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Bundestagswahl 2021 – Wahlkreis Altötting (212)

Die Direktkandidaten im großen OVB-Check: Sebastian Misselhorn (Die Linke)

Bundestagswahl 2021: Sebastian Misselhorn tritt für „Die Linke“ als Direktkandidat im Wahlkreis Altötting an, zu dem auch der Landkreis Mühldorf zählt.
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Bundestagswahl 2021: Sebastian Misselhorn tritt für „Die Linke“ als Direktkandidat im Wahlkreis Altötting an, zu dem auch der Landkreis Mühldorf zählt.

Am 26. September ist Bundestagswahl. Im Wahlkreis Altötting, zu dem auch Mühldorf zählt, treten 10 Kandidaten für das Direktmandat an. Hier stellen sie sich den Menschen in der Region vor, nehmen zu aktuellen politischen Themen Stellung und beantworten persönliche Fragen. An dieser Stelle: Sebastian Misselhorn (Die Linke).

Hinweis in eigener Sache: Unsere Redaktion hat allen Kandidaten die gleichen Fragen gesendet. Wir haben es den Kandidaten überlassen, auf welche Fragen sie wie ausführlich antworten. Wir veröffentlichen die Antworten ungekürzt. Sprache und Inhalt liegen ausschließlich in Verantwortung der Kandidaten. Die Redaktion macht sich keine der Aussagen zu eigen.

Steckbrief Sebastian Misselhorn

  • Partei: Die Linke
  • Alter: 23 Jahre
  • Wohnort: Wasserburg
  • Beruf: Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Familienstand: ledig
  • Hobbys: Lesen, Bouldern

Zum Bundestagswahl-Spezial und allen weiteren Kandidaten:

> auf ovb-online.de

> auf innsalzach24.de

> auf wasserburg24.de

Sebastian Misselhorn: Meine Kernaussage: Arbeit muss sich wieder lohnen!

Die steuerliche Hauptlast tragen in unserem Land die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geringem und mittlerem Einkommen. Das muss sich so schnell wie möglich ändern. So können wir langfristig den Mittelstand stärken, die soziale Mobilität erhöhen und somit eine gerechte Gesellschaft ermöglichen.

Die Kosten der Klimakrise dürfen nicht auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt werden. Es geht darum, die Konzerne zur Kasse zu bitten, welche einen Großteil der Emissionen verursachen.

Besonders am Herzen liegt mir als Krankenpfleger natürlich auch generell die Gesundheitspolitik mitsamt einer Verbesserung der Situation in den Krankenhäusern, mit einem speziellen Fokus auf den Pflegenotstand.

Ich kandidiere für Die Linke, da wir als Partei keine Unternehmensspenden annehmen und somit Politik frei von fremden Einflüssen, rein im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, betreiben können.

Thema Corona

Unsere Fragen an Sebastian Misselhorn:

  • Mit welchen Szenarien und Folgen rechnen Sie Ende 2021 und 2022? Wie sieht Ihre Corona-Strategie aus?
  • Wie hat Corona Ihr Denken und Handeln verändert? Warum spaltet Corona die Gesellschaft?

Profiteure zur Kasse bitten

Die Corona-Pandemie wird uns wahrscheinlich noch bis in den Sommer 2022 begleiten. Je nach Inzidenz und Hospitalisierungsrate werden eventuelle weitere Lockdowns nicht nur richtig, sondern auch wichtig sein.

Ob Corona die Gesellschaft in einem prägenden Maß spalten wird, hängt vorwiegend davon ab, ob die Kosten der Krise weiterhin auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung lasten werden. Es ist bezeichnend (nicht nur) für diese Krise, dass Konzerne Milliardenhilfen aus Steuergeldern erhalten, wohingegen in Relation für den Ottonormalverbraucher wenig über bleibt.

Konzerne, welche erst Hilfen in Form von Kurzarbeitergeld erhalten haben und dieses Geld dann letztendlich in Form von Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten, dürfen mit diesem verwerflichen Verhalten nicht ungestraft davonkommen.

Es gibt Profiteure in dieser Krise. Diese sollten auch den Großteil der entstandenen Kosten übernehmen.

Thema Klimawandel

Unsere Fragen an Sebastian Misselhorn:

  • Der Klimawandel bedroht Mensch und Natur. Was ist zu tun? In der Welt, in Brüssel, in Berlin und München?
  • Aber auch in der Region, vor der Haustür oder im eigenen Haushalt?

Keine Großkonzernpolitik mehr

Der Klimawandel nimmt für unsere Gesellschaft, wie für die gesamte Weltbevölkerung, existenziell bedrohende Ausmaße an. Hier besteht sofortiger Handlungsbedarf.

