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Mehr Parkmöglichkeiten geplant

Marktgemeinderat Buchbach arbeitet Anwohnerwünsche in Bebauungsplan Luberfeld ein

Das geplante Baugebiet Luberfeld soll bezahlbaren Wohnraum für Buchbacher Bürger bieten. Der Bebauungsplan stößt aber nicht bei allen Anwohnern auf Gegenliebe. Gemeinde Buchbach
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Das geplante Baugebiet Luberfeld soll bezahlbaren Wohnraum für Buchbacher Bürger bieten. Der Bebauungsplan stößt aber nicht bei allen Anwohnern auf Gegenliebe.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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In Buchbach soll ein neues Baugebiet entstehen, das aber bereits im Vorfeld für Wirbel sorgt. Anwohner hatten bei dem ersten Entwurf massive Bedenken geäußert. Nach einer Informationsveranstaltung hat der Marktgemeinderat Anregungen der Bürger in den Bebauungsplan eingearbeitet.

Buchbach – In der Marktgemeinde soll ein neues Baugebiet entstehen, das aber bereits im Vorfeld für einigen Wirbel sorgt. Anwohner rund um das geplante Baugebiet „Luberfeld“ hatten bei dem ersten Entwurf massive Bedenken geäußert und diese auch im Rahmen der öffentlichen Auslegung schriftlich formuliert.

Deshalb war man im Marktgemeinderat übereingekommen, dass der zweite Entwurf bei einer Infoveranstaltung vorgestellt und erläutert werden soll. Bei diesem Treffen hatten die Anlieger wiederum die Möglichkeit, ihre Sichtweise zu dem Bebauungsplan zu äußern. Und diese Anregungen musste der Marktgemeinderat erneut beraten und entscheiden, inwieweit man die Anregungen in den neuen Entwurf aufnehmen kann.

Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) berichtete, dass es letztlich sieben Punkte waren, mit denen sich der Marktgemeinderat beschäftigen musste. So war die Frage zu klären, ob für das Baugebiet ausreichend Parkplätze vorgesehen sind. Aktuell sind es vier öffentliche Stellplätze. Dazu kommen die Stellplätze, die auf den einzelnen Grundstücken vorgehalten werden müssen. In der geplanten Wohnanlage müssen für Wohnungen, die kleiner als 40 Quadratmeter sind, ein Stellplatz und für Wohnungen, die mehr als 40 Quadratmeter haben, zwei Stellplätze eingeplant werden. Dazu kommen, so Einwang, fünf bis sechs Besucherparkplätze.

Weitere öffentliche Parkplätze gefordert

Konrad Folger, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, ergänzte, dass die Zahl der Parkplätze zum einen von der Bayerischen Bauordnung und zum anderen von der Buchbacher Stellplatzverordnung vorgegeben ist. Philipp Rinberger (Umlandliste Buchbach) und Dritte Bürgermeisterin Maria Vitzthum (CSU/FWB) sprachen sich dafür aus, weitere öffentliche Parkplätze vorzusehen.

Franz Bauer (CSU/FWB) sah allerdings die Stellplätze auf der Straße wegen der Straßenbreite problematisch. Konrad Folger erläuterte, dass die Straße sechs Meter breit ist und damit „sicher genügend Platz übrig bleibt“. Manfred Kroha (CSU/FWB) brachte einen ganz anderen Punkt in die Diskussion ein: So machte er noch einmal deutlich, dass dieses Baugebiet in erster Linie für Buchbacher Bürger gedacht sei, denen man bezahlbaren Wohnraum bieten möchte. Wenn man jetzt alle Forderungen für das Baugebiet umsetzt, dann werde auch der Quadratmeterpreis steigen; und das könne nicht im Sinne des Marktgemeinderates sein.

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Am Ende verständigte sich der Marktgemeinderat einstimmig darauf, die Zahl der Besucherparkplätze für die Wohnanlage auf mindestens fünf festzulegen.

Ein weiterer Kritikpunkt war der Baukörper der geplanten Wohnanlage, der als zu massiv empfunden wird. Bürgermeister Thomas Einwang informierte, dass die Form des Gebäudes und die Ausrichtung mit dem Denkmalamt so abgestimmt sei. Eine weitere Verkleinerung des Baukörpers sei schwierig, weil es, so Konrad Folger, keine rechtliche Handhabe gebe. Zudem sei er bereits verkleinert worden. Damit verständigte sich der Marktgemeinderat darauf, Form und Größe der Wohnanlage beizubehalten. Das gilt auch für die Ein- und Ausfahrt zu der geplanten Tiefgarage. Anlieger hatten gefordert, sie von der Franz-Xaver-Richter-Straße auf die Ringstraße zu verlegen. Dazu gibt es aber eine klare Aussage der Kreistiefbauverwaltung, dass die Ein- und Ausfahrt in eine Gemeindestraße (Franz-Xaver-Richter-Straße) gegenüber einer Kreisstraße (Ringstraße) immer vorzuziehen ist.

Gründächer sollen keine Freisitze werden

Anwohner kritisierten auch, dass die vorgeschriebenen Gründächer bei den Garagen dazu einladen, dort Freisitze entstehen zu lassen. Der Marktgemeinderat war sich aber einig, dass die Vorteile von Gründächern überwiegen. Sollte ein Freisitz entstehen, sei das ein Schwarzbau, der angezeigt werden kann. Die Räte ergänzten zudem, dass die Garagenvorplätze offenporig ausgeführt werden müssen, damit dort Wasser bereits versickern kann.

Die Forderung nach einer Fußwegverbindung in Richtung Friedhofstraße sei schwierig umzusetzen, da die Gemeinde nicht die notwendigen Grundstücke habe, so Bürgermeister Einwang. Man werde diesen Vorschlag aber weiter im Auge behalten.

Karl-Heinz Kammerer (CSU/FWB) hatte zudem schriftlich darauf hingewiesen, dass die Umsetzung der Doppelhaushälften und der dazugehörigen Garageneinfahrten aus topografischen Gründen barrierefrei nicht lösbar seien. Deshalb regte er an, auf die Doppelhaushälften zu verzichten.

Dem stimmte der Marktgemeinderat aber nicht zu. Allerdings forderte er einen Längsschnitt für den Bebauungsplan.

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