Bruder-Gerhard-Tag: …weil Nähe zählt

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Die Malteser Führungskräfte auf den Spuren des Seligen Gerhard: neben dem Essen bringen sie genug Zeit und ein offenes Ohr mit (3.v.l. Monika Sommerfeld, 1.v.r. Christian Gmeiner, Geschäftsführer Bezirk Ost-Oberbayern)

Mühldorf - Das Motto „…weil Nähe zählt“ haben sich die Malteser auf die Fahnen geschrieben. Doch für Führungskräfte hinter dem Schreibtisch findet der persönliche Kontakt aus Zeitgründen eher selten statt.

Darum fand am Dienstag der erste „Bruder-Gerhard-Tag“ statt. Die Leiter der sechs Malteser Dienststellen im Bezirk Ost-Oberbayern, darunter Monika Sommerfeld aus Mühldorf, sowie Bezirksgeschäftsführer Christian Gmeiner trafen sich in Ebersberg, um sich auf die Spur des Seligen Bruder Gerhard zu begeben. Dieser begründete im 12. Jahrhundert in Jerusalem den Malteserorden, dessen Leitsatz „Tuitio fidei et obsequium pauperum“ oder „Bezeugen des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ noch heute für den Orden und alle seine Werke gilt. Am 13. Oktober feiern Malteser Mitarbeiter an verschiedenen Orten den Namenstag des Seligen Gerhard, um sich mit den Wurzeln des Malteserdienstes auseinanderzusetzen, damit die Umsetzung der traditionellen Werte in zeitgemäßer Form gelingen kann.

Der „Bruder-Gerhard-Tag“ begann mit einer Andacht in der Stadtkirche St. Sebastian. Pfarrer Josef Riedl erinnerte an das Wirken der Malteser in Ebersberg im 18. Jahrhundert, von dem die Kirche an vielen Stellen zeugt. Anhand der Deckenfresken der Seitenschiffe, die die Werke der Barmherzigkeit zeigen, stimmten sich die Teilnehmer auf den Tag ein, und gedachten des Seligen Gerhard, dessen Wirken den Malteser Motivation und Herausforderung für ihre soziale Arbeit sein soll.

Den Schritt vom Glauben zur tätigen Nächstenliebe vollzogen die Teilnehmer, indem sie allein lebenden Kunden der Ebersberger Malteser selbst das Essen brachten und dabei Zeit und Offenheit für ein Gespräch mitbrachten. Während manche Kunden den ungewohnten Überbringer mit einem deutlichen Hinweis auf das Fernsehprogramm hinauskomplimentierten, traf Sommerfeld auf eine aufgeschlossene Dame, die die Gelegenheit zu einem längeren Gespräch gerne nutzte. „Mir ist es sehr wichtig zu wissen, was unsere Kunden bewegt. Darum springe ich in Mühldorf bei Engpässen auch gerne selbst mal im Mahlzeitendienst oder bei einem Hausnotrufeinsatz ein oder nehme mir Zeit für ein längere Beratung am Telefon“, erklärt Sommerfeld.

Beim Gedankenaustausch unter den teilnehmenden Führungskräften bestand Einigkeit: Sich mit den Wurzeln der Malteser auseinanderzusetzen, um „aus Tradition modern“ zu sein, ist eine ständige Herausforderung, die in der Hektik des Alltags nicht zu kurz kommen darf. Der erste Bruder-Gerhard-Tag im Bezirk wird deshalb nicht der letzte sein.

Pressemitteilung Malteser Hilfsdienst

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