Institution in Buchbach

"Falkenwirt" schließt: So soll es weiter gehen

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Der Gasthaus zum Falken.

Buchbach - Mit dem "Falkenwirt" schließt Ende des Jahres eine Institution der Gemeinde. Nun läuft die Suche nach Lösungen für dessen Zukunft.

"Der Pachtvertrag der Wirtsleute läuft nun zum Dezember 2019 aus", berichtet Reinhard Deinböck, Geschäftsleiter der Gemeinde Buchbach im Gespräch mit innsalzach24.de. "Der Verpächter sucht auch bereits einen neuen Wirt." Er habe zudem bereits signalisiert, dass eine Nutzung durch die örtlichen Vereine noch bis Ende April 2020 möglich sein werde. "So soll auch die nächste Saison für die Schützen abgesichert sein." 


Bereits im November hätten sich die Vereine zusammengefunden, um eine dauerhafte Lösung zu finden.Die Gemeinde werde im Rahmen ihrer Möglichkeiten ebenfalls mithelfen. Beispielsweise durch Ausnahmegenehmigungen für den Ausschank von Getränken, auch wenn eigentlich kein Wirt die Wirtschaft mehr bis April betreibt.

Institution in Buchbach schließt

Der Falkenwirt ist in Buchbach eine Institution. Er besteht bereits seit 1693. Seit 2009 wird er von den Wirtsleuten Apfelböck geführt. Beispielsweise bei Google finden sich überwiegend positive Bewertungen. "Essen schmeckt gut. Fühle mich wie zu Hause", schreibt dort etwa ein Nutzer. "Leckeres Essen, nette Bedingung. Nur empfehlenswert!", eine andere Nutzerin.


Gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger gaben die Wirtsleute gesundheitliche Gründe dafür an, dass sie den "Falken" nicht mehr weiter betreiben können.

Auch "Adria Grill" schließt - Aschau sucht neue Verwendung für den "Pichlmeier"

Auch andernorts sorgt die Schließung von traditionellen Gasthäusern für Betroffenheit. Kürzlich wurde etwa bekannt, dass der "Adria Grill" in St. Erasmus ab Juni nächsten Jahres geschlossen wird. Grund ist ein Zerwürfnis zwischen Wirt und Verpächter dort. Dies sorgte dort wie in Buchbach für viel Verdruss bei den örtlichen Vereinen. Der Verpächter des "Adria Grill Anton Hinterwimmer hatte dafür allerdings wenig Sympathien, da er bei ihnen eine Mitschuld an der aktuellen Lage sieht.

Wiederum Bemühungen zur neuen Nutzung eines ehemaligen Gasthofs laufen in Aschau am Inn. Dort hat die Gemeinde das Gebäude des "Pichlmeier" erworben. Nun soll eine Projektgruppe eine neue Nutzung dafür finden. Dies allerdings nicht mehr vor der Kommunalwahl 2020. Eine Nutzung ausschließlich als Gastwirtschaft wurde bereits ausgeschlossen. Dies begrüßte auch der Hotel- und Gaststättenverband.

Eine gemeindlich subventionierte Wirtschaft wäre dann eine unfaire Konkurrenz für normale Wirte, warnte Pressesprecher Frank-Ulrich John im Gespräch mit innsalzach24.de.

hs

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