Arbeitsunfall am Montagabend

Heftige Explosion: 39-jähriger Mann stirbt!

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Ein Großaufgebot an Rettungskräften war am Werk im Einsatz. Vier verletzte Arbeiter wurden versorgt.
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Weiding - Bei einem schrecklichen Arbeitsunfall in Weiding kam ein Arbeiter ums Leben und vier weitere wurden zum Teil schwerst verletzt. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei: **neue Infos**

Pressmitteilung Polizeipräsidium 11 Uhr

Aus bislang ungeklärter Ursache kam es am Montagnachmittag, 14. April, zu einem schweren Betriebsunfall bei einem Nahrungsmittelhersteller in Polling-Weiding. Ein Mitarbeiter ist in der vergangenen Nacht verstorben, vier weitere Arbeiter erlitten zum Teil schwerste Verletzungen. Die Kriminalpolizei in Mühldorf hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Bei einem Nahrungsmittelhersteller für Milchprodukte kam es am Montagnachmittag, gegen 18 Uhr, bei Arbeiten an einer thermischen Produktionsanlage zu einem folgenschweren Betriebsunfall. Aus bislang unbekannten Gründen explodierte eine Erhitzungsanlage in einer Fertigungshalle, fünf Mitarbeiter erlitten durch heiße Dämpfe und herumfliegen Maschinenteile zum Teil schwerste Verletzungen. Drei Männer im Alter von 39, 44 und 40 Jahren wurden mit drei Rettungshubschraubern in eine Münchner und eine Salzburger Klinik geflogen.

Der 39-jährige Arbeiter aus dem Landkreis ist im Laufe der Nacht an seinen Verletzungen verstorben. Zwei weitere Arbeiter im Alter von 43 und 22 Jahren erlitten leichtere Verletzungen. Über die Integrierte Leitstelle wurde ein groß angelegter Rettungseinsatz mit Unterstützung der Feuerwehr und des Roten Kreuzes eingeleitet.

Die Kriminalpolizei Mühldorf hat in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen übernommen. Zur Klärung der Unfallursache wird ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Die Untersuchungen in der Fertigungshalle werden im Laufe des heutigen Tages fortgesetzt. Auskünfte über eine konkrete Unfallursache sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.

Fotos vom Rettungseinsatz:

Rettungseinsatz nach Arbeitsunfall

UPDATE 8.20 Uhr:

Wie die Pressestelle der Polizei auf Anfrage von innsalzach24.de mitteilte, laufen die Ermittlungen zur Unglücksursache durch die Kriminalpolizei auf Hochtouren. Zu diesem Zweck sei laut Polizeisprecher Stefan Sonntag auch ein Gutachter eingeschaltet worden. Allerdings werden sich die Untersuchungen wohl noch länger hinziehen.

Zum genauen Gesundheitszustand der Verletzten konnte die Polizei noch keine Updates liefern. Allerdings wurde die Zahl der in den Unfall involvierten Personen auf insgesamt fünf nach oben korrigiert. Neben dem Verstorbenen seien vier weitere Arbeiter verletzt worden - zwei davon schwer, zwei eher leicht, so die Polizei.

Wie verschiedene Medien berichten, waren drei der Arbeiter am Montagabend mit Hubschraubern abtransportiert worden. Die Schwerverletzten wurden in Münchner Kliniken geflogen, einer der eher Leichtverletzten kam per Heli in ein Salzburger Krankenhaus.

UPDATE Dienstag, 6.15 Uhr:

Auf Anfrage von innsalzach24.de bestätigte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Süd, dass ein Arbeiter in der Nacht seinen schweren Verletzungen erlag. Drei weitere Arbeiter erlitten bei der Explosion am Montagabend zum Teil schwerste Verletzungen.

UPDATE 20.20 Uhr: Polizei meldet Explosion

Soeben erreichte uns diese Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd:

Am heutigen Abend hat sich gegen 18 Uhr ein Arbeitsunfall bei einem Nahrungsmittelhersteller in Polling-Weiding ereignet, bei dem vier Arbeiter zum Teil schwerste Verletzungen, unter anderem auch Verbrennungen , erlitten haben. Zur Versorgung der verletzten Arbeiter wurde über die Integrierte Leitstelle ein groß angelegter Rettungseinsatz mit Unterstützung des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und drei Rettungshubschraubern eingeleitet.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen. Nach ersten Erkenntnissen waren die Arbeiter an einer Reinigungsmaschine mit dem Säubern bzw. Auskochen von Gläsern beschäftigt. Dabei kam es aus bislang ungeklärter Ursache zur Explosion der Reinigungsmaschine.

Die Agentur TimeBreak21 hat ergänzende Informationen zum Unfallhergang: Ein Dampfheizer hatte demnach offenbar aufgrund eines technischen Defekts überhitzt. Drei Mitarbeiter wollten den Dampfheizer abkühlen, woraufhin sich eine Verpuffung ergab.

UPDATE 19.43 Uhr

Vor etwa fünf Minuten ist der  letzte der drei Hubschrauber abgeflogen. Nun befinden sich die drei verletzten Arbeiter auf dem Weg in Kliniken. Im Werk ist jetzt noch die Polizei für erste Ermittlungen nach dem Arbeitsunfall.

UPDATE 19.19 Uhr

Es deutet sich an, dass sich in dem Werk bei Weiding ein dramatischer Arbeitsunfall ereignet hat. Nun ist ein dritter Rettungshubschrauber auf dem Weg. Nach unbestätigten Angaben gibt es drei Schwerverletzte. Diese hätten schlimmste Verbrennungen im Gesichtsbereich erlitten.

UPDATE 19.04 Uhr

Nach unbestätigten Angaben soll es mindestens einen Verletzten geben, der schwere Verbrennungen im Gesicht erlitten haben soll. Auch ein Rettungswagen ist mittlerweile vor Ort.

Unsere Redaktion hat nun erfahren, dass auch die Kripo nach diesem Arbeitsunfall ermitteln wird.

UPDATE 18.50 Uhr

Wie die Agentur Timebreak21 jetzt meldet, sind mittlerweile zwei Rettungshubschrauber unweit des Werkgeländes auf einer Wiese gelandet.

Erstmeldung 18.41 Uhr:

Nach ersten Informationen ereignete sich der Unfall gegen 18.15 Uhr. In dem Werk werden offenbar Gläser mit Babynahrung befüllt.

Was sich dort genau abspielte, ist derzeit noch unklar. Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert.  

Quellen: TimeBreak21/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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