Primär muss hier eine Abkehr von der Vorstellung der individuellen Schuld geschaffen werden. Während die 100 größten Unternehmen etwa 90 Prozent der weltweiten Emissionen verursachen, werden die moralische Verantwortung und die Kosten meist direkt auf den Verbraucher umgelegt. Diese Mechanismen werden von den Regierungsparteien nicht nur toleriert, sondern auch indirekt gefördert.

Seit Jahren werden fossile Brennträger mit 46 Milliarden (!) Euro jährlich subventioniert. Ohne diese Subventionen wäre das Märchen vom billigen Kohlestrom schon früh gestorben. Durch diesen Fakt alleine ist es für einen Steuerzahler in unserer Republik bereits unmöglich, sich umweltgerecht zu verhalten.

Es muss schnell ein Umdenken im Bereich der Umweltpolitik erfolgen. Erneuerbare Energien und Alternativen im Bereich der Mobilität müssen umgehend gefördert werden.

Wir können uns nicht länger leisten, Politik im Sinne der Großkonzerne zu machen.

Thema Verkehr

Unsere Fragen an Sebastian Misselhorn:

  • Drei Verkehrsthemen prägen die Region: der Lärmschutz an der A94, der Ausbau der B15 von Landshut nach Rosenheim und die Schließung des Bahnübergangs Allersheim bei Schwindegg, den die Bahn im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke von München nach Freilassing auflassen will. Wie ist Ihre Haltung zu diesen drei Problemen?

Kostenloser ÖPNV statt B 15 neu

Insgesamt lässt sich zu verkehrspolitischen Themen sagen, dass Die Linke eine Abkehr von der Förderung des Individualverkehrs fordert. Einen weiteren Ausbau der B15 neu lehnen wir daher ab. Zielführender wäre eine Stärkung des ÖPNV. Hier gilt es die Kapazitäten für Personen- und Güterverkehr auf der Schiene zu erhöhen. Dies ist durch die Reaktivierung der stillgelegten Gleise wie auch durch einen Ausbau des bestehenden Netzes in Form von mehr Weichen, Überholgleisen und Gleisen im Allgemeinen zu erreichen. Das Umland soll durch ausreichende Busverbindungen versorgt werden.

Den ÖPNV wollen wir langfristig entgeltfrei zur Nutzung bereitstellen.

Die Forderungen der Bevölkerung im Bezug auf den Lärmschutz an der Isentalautobahn unterstützen wir vollkommen. Es kann nicht sein, dass die Bevölkerung unter der Realisierung eines Projektes leidet, dessen Nutzen schon bei der Planung infrage gestellt wurde. Hier muss der Bund schnellstmöglichst Abhilfe leisten.

Die Schließung des Bahnübergangs in Allersheim steht exemplarisch für den Nachholbedarf, welchen die DB Netze AG und die zuständigen Verkehrsministerien bei der Kommunikation mit betroffenen Gemeinden haben. Der Ausbau der Bahnnetze ist im Bezug auf den Klimaschutz unumgänglich. Die betroffenen Gemeinden und Landkreise dürfen bei der Planung jedoch nicht übergangen werden, wie es in den letzten Jahren viel zu oft der Fall war.

Thema Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Unsere Frage an Sebastian Misselhorn:

  • Welche Schwerpunkte setzen Sie zur Sicherung der Arbeitsplätze und der heimischen Wirtschaft?

Zu diesem Themenkomplex haben wir keine Rückmeldung vom Kandidaten erhalten.

Thema Demokratie und Stabilität

Unsere Fragen an Sebastian Misselhorn:

  • Sind die Menschen wirklich demokratiemüde und empfänglich für neuen Extremismus und Populismus?
  • Wie steht es um Stabilität, Toleranz und Konsensfähigkeit im Land?

Es wird unübersichtlicher

Die Volksparteien scheinen ihren Zenit überschritten zu haben, die politische Landschaft wird die nächsten Wahlperioden wohl unübersichtlicher und dadurch aber auch diverser. Zu diesem Verfall haben die zwei großen Parteien selbst beigetragen.

Die Union kurzerhand durch die Arroganz der Macht in Korrelation mit diversen Korruptionsskandalen und den offensichtlichen Verfehlungen ihres Kanzlerkandidaten. Die SPD scheint nach den vielen Jahren der Großen Koalition für viele wohl noch kaum unterscheidbar zur Union.

Die Verschiebung des Wählerwillens birgt jedoch großes Potenzial im Bezug auf einer Regierungsbildung abseits der gewohnten Wege.

