Neue Feldlohnkanal-Brücke freigegeben

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Die Feldlohkanalbrücke wurde offiziell für den Verkehr freigegeben.

Ampfing - Die Nord-Süd-Verbindung ist wieder offen: Schon seit Dezember rollt der Verkehr wieder über die neue Brücke. Gestern wurde sie offiziell für den Verkehr freigegeben.

Die Feldlohkanalbrücke bei Peitabruck ist eine wichtge Nord-Süd-Verbindung der Gemeinde Ampfing. Sechs Monate musste der Verkehr weiträumig die Mü25 an dieser Stelle umfahren, seit Dezember läuft wieder alles seinen gewohnten Gang.

Nach 65 Jahren hatte die alte Stahlbetonbogenbrücke ausgedient. Den Anforderungen an den heutigen Straßenverkehr hatte sie schon länger nicht mehr genügt: Bei einer Fahrbahnbreite von nur 5,90 Meter gab es für Fußgänger keinen Gehweg, die Traglast musste aufgrund des schlechten Bauzustands auf 18 Tonnen beschränkt werden.

Diese Fakten gehören nun der Vergangenheit an: In einer Bauzeit von sechs Monaten entstand ein komplett neues Bauwerk. Die Fahrbahnbreite beträgt 6,50 Meter, auf einer Seite führt ein 1,50 Meter breiter Gehweg über die Isen. Die Tragfähigkeit der Brücke ist nicht länger beschränkt.

Besonderes Augenmerk während der Bauzeit galt der kleinen Kapelle, welche die Genossenschaften Isen I und Isen II als Erinnerungsstück zu den unfallfreien Arbeiten zur Isenregulierung errichtet hatte. Diese wurde im Zuge der Baumaßnahme etwa 15 Meter weiter östlich versetzt und soll im Frühjahr saniert werden.

Gesamtkosten von etwa eine Million Euro

Die Gesamtkosten für den Brückenneubau belaufen sich auf etwa eine Million Euro. Dazu gibt es einen Zuschuss vom Staat in Höhe von 40 Prozent, wie Landrat Georg Huber bei der Freigabe erklärte. Er hob hervor, wie wichtig eine funktionierende Infrastruktur sei. Denn nach Abriss der Feldlohkanalbrücke habe eine wichtige Nord-Süd-Verbindung gefehlt. Um so wichtiger sei es - gerade im Hinblick auf den Autobahnausbau - Straßenprojekte im Vorfeld gut zu planen, um später bei Unfällen entsprechende Umleitungen bieten zu können. "Ableitungen sollten nicht durch Wohngebiete führen, denn dies würde ein zusätzliches Risiko bergen", sagte Georg Huber.

"Ende 2012 haben wir das Gröbste überstanden"

Das Thema Umleitungen ist auch in der Gemeinde Heldenstein ein großes Thema. "Umleitungen gibt es momentan genügend und wir müssen damit leben. Aber Ende 2012 haben wir das Gröbste überstanden", sagte Bürgermeister Helmut Kirmeier. Mit dem neuen Gehweg sei für Fußgänger und Radfahrer ein weiterer Sicherheitsfaktor geschaffen worden.

Auch im Hinblick auf die beiden Gemeinden Heldenstein und Ampfing kann dies positive Auswirkungen haben. "Mit dem Bau des Gehwegs haben wir eine Verbindung zwischen Ampfing und Heldenstein geschaffen", sagte Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer. Vorausschauend habe die Gemeinde dafür gesorgt, dass für einen späteren Breitbandausbau Leerrohre verlegt werden.

hi/Mühldorfer Anzeiger

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