Beteiligung an neuem Tierheim?

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Die dritte Vorsitzende Rosmarie Winichner (von links), Tierheim-Leiter Rüdiger Obst und der erste Vorsitzender Fedor Hermann zeigen vor dem alten Tierheim in Kronberg das Modell des neuen Heims an der Autobahn.

Winhöring - Der Bauausschuss der Gemeinde Winhöring hat den Bauplan für ein neues Tierheim in der Nähe der Autobahn am Dienstag genehmigt. Jetzt prüft der Landkreis eine eventuelle Beteiligung an den Kosten.

Im April soll es mit dem Neubau losgehen, das Heim im Herbst eröffnet werden.

Bis zum Baubeginn muss der Tierschutzverein in den Landkreisen Altötting und Mühldorf dafür noch die Summe von etwa einer Million Euro aufbringen. 640.000 Euro stammen aus einem Grundstückstausch mit der Gemeinde Winhöring, die am alten Standort in Kronberg auf ein Baugebiet setzt.

Aus eigenem Vermögen will der Verein laut seinem Vorsitzenden Fedor Hermann 100.000 Euro aufbringen, Eigenleistungen sollen 50.000 Euro abdecken. Bei den dann noch fehlenden etwa 200.000 Euro hofft der Verein auf Spenden und die beiden Landkreise Mühldorf und Altötting. "Der Landkreis Altötting will sich mit einer größeren Summe beteiligen", sagte Hermann gestern gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger. Der Landkreis fühle sich "in der Pflicht". Auch im Landratsamt Mühldorf finden zu dem Thema laut Pressesprecherin Karin Huber bereits Gespräche statt, für Details oder eine mögliche Summe sei es aber noch zu früh. "Wir prüfen das", sagte sie.

Die Stadt mit den meisten im Jahr 2009 im Tierheim Kronberg abgegebenen Fundtieren ist Mühldorf. 29 Tiere seien von dort gekommen. "Auch Neumarkt ist stark dabei", so Hermann.

Derzeit ist unklar, ob der geplante Umfang des Tierheims auf dem etwa 15.000 Quadratmeter großen Grundstück ausreicht. Hermann berichtet von Meldungen, wonach eine Schließung des Tierheims in Raitenhaslach in der Diskussion ist. Hermann will in dieser "diffizilen" Sache mit den Tierschützern in Raitenhaslach sprechen. Eine mögliche Erweiterung richte sich nach der Anzahl der Tiere. Eine Erweiterung müsse dann allerdings von der Stadt Burghausen finanziert werden.

Eine Erweiterung wäre laut Tierschutzverein planerisch schnell umzusetzen. Allerdings laufe der Pachtvertrag in Raitenhaslach noch bis ins Jahr 2020. Laut Hermann ist die Nähe zur Wohnbebauung in Raitenhaslach ein Problem - ähnlich wie jetzt noch in Kronberg.

Der Verein war im vergangenen Jahr mit der damals neuen Vorsitzenden Christa Kurzeja-Farrnbacher und Diskussionen über die finanzielle Lage des Vereins und das Tierheim-Personal in die Schlagzeilen geraten. Der Neubau eines Tierheims war bereits im März 2009 auf der Tagesordnung gestanden - und nach dem für viele überraschenden Wechsel an der Vereinsspitze auf Eis gelegt worden. Nach der Neuwahl des Vorstandes im September kehrte Ruhe im Verein ein.

rob/Mühldorfer Anzeiger

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