Ramsauer und seine Verkehrs-Baustellen

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Damit der gelbe Fleck auf dem Autobahnschild möglichst bald blau wird, hoffen heimische Politiker auf Unterstützung durch den neuen Verkehrsminister Ramsauer, der aus Traunstein kommt.

Mühldorf/Berlin (MA) - Der Neue ist noch nicht im Amt, da sieht er sich schon mit den Erwartungen aus der Region konfrontiert: zukünftiger Verkehrsminister Peter Ramsauer.

CSU-Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber und Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer haben den designierten Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bereits gestern auf die Verkehrsprobleme der Region angeprochen. Günther Knoblauch, Vorsitzender des Vereins "Ja zur A94", will Ramsauer umgehend einen Brief schreiben. Schließlich ist der Traunsteiner Ramsauer Vereinsmitglied.

Die Verkehrsprobleme der Region, davon gehen alle aus, sind Ramsauer wohlbekannt. CSU-Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber ist deshalb überzeugt: "Ich gehe davon aus, dass wir besser Gehör finden als bisher." Obwohl ihm die finanziellen Möglichkeiten im Koalitionsvertrag noch nicht bekannt seien, hoffe er auf "eine neue Prioritätensetzung", denn die Argumente sprächen klar für die Notwendigkeit besserer Verkehrsverbindungen durch Bahn und Autobahn. "Ramsauer kann aber nicht zaubern", sagt Huber mit Blick auf die Haushaltslage in Deutschland. Er erwartet von seinem Parteifreund trotzdem, dass in den Autobahnausbau Geld fließe, sobald Baurecht vorliege: "Wir erhoffen eine Bestätigung der bisherigen Zusagen."

Obwohl von der SPD, lobt auch Mühldorf Bürgermeister Günther Knoblauch die Berufung Ramsauers als "postive Personalentscheidung". Knoblauch, Vorsitzender des Vereins "Ja zur A94", hofft, dass sich Ramsauer in die Reihe seiner Vorgänger stellt und die Praxis der Finanzierung baureifer Abschnitte sicherstellt. Mit Blick auf den Bahnausbau wünscht sich Knoblauch "einen runden Tisch", den der Minister mit Vertretern des Freistaats und der Bahn einberuft.

Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer (CSU) erwartet "einen deutlichen Schub für den Bahnausbau und den Weiterbau der Autobahn" und "dass mehr Geld in den Freistaat fließt". Das ist wohl nötig, denn die heimischen Politiker dürften nicht die einzigen sein, die Ansprüche an den Bayern im Verkehrsministerium stellen. Und die ausbaubedürftige A8 läuft genau durch Ramsauers Wahlkreis, wie Bürgermeister Knoblauch betont: "Wir müssen darauf achten, dass wir im Verhältnis zur A8 rechtzeitig berücksichtigt werden." Deshalb ist auch für Mayer das Thema Finanzierung, sobald Baurecht herrscht, zentral: "Wir müssen uns intensiv dafür verwenden, dass das sichergestellt wird."

Neben Ramsauer sollte auch sein neuer Staatssekretär Andreas Scheuer Fachmann für die Verkehrsfragen der Region sein: Der 35-Jährige kommt aus Passau, wo bekanntlich die A94 enden soll.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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