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Modestudentin aus Kreis Mühldorf bei European Fashion Award FASH ausgezeichnet

Erfolg bei Modepreis: So kam es dazu und so geht es für Helena weiter

SDBI – European Fashion Award – FASH 2021
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Helena Wieser (l.) bei der Preisverleihung.

Die junge Modestudentin Helena Wieser aus dem Landkreis Mühldorf am Inn ist beim European Fashion Award FASH mit dem ersten Preis in der Kategorie Bachelorabschlüsse ausgezeichnet worden. Im Interview mit innsalzach24.de berichtet sie, wie es dazu kam und wie es nun für sie weitergehen wird.

Buchbach/Schwindegg/Frankfurt - „Ein wenig, im kleinen Rahmen, konnten wir das auch feiern“, berichtet Helena Wieser gegenüber innsalzach24.de. „Einziger Wermutstropfen war: Eigentlich gehört dazu auch ein sogenanntes ‚Mentoring‘, ein Treffen mit Leuten aus der Branche bei dem man sich austauscht und Ratschläge erhält. Das ist wegen der Pandemie leider ausgefallen. Aber es soll eventuell im Oktober nachgeholt werden, worauf die anderen Preisträgerinnen und ich sehr hoffen.“ In jedem Fall sei es bereits eine spannende Erfahrung gewesen, die anderen Geehrten kennenzulernen und sich untereinander auszutauschen, so die junge Modestudentin. „Mittels den Sozialen Netzwerken bleibt man auch weiter im Kontakt.“

27-Jährige aus dem Landkreis Mühldorf bei European Fashion Award FASH ausgezeichnet

Die 27-Jährige wuchs im Landkreis Mühldorf am Inn auf, besucht dort immer noch regelmäßig ihre Mutter bei Buchbach und ihre Großeltern in Schwindegg. Nun ist sie am ersten Tag der, digital veranstalteten, Frankurter Fashion Week neben sechs anderen jungen Talenten mit dem European Fashion Award FASH ausgezeichnet worden. Wieser hat dabei für den ersten Platz in der Kategorie „Bachelorabschlüsse“ 2000 Euro Preisgeld erhalten. Gewonnen hat sie mit ihrer Bachelor-Kollektion „Wollust“. „Diese beschäftigt sich mit dem Woll-Fetisch von Frauen und Männern und überträgt ausgewählte Neigungen, die auch die Allgemeinheit ansprechen.“ Die Vorlieben der „Woolies“ etwa für Corsagen, Balaklava, Bondage, Zopfmuster oder Rippstrick sowie bestimmte Farben seien dabei in sechs Outfits übersetzt worden.

„So eine Kollektion kann man sich, gerade im Studium, meistens von ihrem Zweck her mehr wie so vorstellen, wie wenn ein großer Hersteller auf einem Autosalon einen Konzeptwagen vorstellt“, erklärt Wieser. „Das wird dann meistens nicht direkt so in Serie gehen, aber man zeigt, was man kann, welche Ideen man hat und was alles möglich ist.“

Stricken war schon immer ihr Hobby

Sie sei sehr glücklich über die Ehrung, berichtet die Modestudentin. „Dieser Preis ist der für deutsche Modestudios renommierteste“, berichtet sie. Entsprechend werde man vom Lehrpersonal auf die Möglichkeit einer Bewerbung hingewiesen. „Meine Bewerbung habe ich kurz nach der Präsentation meiner Bachelor-Abschlussarbeit Ende März eingereicht. So wollte ich gleich den Schwung des Abschlusses mitnehmen.“ Sie studiert bereits seit 2015 an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. „Es ist ein eigentlich winziger Studiengang. Meistens sind wir in Lehrveranstaltungen maximal acht bis elf Studierende.“

„Das Stricken war kein Schwerpunkt, den die Schule angeboten hat aber es war schon immer mein Hobby“, so Wieser. Im Anschluss an ihren Bachelor-Abschluss habe sie nun auch einen Praktikumsplatz bei einem Modelabel für Strickwaren gefunden. „Momentan darf ich, unter anderem, an der Gestaltung der Frühlings-Kollektion 2022 mitwirken“, berichtet sie. Dabei gelte es viel zu beachten. Das Klischee-Bild aus Film und Fernsehen, von der Modedesignerin, die nach einer schwungvoll ausgeführten Skizze direkt zur Chefin läuft und das Ganze sofort umgesetzt bekommt, träfe nicht ganz zu. „Man muss da neben dem Aussehen noch eine ganze Reihe an Dingen beachten. Beispielsweise ob es zu viel oder wenig luftig ist, wie gut es waschbar wäre und so weiter.“

Nach dem Ende des Praktikums soll es dann zum Start des nächsten Semesters wieder mit dem Master-Studium weiter an der Kunsthochschule in Halle gehen. „Ich habe eine kleine Tochter, damit geht natürlich eine Verantwortung einher, was die beruflichen Zukunftspläne angeht“, schließt Wieser. „Am liebsten würde ich natürlich bei einem Modelabel arbeiten, bei dem ich mich besonders kreativ austoben kann und hinter dessen Produktionsmethoden ich stehe. Aber auch die Arbeit bei einem großen Unternehmen muss man da natürlich in Erwägung ziehen.“

hs

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