Im Großen und Ganzen bin ich der Meinung, dass der Großteil der Gesellschaft noch Vertrauen in unsere demokratischen Prozesse hat und somit eine vernünftige Entscheidung abseits von demokratiefeindlichen Parteien wie der AfD treffen wird.

Thema Wohnraum und Mieten

Unsere Frage an Sebastian Misselhorn:

  • Zur Lebensqualität gehört Wohnen. Speziell im Raum Rosenheim wird Wohnraum immer knapper, das Wohnen immer teurer. Wie kann man diese Entwicklung stoppen?

Konzerne vom Markt drängen

Die Verknappung des Wohnraums führt beim Großteil der Menschen zu immer größeren finanziellen Engpässen. Ein Dach über dem Kopf unter bezahlbaren Konditionen ist nach Auffassung der Linken jedoch nicht verhandelbar, sondern ein elementares Grundrecht.

Konzernen wie „Deutsche Wohnen“ oder „Vonovia“ wollen wir langfristig vom Markt ausschließen. Wohnraum sollte kein Spekulationsobjekt sein. Um die Situation schnellstmöglich für so viele Menschen wie möglich zu verbessern, wollen wir die Mieten bis zur Entspannung des Wohnungsmarktes deckeln.

Die bereits erwähnte Entspannung des Wohnungsmarktes ist ohne Investitionen nicht machbar. Hier sollte jedoch der Staat eingreifen und ein neues Wohnungsbauprojekt in Angriff nehmen, welches sozial verträglichen Wohnraum schafft. Die derzeitige Doktrin, dass der Markt sich den Bedürfnissen der Leute annimmt, ist offensichtlich gescheitert.

Thema Familie

Unsere Fragen an Sebastian Misselhorn:

  • Die Gesellschaft wird immer älter – auch im Zuzugsraum Rosenheim. Was kann die Politik leisten, damit wieder mehr junge Menschen eine Familie gründen?
  • Wie wollen Sie zum Beispiel eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreichen?

30-Stunden-Woche hilft

Um den Menschen in unserem Land das Gründen einer Familie zu erleichtern, müssen langfristig die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt verändert werden.

Befindet man sich in einem prekären oder befristeten Verhältnis, hat man selten die Planungssicherheit, um sich für das Familienleben gerüstet zu fühlen. Dies gilt es zu ändern.

Ebenso wollen wir langfristig die normale Wochenarbeitszeit von 40 auf 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich ermöglichen. Hierzu gilt es den Wohlstand gerecht zu verteilen.

So kann auch verhindert werden, dass die Frauen in unserem Land den Großteil der Erziehungsarbeit leisten müssen und unbezahlte „Care-Arbeit“ betreiben, welche sie am Ende ihres Lebens in der Rente schlechter stellen wird. Die staatlichen Privat-Subventionen wie zum Beispiel das Kindergeld oder Elterngeld wollen wir stärken und ausbauen, um so weiteren Menschen die Familienplanung zu erleichtern.

Thema Rente 

Unsere Fragen an Sebastian Misselhorn:

  • Die Alterspyramide in Deutschland bedroht die Stabilität und die Höhe der Rente. An welchen Stellschrauben muss die Politik drehen, damit zunehmende Altersarmut und eine Überlastung der Beitragszahler vermieden werden?
  • Wie kann der Staat für Generationengerechtigkeit sorgen?

Altersarmut eine Schande

Die zunehmende Altersarmut ist eine Schande für unser finanziell eigentlich so gut gestelltes Land. In einer Regierung mit Beteiligung der Linken würden wir dafür Sorge tragen, dass jedem Menschen eine Mindestrente von mindesten 1200 Euro zuteil wird.

Der Mindestlohn muss alsbald auf mindestens 13 Euro erhöht werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass ein Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren eine Rente über dem Armutsniveau erhalten wird.

Insgesamt wollen wir die Rentenversicherung so umgestalten, dass unser umlagefinanziertes System langfristig tragbar bleibt. Dies ist nur zu erreichen, wenn wir eine Versicherung schaffen, in die alle Beschäftigten, unabhängig ob Selbstständiger, Beamter oder Politiker, ohne Beitragsbemessungsgrenze einzahlen. Auch Kapitalerträge wie Aktiengewinne oder Einkünfte durch Immobilien müssen hier berücksichtigt werden.

Private Vorsorgesysteme wie die Riester-Rente wollen wir von jeglicher Förderung ausschließen und den Menschen, die dort angelegt haben, eine sichere öffentliche Rente bieten.

