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„Der Wolf hat bei uns nichts verloren“

Bauernverband sieht Tierwohl und gleichzeitige Ausbreitung des Wolfs im Landkreis Mühldorf skeptisch

Wie groß Wölfe sind, zeigten Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer, FDP-Abgeordnete Sanda Bubendorfer-Licht, Kreisbäuerin Anna Senftl und Gastgeber Gerhard Langreiter, stellvertretender BBV-Kreisobmann (von links).
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Wie groß Wölfe sind, zeigten Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer, FDP-Abgeordnete Sanda Bubendorfer-Licht, Kreisbäuerin Anna Senftl und Gastgeber Gerhard Langreiter, stellvertretender BBV-Kreisobmann (von links).

Das Tierwohl und der Wolf vertrgen sich überhaupt nicht, ist die einheilige Meinung des Bayerischen Bauernverbandes im Landkreis Mühldorf. FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht ist der Meinung, dass Bayern für die Wiedereinführung von Wölfen zu dicht besiedelt sei.

Mühldorf/Oberneukirchen – Wölfe sind keine Kuscheltiere für den Streichelzoo, sondern Raubtiere, die nicht mehr in die kleinräumige bayerische Landschaft passen und sich mit dem Thema Tierwohl schon gar nicht vertragen.

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Mit einer Aktion haben deshalb jetzt Landwirte gegen die Verbreitung des Wolfs in der Region Stellung bezogen. Dazu stellten sie jetzt vier Pappwölfe in einem Waldstück bei Ampfing auf.

Wölfe sind keine Kuscheltiere

Sie sind damit Teil einer Kampagne des Bayerische Bauernverbands (BBV). der Mühldorfer BBV-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer und sein Stellvertreter Gerhard Langreiter schnitten dieses Thema auch bei einem Fachgespräch mit der FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Bubendorfer-Licht und der Leiterin des IHK-Regionalausschusses Altötting-Mühldorf, Ingrid Obermeier-Osl aus Schwindegg, an.

„Wir wollen uns gegen den Wolf wehren und ich persönlich kann überhaupt nicht nachvollziehen, woher der ganze Einsatz für den Wolf kommt“, sagte Ulrich Niederschweiberer. „Der Wolf hat bei uns nichts verloren.“

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Diese Meinung vertritt auch der Präsident des Baunerverbands in Bayern, Stefan Köhler auf der Internetseite des Verbands. „Der Wolf stellt eine riesige Gefahr für Weidetiere dar. Ein Nebeneinander von Weidehaltung und Wolfsrudeln ist nicht möglich – da können die Zäune noch so gut bzw. hoch sein“, betont er. „Bei einer Verdopplung der Wolfspopulation alle drei Jahre fordern wir eine Obergrenze an Wölfen und eine Regulationsmöglichkeit des Wolfsbestandes mit einer praktikablen Möglichkeit der Entnahme von Problemwölfen.“

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Der Erhalt einer gesellschaftlich gewollten, tiergerechten Haltungsform und die traditionelle Kulturlandschaft in Bayern stehen laut Köhler auf dem Spiel – und damit letztlich auch der Naturschutz selbst.

Bei Sandra Bubendorfer-Licht rannten die Landwirte offene Türen ein. Sie sagte, ihrer Meinung nach sei Bayern für die Wiedereinbürgerung von Wölfen zu dicht besiedelt. Die FDP-Bundestagsfraktion gehe ebenfalls kritisch mit dem Wolf um. Alle Welt wolle heute wieder die Kühe auf der Weide haben. Dem widerspreche es völlig, Wölfe zu schützen.

Im Landkreis noch keine Wölfe gesichtet

Weder die Kreisobmänner noch die in Mühldorf wohnende Bundestagesabgeordnete haben übrigens bisher vom Auftreten von Wölfen im Landkreis gehört. Die nächste Sichtung sei im Landkreis Ebersberg gewesen, berichteten beide übereinstimmend.

Wolf zurück im Alpenraum

Weil der Wolf streng geschützt ist und keine natürlichen Feinde hat, kann er sich nahezu ungehindert ausbreiten. In Europa leben nach Angaben des Bauernverbands mittlerweile schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Wölfe. Die Weidetierhaltung in Bayern stehe deshalb auf dem Spiel. (re)

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