Bahnausbau: Plan-Verfahren verzögert sich

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Baubilder von der Bahnstrecke sind erfreulich, können aber über Verzögerungen nicht hinwegtäuschen: Die Innbrücke bei Ehring.

Mühldorf - Das Verfahren um den zweigleisigen Ausbau zwischen Mühldorf und Tüßling verzögert sich. Grund: Das Eisenbahnbundesamt (EBA) braucht mehr Zeit, um die Planungsunterlagen zu sichten.

Das bestätigte Christoph Kraller, Leiter der Südostbayernbahn (SOB), am Sonntagabend am Rand des Brückenschlusses über den Inn bei Ehring auf Anfrage.

Ursprünglich hätten die Unterlagen für den Planfeststellungsbeschluss bereits im vergangenen Monat ausliegen sollen. Nach Angaben Krallers rechnet die SOB jetzt erst im Oktober mit dem Beginn der Auslegung.

Derzeit liegen die Planungsunterlagen noch immer beim Eisenbahnbundesamt (EBA), das sie als Bundesbehörde überprüft. Erst danach können sie an die Regierung von Oberbayern weitergeleitet werden, die das offizielle Planfeststellungsverfahren einleitet und die Unterlagen zur Bürgerbeteiligung auslegt.

Laut Kraller geht es derzeit darum, mit welchen Belastungen die Anwohner während der Bauzeit zu rechnen haben. "Das zieht sich über mehrere Jahre, da brauchen wir klare Vorgaben", sagte Kraller. Die Entscheidungen des EBA hätten Auswirkungen auf die Ausschreibungen, in denen unter Umständen der Einsatz von bestimmten, zum Beispiel leiseren Baumaschinen, gefordert werden könnte. Letztendlich geht es um eine rechtliche Frage, betont Kraller: "Die Planungen müssen gerichtsfest sein, um möglichen Klagen standzuhalten."

Obwohl die Bahn jetzt zwei Monate hinter dem selbst aufgestellten Terminplan herhinkt, geht Kraller nicht von einer Verzögerung des gesamten zweigleisigen Ausbaus zwischen Mühldorf und Tüßling aus. Die Fertigstellung ist weiterhin für 2015 vorgesehen, diesen Termin hatte Bayerns Bahnchef Klaus Dieter Josel zuletzt im April genannt.

Unsicher bleibt nachwievor der Fortgang Richtung München. Vor allem im Herbst 2009 hatten hochrangige Bahnvertreter und Politiker, unter ihnen nach einem gemeinsamen Gespräch Mitte Oktober Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, Wirtschaftsminister Martin Zeil, Bayerns Bahnchef Klaus Dieter Josel und Bahn-AG-Vorstand Rüdiger Grube erklärte, dass die Bahn die Vorentwurfsplanung für den gesamten Ausbau eingeleitet habe. Auf Anfrage hieß es von der Bahn zu Informationen, die Planungen ruhten nur:"Wir sind in Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium, wie wir die Planung vorantreiben können".

hon/Mühldorfer Anzeiger

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