Welches Thema liegt Sebastian Misselhorn besonders am Herzen?

Von Corona über Klimawandel bis zum Schutz der Demokratie: In unserem Kandidatencheck haben wir die zwölf Bewerber für den Bundestag im Wahlkreis Rosenheim mit vielen Fragen konfrontiert. Das letzte Wort haben die Kandidaten selbst – mit einem Thema ihrer Wahl, das ihnen besonders am Herzen liegt.

200.000 Pflegestellen mehr

Als Krankenpfleger erlebe ich die Auswirkungen gesundheitspolitischer Entscheidungen ungefiltert und in erster Hand. Unter anderem deswegen sind gesundheitspolitische Fragen zu einem meiner Herzensthemen geworden.

Der aktuelle Pflegenotstand und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens sind für mich beinahe alltägliche Probleme, welchen ich entschieden entgegentreten möchte.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sollten unter keinen Umständen Orte sein, die einer gewinnbringenden Logik unterliegen. Die Daseinsvorsorge muss in öffentlicher Hand bleiben und somit demokratischer Kontrolle unterliegen.

Um den Pflegenotstand einzudämmen, müssen so schnell wie möglich 100.000 Stellen in den Krankenhäusern und weitere 100.000 Stellen in Pflegeheimen geschaffen werden. Ungefähr jede zweite Pflegefachkraft unter 28 Jahren plante 2015, den Beruf zu verlassen (Quelle: RN4Cast- Studie). Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, fordern wir eine sofortige monatliche Gehaltszulage von 500 Euro im Monat für jede Pflegekraft. Weiterführend sollen die Arbeitsbedingungen massiv verbessert werden.

Ebenso wollen wir der Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland durch die Einführung einer solidarischen Gesundheitsversicherung ein Ende bereiten. Jeder Beschäftigte in Deutschland, unabhängig ob Beamter, Selbstständiger oder Politiker, soll in einer Versicherung ohne Beitragsbemessungsgrenze pflichtversichert werden. Somit wäre es möglich, durch eine Beitragssenkung von 16 auf 12 Prozent Einkommen bis 6200 Euro monatlich zu entlasten und gleichzeitig das Spektrum der Leistungen zu erweitern. Es soll jede für die Gesundheit unabdingliche Leistung abgedeckt sein. Das schließt auch Brillen, Zahnersatz und Ähnliches ein.

Kurz-Interview mit Sebastian Misselhorn

Ein Motto, ein Satz oder ein Zitat, das sich Ihnen besonders eingeprägt hat?

Sebastian Misselhorn: „Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz zu erfüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“ (aus Albert Camus – Der Mythos des Sisyphos).

Sie steigen in eine Zeitmaschine. Welches Ereignis der Geschichte würden Sie gerne miterleben und warum?

Misselhorn: Die Novemberrevolution 1918 in Deutschland. Hier wurden essenzielle Grundsteine für das Frauenwahlrecht, den Acht-Stunden-Tag und die kommunale Mitbestimmung in einem spontanen und fluiden Prozess gelegt.

Ihr Lieblingsplatz in der Region? Warum?

Misselhorn: Die Hofstatt in Wasserburg. Dort treffe ich viele bekannte Gesichter und ich bekomme direkt ein Heimatgefühl vermittelt.

In welchem Film hätten Sie gerne in welcher Rolle mitgespielt?

Misselhorn: Keine Antwort.

Wie bekommen Sie Politik und/oder Beruf/Familie unter einen Hut?

Misselhorn: Politik, Beruf und soziales Leben unter einen Hut zu bringen, kann manchmal eine Herausforderung sein. Insgesamt gilt es eine ausgewogene Balance zu halten und nirgendwo zu große Abstriche zu machen.

Ihr politisches Vorbild? Warum?

Misselhorn: Bernie Sanders. Trotz seines hohen Alters und der Tatsache, dass er beinahe Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei geworden ist, obwohl er sich selbst als Sozialist bezeichnet, zeugt von starker Integrität und einem starken Durchhaltewillen.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten drei Dinge beschließen – und alle Staaten dieser Welt müssten sich daran halten. Was würden Sie tun?

Misselhorn:

  • universelle einklagbare Menschenrechte, angelehnt an die „Sechs neuen Grundrechte für Europa“ von der Initiative „Jeder Mensch“;
  • ein Verbot von Waffenexporten und konsequente Abrüstung;
  • ein bedingungsloses Grundeinkommen, zusammen mit gut finanzierten Sozialversicherungen.

Wen ertragen Sie nur mit Humor?

Misselhorn: Armin Laschet. Wobei mir da langsam das Lachen vergeht.

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