Baugewerbe geht es gut

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Mühldorf - 494 Häuser, Firmengebäude und andere Baumaßnahmen wurden 2009 im Kreis Mühldorf genehmigt, wenn die monatlichen Meldungen zusammengezählt werden.

Damit sorgten Häuslebauer, Firmenkunden und Gebäudesanierer für ein Auftragsvolumen von 146,67 Millionen Euro. Die Bauaufträge nahmen damit zu, denn das sind 22,87 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Damals waren 454 Baumaßnahmen genehmigt worden.

Vor allem der Wohnungsbau hat im Landkreis Mühldorf im Jahr 2009 zugelegt. Grafik zs

192 der genehmigten Vorhaben betrafen Wohngebäude (Vorjahr: 137). Von denen wiederum waren 189 Häuser, mit denen sich Menschen den Traum vom Ein- oder Zwei-Familienhaus erfüllten. Vor einem Jahr hatte diese Zahl noch bei 133 gelegen, ist also um 56 gestiegen. In den Ein- und Zwei-Familien-Häusern sind insgesamt 229 Wohnungen (Vorjahr: 152) geplant worden. Insgesamt wurden im Kreis Mühldorf 262 Wohnungen genehmigt (Vorjahr 176).

Der Wohnbau insgesamt kam damit nach den Kosten, die die Architekten kalkuliert haben, auf ein Volumen von 57,76 Millionen Euro. Einzelaussagen zu den Kosten der Ein- und Zwei-Familienhäuser, die eine wesentlich Stütze der Baukonjunktur sind, sind auf der Basis der Monatsmeldungen nicht mehr möglich: Diese Kosten werden nach einer Umstellung der Statistik in den Monatsübersichten nicht mehr ausgewiesen. Vor einem Jahr hatte das kalkulierte Auftragsvolumen in diesem Bereich noch bei 39,97 Millionen Euro gelegen.

Der sogenannte Nichtwohnbau kam bei 148 genehmigten Gebäuden (Vorjahr: 165) von Januar bis Dezember 2009 im Kreis Mühldorf auf ein geplantes Auftragsvolumen von 56,89 Millionen Euro. Es lag damit um 3,05 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Diese Zahl ist dann besonders interessant, wenn es darum geht, die Auswirkung von Konjunkturmaßnahmen zu beurteilen. Staatliche Gelder fließen bei Schulen und anderen öffentlichen Projekten stets in den Nichtwohnungsbau. Dazu kommen die Investitionen von Firmen. Steigt der Wert, dann lässt sich daran ablesen, dass die Konjunkturprogramme greifen oder es den Firmen, die Gebäude brauchen, gut geht, sinkt er, dann gibt es ein Problem. Der Wohnungsbau ist dagegen die meistens die Domäne privater Bauherren. Dabei kommen bei den Baumaßnahmen aber Förderprogramme beispielsweise für energetische Sanierung zum Tragen, die für Umbaumaßnahmen sorgen können.

Die in den Genehmigungen bis Ende 2009 enthaltenen Auftragssummen zusammengerechnet, hat der Nichtwohnungsbau im Kreis Mühldorf einen Anteil von 38,8 Prozent, der Wohnungsbau kommt auf 39,4 Prozent. Die restlichen 21,8 Prozent entfallen auf Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen beziehungsweise Umbauten. Das sind immerhin gute 32 Millionen Euro, die unter der Überschrift "Schöner wohnen" in die Auftragsbücher fließen.

zs/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © re

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