Dorfladen im Interesse der Bürger

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Momentan versinkt auf der Baustelle zum Dorfladen alles im Schnee. Bis nächstes Jahr soll das Gebäude fertig gestellt sein, einen genauen Termin gibt es noch nicht.

Mettenheim – Sehr zufrieden zeigte sich Bürgermeister Stefan Schalk mit der Entwicklung der Landgemeinde auf der Bürgerversammlung im Gasthof „Kreuzerwirt“. Interessiert folgten die Mettenheimer seinem Vortrag.

Der Bürgermeister begann mit der Bevölkerungsstatistik, nach der über 3400 Einwohner in Mettenheim wohnen, darunter Bürger aus 30 (!) Nationalitäten.

In der Bilanz freute er sich über fast 4,1 Millionen Euro Einnahmen im Verwaltungshaushalt. Als wichtigste Einnahmequellen nannte er die um fast 66 Prozent gegenüber 2009 gestiegene Gewerbesteuer von 430.000 Euro, die Grundsteuer mit 244.000 Euro und den Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit 1,23 Millionen Euro. Hinzu kamen Schlüsselzuweisungen in Höhe von 519.000 Euro.

Von den Einnahmen der Gemeinde wurden 13 Prozent für die Betriebskosten der Verwaltung (einschließlich des Gebäudeunterhalts), jeweils zwölf Prozent für den gemeindeeigenen Kindergarten und den Bereich Wasser/Abwasser sowie sechs Prozent für die Schule ausgegeben. Knapp 1,3 Millionen Euro schlugen als Kreisumlage zu Buche.

Im Weiteren erläuterte Stefan Schalk die Hauptinvestitionen der Gemeinde. Sichtbar für alle Bürger gehe das Bauprojekt zur energetischen Sanierung des Kindergartens "Kinderwelt St. Michael" voran. Er hoffe, dass nach manchen Ungereimtheiten im Arbeitsablauf der verschiedenen Gewerke dem Kompletteinzug zwischen Weihnachten und Neujahr nichts mehr im Wege stehe. Mit über 76.000 Euro liege der Kindergarten bei seinen Einnahmen über denen des Vorjahres, mit den Gesamtausgaben - einschließlich der Kosten für auswärtig untergebrachte Kinder - mit über 40.000 Euro etwas darüber. Allerdings bezahlten die Eltern nur knapp 122.000 Euro an Beiträgen, während die Gemeinde den Kindergarten mit rund 211.000 Euro bezuschusse, führte der Bürgermeister aus. Mit der Kinderkrippe, deren zwei Gruppen mit 30 Kindern voll ausgelastet sei, liege die Gemeinde bei der Betreuung von Kleinkindern im Landkreis vorn.

Im Brennpunkt des Bürgerinteresses steht ein zweites Investitionsobjekt: Der Mettenheimer Dorfladen. "Eigentlich sollte die Bodenplatte noch bis zum 15. Dezember dieses Jahres fertig sein, wenn nicht der Wintereinbruch dazwischengekommen wäre", informierte Stefan Schalk über den Stand der Bauarbeiten.

"Dorferneuerung" war ein weiteres Stichwort im Bericht des Bürgermeisters. So wurden notwendige Parkplätze um das Gemeindezentrum geschaffen. Außerdem investierte die Gemeinde unter anderem in den Straßenausbau des Mettenheimer Wegs, die Neugestaltung des Pausenhofes der Grundschule Mettenheim, die Sanierung des Schuldaches und des Kirchturmes in Kirchisen.

Weniger glücklich zeigte sich Stefan Schalk über das Ergebnis seiner umfangreichen Bemühungen, die Breitbandversorgung im Hinblick auf eine DSL-Anbindung zu erreichen. Er sei in Verhandlung mit einem neuen Anbieter, aber für die bisherigen Verhandlungspartner stelle der dünn besiedelte ländliche Raum ein Problem für ihren Gewinn dar. Etwa 100000 Euro wolle die Gemeinde für die Anbindung mit einer Geschwindigkeit von sechs bis 16 Megabit ausgeben, umriss Schalk die Höhe des Gemeindeanteils.

Ärger gebe es mit dem Straßenbau in der Blumensiedlung: Dort staue sich auf einigen frisch geteerten Straßen die Nässe bei Regen, und Kurven zeigten Risse. Die Gemeinde plane deshalb einen Ortstermin mit der Baufirma und dem TÜV, um das Problem bis zum Frühjahr 2011 zu lösen. Positiv entwickelten sich auch die Gespräche zum Problem "Bodendenkmäler", erklärte Schalk das Ergebnis des zweiten Gesprächstermins mit dem Landesdenkmalamt. Während die Römerstraße nicht mehr als problematisch gelte, gehe es jetzt um das Areal am Bunkergelände.

Angesichts der Witterungslage erinnerte Schalk an die Räum- und Streupflichten der Bürger auf den Gehwegen, werktags von 7 bis 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr. Er ermahnte sie, den Schnee nicht auf die Gemeindestraßen zu schieben, sondern auf ihren Grundstücken zu belassen. Entsprechend der Wichtigkeit der Straßen werde auch die Gemeinde ihren Pflichten auf drei Fahrstrecken mit Lastwagen, Traktor und Iseki nachkommen.

kch/Mühldorfer Anzeiger

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