Weichen für die Zukunft stellen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Ampfing - Die Sanierung der Staatsstraße und auch der Bau des Autobahnabschnitts nähern sich dem Ende. Zeit für die Gemeinde, das Drumherum auszuloten.

Die Sanierung der Staatsstraße 2091 nach Waldkraiburg schreitet dem Ende entgegen und auch der Autobahnabschnitt in Höhe Ampfing soll noch dieses Jahr eröffnet werden. Für die Gemeinde an der Isen eine große Chance, fand Bürgermeister Ottmar Wimmer in der Sitzung des Bauausschusses. Es gelte jetzt die Voraussetzungen für neue Gewerbeansiedelungen zu schaffen.

Konkret als Bauland im Blick hat der Ampfinger Bürgermeister dabei das Gebiet nördlich der A94, zwischen der Staatsstraße 2091 und der Schickinger Straße. Westlich der Straße nach Holzgasse ist bereits ein Flächennutzungsplan aufgestellt, geplant ist, auf einer Fläche von rund 80000 Quadratmetern ein Gewerbegebiet auszuweisen. Östlich der Straße nach Holzgasse ist es erforderlich, zwischen Holzgasse und Schickinger Straße aufzustellen.

Da sich im Norden davon Wohngebiet anschließt, schlug Bürgermeister Wimmer die Aufteilung dieses Areals dort, wo die Flädchen unmittelbar an die Autobahn anstoßen, zur Hälfte als Gewerbegebiet zu deklarieren, ein Teil könnte Mischgebiet ausgewiesen werden, für den restlichen Bereich schließlich sieht die Entwurfsplanung ein Wohngebiet vor.

Zunächst vorgesehen ist nach den Plänen Wimmers die Ausweisung eines 30000 Quadratmeters großen Gebietes zum Gewerbegebiet, das unmittelbar an die bestehenden Betriebe wie Käppner oder Stadler anschließt. "Wir sollten das auf den Weg bringen", machte Wimmer deutlich, betonte, dass sich viele Grundstücke im Eigentum der Gemeinde befänden und auch genügend Ausgleichsflächen zur Verfügung stünden. Denn sollte die Verkehrsanbindung hergestellt sein, "würden Investoren lieber gestern als heute bauen".

Wimmer sah es deshalb als durchaus sinnvoll an, die nötigen Schritte in Sachen Aufstellung und Änderung des Flächennutzungsplanes einzuleiten und auch die Bauleitplanung, wo sie bereits möglich ist, anzustreben. Zumal davon auszugehen sei, dass sich der Prozess über Monate hinweg hinziehen könnte. Einzig einen rechtskräftigen Beschluss werde man am Ende noch nicht fassen, um Begehrlichkeiten von interessierten Unternehmungen in der letzten Planungsphase miteinfließen zu lassen. "Wir müssen die Geschichte ins Verfahren bringen, um dann ganz vorne dabei zu sein", betonte Wimmer im vorberatenden Gremium, das schließlich eine Empfehlung an den Gemeinderat weitergeben sollte.

Rainer Stöger (Bündnis 90/Die Grünen) befand Wimmers Idee als durchaus logisch, doch bereite ihm die Dimension Bauchschmerzen: "Muss Ampfing mit aller Gewalt so wachsen?", fragte er den Bürgermeister, allerdings mit dem Zusatz, dass er die Entscheidung dafür natürlich mittragen werde.

Wimmer entgegnete, das die Gemeinde Ampfing stets mit Weitblick geplant habe, "sonst wären wir schon längst explodiert". Er stellte klar, dass die Gemeinde in Zukunft immer mehr Aufgaben zu übernehmen habe, dafür müsse man sich wappnen und entsprechende Einnahmequellen generieren, in diesem Fall eben durch Gewerbe- und Einkommensteuern. "Ich will nicht, das Ampfing ein Sozialhilfeempfänger wird wie andere Kommunen", betonte er. Er sah es als "unsere Pflicht an, die Daseinsvorsorge zu sichern", dafür liege Ampfing infrastrukturell gesehen goldrichtig.

Dies überzeugte auch die Mitglieder des Bauausschusses, der die weiterführende Planung von Gewerbegebieten einstimmig in vorberatender Funktion befürwortete.

je/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser