfer Anzeiger:

Ohne eigenes Auto mobil

Mühldorf/Neumarkt-St. Veit - Eine Car-Sharing-Initiative für Mühldorf hat Ludwig Zaccaro gestartet. Er sucht Mitstreiter, die sich Autos teilen.

"Car-Sharing ist nichts anderes, als sich mit anderen ein Auto zu teilen. Wer nicht täglich seinen Pkw braucht, nur hin und wieder zum Einkaufen oder für Ausflüge mobil sein möchte, für den ist Car-Sharing eine sehr gute und günstigere Alternative zum eigenen Auto", sagt Ludwig Zaccaro aus Neumarkt-S. Veit.

Er möchte auch in Mühldorf eine Car-Sharing-Initiative gründen, die zwei Autos anschafft und für die Mitglieder bereitstellt. "Das rechnet sich bestimmt", sagt der 61-Jährige - und er weiß, wovon er spricht: "In vielen großen Städten ist es ganz normal, sich ein Auto mit anderen zu teilen. Auch in Freising, wo ich früher lange wohnte, laufen acht Autos vom Verein Stadtteilauto, die sich die Mitglieder des Vereins bei Bedarf ausleihen können."

Car-Sharing funktioniere so: Über eine zentrale Telefonnummer, die jedes Mitglied vom Verein Stadtteilauto bekommt, werden die Autos koordiniert, die an zentralen Punkten in der Stadt ihren Standort haben. "In Mühldorf würde sich da die Innenstadt und der Bahnhof anbieten", sagt Zaccaro.

Die Fahrzeuge werden natürlich gewartet, die Reifen nach Saison gewechselt, der Ölwechsel gemacht - "Für all das war ich in Freising als Fahrzeugwart zuständig. Die Mitglieder müssen sich um nichts kümmern." Natürlich sind die Autos vollkaskoversichert und kommen bei Bedarf auch in die Fachwerkstatt.

"Finanziert wird Car-Sharing durch die Mitgliedsbeiträge und die Einlagen der Mitglieder, aber das macht nur einen Bruchteil dessen aus, was man für ein eigenes Fahrzeug ausgibt", versichert Zaccaro. Rentabel sei es für alle, die weniger als 12000 Kilometer im Jahr fahren. "Wer sich kein eigenes Auto anschafft, sondern es mit anderen teilt, spart sich pro Jahr etwa 3500 Euro Festkosten, also eine Menge Geld."

Zur Ersparnis käme auch noch der Umweltaspekt. Zaccaro betont: "Ein Car-Sharing-Auto ersetzt vier bis zehn Pkw! Das bedeutet: weniger Autos, die auf Parkplätzen, am Straßenrand und in Garagen rumstehen und nur selten genutzt werden, weniger Schrott, weniger Energie und Rohstoffeinsatz bei der Herstellung, weniger Lärm und Abgase." Und natürlich auch mehr Platz und frischere Luft für die Menschen.

"Die Car-Sharer benutzen Autos außerdem bewusster, fahren weniger." Und für jede Fahrt hätte der Auto-Teiler zudem das richtige Auto: für den Einkauf einen Kleinwagen, für Transporte einen größeren, vielleicht mit Anhänger, für Ausflüge mit der Familie einen Kombi oder Mittelklassewagen.

"Für Mühldorf würde ich einen Kleinwagen und einen Kombi vorschlagen." Aber erst einmal müsse man feststellen, ob überhaupt Bedarf in der Kreisstadt bestehe. "Bitte rufen Sie mich an, wenn Sie Interesse an Car-Sharing haben und mehr darüber wissen möchten", sagt Ludwig Zaccaro. Er ist erreichbar unter Telefon: 08639/209138 oder im Netz unter luzac@web.de.

eig/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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