Bahnunterführung offiziell eingeweiht

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Geben die Bahnunterführung offiziell für den Verkehr frei: Staatsminister Dr. Marcel Huber, Sabine Schliephake, Landrat Georg Huber, Pfarrerin Gundi Krischock, Dekan Roland Haimerl und Bürgermeister Ottmar Wimmer.

Ampfing - Ein wichtiges Detail fehlt noch an der Bahnunterführung in der Münchener Straße: die transparenten Lärmschutzelemente. Bei der offiziellen Einweihung Bauwerks kam dies zur Sprache.

Seit April ist die Bahnunterführung an der Münchener Straße für den Verkehr offiziell freigegeben, der Ort wieder geeint. Doch ein wichtiges Detail fehlt noch: die transparenten Lärmschutzelemente. Bei der offiziellen Einweihung des 7,8 Millionen teuren Bauwerks kam dies zur Sprache.

Ganz ohne Kritik sind die Planungen für die Bahnunterführung an der Münchener Straße nicht abgelaufen. Immerhin sind Firmen und Anwohner für längere Zeit von der nördlichen Seite des Orts gänzlich abgeschnitten gewesen. Doch Landrat Georg Huber sowie Sabine Schliephake, Regiobereichsplanerin von DB ProjektBau, lobten die konstruktive Zusammenarbeit. In einem permanenten Miteinander hätten somit Lösungen gefunden werden können, sagte Landrat Georg Huber.

Mit der Unteführung ist eines der wichtigsten Bauwerke für den zweigleisigen Bahnausbau auf der Strecke zwischen München und Mühldorf fertig gestellt. "Die Infrastruktur nutzt der Region und bietet allen eine Zukunft", sagte Huber. Mit einer entsprechenden Infrastruktur können auch langfristig ortsnahe Arbeitsplätze geschaffen werden. Das permanente Miteinander mit Verantwortlichen und Betroffenen habe dazu beigetragen, Vor- und Nachteile abzuwägen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Umleitungen und Straßensperrungen - für die Autofahrer in Ampfing mittlerweile ein vertrautes Bild. In nur fünf Jahren werden für den Ausbau der A94 und den zweigleisigen Bahnausbau 100.000 Millionen Euro verbaut, wie Staatsminister Dr. Marcel Huber mitteilte. "Die Dimensionen überschreiten die Kommunen. Daher müssen wir das gemeinsam stemmen."

Noch gut kann sich Marcel Huber daran erinnern, als er mit dem Fahrrad oder während eines Einsatzes mit der Feuerwehr am Bahnübergang warten musste. "Diese Zeiten sind vorbei", freute er sich über die verbesserte Infrastruktur.

Auch Bürgermeister Ottmar Wimmer sprach von den Vorteilen für die Region und die Gemeinde, die sich durch eine verbesserte Infrastruktur ergeben. Eine "Schlüsselstelle" ist fertig, die Planungen dazu haben vor langer Zeit begonnen. So hätte nach Aussage von Ottmar Wimmer die Deutsche Bahn schon 1992 verkündet, dass in nur vier Jahren der zweigleisige Ausbau bis Schwindegg fertig sei. Wie wichtig das zweite Gleis für die Region ist, machte Wimmer deutlich. Ampfing sieht er mit dem Bahnhof Mühldorf als Verkehrsknotenpunkt für den Personenverkehr. Bei den 20 Zugverbindungen pro Tag seien die Güterzüge noch nicht eingerechnet.

Auch wenn ein wichtiger Schritt getan ist, komplett ist er noch nicht. "Es fehlt noch ein wichtiges Detail: die transparenten Schallschutzelemente", sagte Wimmer. 200.000 Euro fallen hierfür noch an.

Für die Bahn ist die Unterführung das Kernstück des zweigleisigen Bahnausbaus. Ein Beitrag soll so für die Verkehrssicherheit geleistet werden, sagte Sabine Schliephake. "Die Planungen für den nächsten Abschnitt des Ausbaus laufen", sagte sie. Was Bürgermeister Ottmar Wimmer aber am meisten freute: Die Schallschutzwände werden gegen transparente Elemente ausgetauscht.

Diesen Gedanken griff auch Dekan Roland Haimerl anschließend auf. Für ihn sei es grotesk, dass die Unterführung einerseits das Dorf wieder verbindet, andererseits die "Mauer" das Dort wieder teilt. Mit Pfarrerin Gundi Krischock segnte Dekan Roland Haimerl anschließend das Bauwerk.

hi/Mühldorfer Anzeiger

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