Bereit für Einsätze auf der Autobahn

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Zangberg - Die Feuerwehr Zangberg erhält in gut einem halben Jahr ein neues Mehrzweckfahrzeug. Damit können auch endlich Autobahneinsätze getätigt werden.

Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat neben anderen in seiner letzten Sitzung.

Den notwendig gewordenen Fahrzeugkauf begründete Bürgermeister Franz Märkl mit den künftig vermehrten Einsätzen bei Unfällen auf der Autobahn A94. Die Feuerwehrführung und die Gemeinde seien sich darüber einig, ein Fahrzeug auf der Basis eines Ford Transit anzuschaffen. Wichtig sei eine Standheizung, da Einsätze auf der Autobahn oft lange dauern können, so Märkl. Es müsse ein Fahrzeug sein, das als Mannschafts- und Transportfahrzeug dienen könne.

Feuerwehrkommandant Johann Huber erläuterte dazu, dass die Zangberger Wehr für Einsätze auf der A94 eingeteilt sei. Das Fahrzeug habe eine Durchlademöglichkeit und einen Tisch für Schreibarbeiten. "Die Zangberger Wehr hat von den fünf Feuerwehren in der Verwaltungsgemeinschaft mit 37,11 Prozent die meisten Einsätze. Wir sind relativ viel draußen und hatten 15 Einsätze, die nächste Wehr acht", sagte der Kommandant.

Das Fahrzeug hat eine gute Beleuchtung und eine bessere Streifenbeklebung. "Das gibt uns mehr Sicherheit beim Straßenabsperren." In der Aussprache darüber sprach der Bürgermeister die Hoffnung aus, dass sich der Feuerwehrverein an den Kosten nach seinen Möglichkeiten beteiligt. Das Fahrzeug kostet 42305 Euro. Derzeit gebe es 12000 Euro Zuschuss. Die Lieferzeit beträgt sechs bis acht Monate. Die Anschaffung genehmigte der Gemeinderat einstimmig.

Ferner beschloss das Gremium den Einbau einer Treppe vom Obergeschoss zum Dachgeschoss im Gemeindehaus. Auf die Frage aus dem Gemeinderat, ob die Treppe notwendig sei, sagte der Bürgermeister, dass die Mieter im Haus Utensilien auf dem Speicher hätten. Ein Unfallsachverständiger würde die vorhandene Zugtreppe sicher beanstanden. Als günstigster Anbieter unter den vier abgegebenen Geboten erhielt die Schreinerei Georg Huber aus Zangberg den Auftrag.

Für den Anbau einer Kinderkrippe am Schul- und Kindergartengebäude erläuterte der Bürgermeister die Vorentwurfsplanung. Als Vorgabe hatte der Planer den Auftrag, die bestehende Verrohrung für die Erdkollektoren nicht zu tangieren. Dies sei eingehalten. Der Anbau ist eingeschossig mit einem leicht geneigten Flachdach.

Aufgrund des Anbaus an der Nordseite des Gebäudes muss der dort gelegene Fluchtweg nach Osten verlegt werden. Gemeinderatsmitglied Thomas Rauscheder fragte, ob später der Aufbau eines weiteren Stockwerkes möglich sei. Dies will der Bürgermeister abklären. Die Frage von Hermann Huber, ob die Erdwärmeheizung ausreiche, bejahte Märkl.

Zum Zeitplan der Fertigstellung sagte der Bürgermeister, der Anbau müsse zu Beginn des nächsten Kindergartenjahres fertig sein. Bis 1. Dezember müssen die Pläne eingereicht sein. An Zuschüssen sei mit etwa 70 Prozent der Kosten zu rechnen. Die Kosten für die Pfahlgründung würden nicht berücksichtigt. Ingenieur Thomas Elger wurde mit der Eingabeplanung und der Erstelllung eines energetischen Gutachtens beauftragt.

Auch der letzte Tagesordnungspunkt hatte mit der Kinderbetreuung zu tun. Für den Kindergarten Herz Jesu soll ein Kinderpfleger beziehungsweise eine Kinderpflegerin als Teilzeitkraft mit zehn bis 12,5 Wochenstunden eingestellt werden. Bürgermeister Märkl erklärte dazu, dass mehrere unter dreijährige Kinder angemeldet worden seien. Infolgedessen steigen die Buchungszeiten von 1061 Stunden im September 2011 auf voraussichtlich 1418 im Februar 2012. Um den Anstellungsschlüssel einzuhalten und weiterhin eine angemessene Betreuung zu gewährleisten, sei die Anstellung erforderlich. Auch dies genehmigte der Gemeinderat.

Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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