Gesetz schreibt Einführung bis 2015 vor

Biotonne auf dem Prüfstand

Mühldorf - Der Landkreis will mit einem Gutachten klären, ob er zur Einführung einer Biotonne verpflichtet ist. Vor allem die Wirtschaftlichkeit der Tonne steht hierbei in Frage.

2009 lehnte der Kreistag die Biotonne ab, weil sie nach dem damaligen Gutachten als nicht notwendig erachtet wurde. Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz, das seit 1. Juni gilt, schreibt mit einer Übergangszeit bis 2015 vor, Bioabfälle getrennt zu sammeln. Dem darf sich nur entziehen, wer nachweisen kann, dass die Einführung einer Biotonne technisch nicht möglich oder unwirtschaftlich ist.

Nach Einschätzung des Landratsamts könnte vor allem die Wirtschaftlichkeit in Frage stehen, da auf dem Land viele Menschen selbst kompostieren oder Grüngutabfälle zentral gesammelt werden. So wurden im vergangenen Jahr laut Landratsamt 97 Kilogramm Biomüll pro Einwohner zusammen getragen, laut Landratsamt liegt dieser Wert über dem bayerischen Durchschnitt und übersteigt mit 74 Prozent Verwertungsquote das im Gesetz geforderte Ziel von 65 Prozent deutlich.

Auch andere Landkreise, die über den Zweckverband Abfallverwertung Südbayern (ZAS) an die Müllverbrennungsanlage in Burgkirchen angeschlossen sind, lassen laut Landratsamt derzeit Gutachten erstellen. Auch der ZAS prüft die Auswirkungen der Einführung der Biotonne auf seine Arbeit.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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