Rock-Messe Salmanskirchen

Rock-Andacht unter freiem Himmel in Salmanskirchen

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Salmannskirchen - Ihr 15-jähriges Jubiläum feiern die Eicher-Raubkatzen aus Salmanskirchen an diesem Wochenende. Bei Einbruch der Dunkelheit gab es gestern jedoch etwas noch nie da Gewesenes: eine ökumenische Rock-Andacht unter freiem Himmel! „Sowas habe auch ich noch nie gemacht!“, gestand der Münchner Jugend-Pastor Michael Stritar im Gespräch mit innsalzach24.de.

Seine beiden katholischen Kollegen ebensowenig. Dennoch waren sowohl er, als auch Gemeindereferent Robert Anzinger aus Ampfing und der katholische Jugendpfarrer der Diözese, Richard Greul, von der Idee der Raubkatzen sichtlich angetan. Auch die mehr als 1000 Gäste des außergewöhnlichen kirchlichen Ereignisses, die bis aus Rosenheim, Landshut oder dem Raum München gekommen waren, zeigten sich mehrheitlich begeistert. 

Zwar gab es auch kritische Stimmen, die bemängelten, dass während der Liturgie auch geraucht, oder Bier getrunken wurde. Andererseits hätten viele der Anwesenden am gestrigen Samstag sonst wohl überhaupt keinen kirchlichen Segen erhalten. Zu witzigen Interpretationen hatte ebendieser Segensspruch geführt: „Geht hin und trinkt in Frieden!“ wollen viele verstanden haben, Pfarrer Greul hatte wohl aber gesagt: „Geht hin und bringt den Frieden!“.

So schön war die Rock-Messe in Salmanskirchen am Samstag

Bilder

Nach dem Einzug zu AC/DC’s Thunderstruck, bei dem die beiden Geistlichen und der Gemeindereferent auf dem Eicher von Raubkatzen-Präsident Hans Oberbauer zur Bühne gebracht worden waren, ging es gewohnt mit dem Kyrie los. Bei dem Wortgottesdienst unter dem freien Salmanskirchner Himmel wurde es allerdings audiovisuell von der Rockgruppe Mr. Mister zugespielt. 

Da das außergewöhnliche kirchliche Ereignis unter dem Motto „Gänsehautmomente“ stand, wurden die Fürbitten kurzerhand durch ebensolche Berichte von Ferdinand, Lisa, Rita und Hans ersetzt. Die Vier erinnerten sich mit den Anwesenden anhand von mitgebrachten Bildern an ihre ganz besonderen Gänsehautmomente: Wale in Island hautnah erlebt, mit dem Eicher auf den Großglockner gefahren, die Hand Gottes gespürt oder nach einem harten Arbeitstag mit dem nagelneuen Traktor zusammen mit dem Vater eingeschlafen zu sein. Es folgten noch weitere Videos und Bilder mit Gänsehautmomenten und toller Musik von Queen, Pink Floyd, Van Halen, Nazareth, den Rolling Stones und Guns‘n’Roses, bevor dann zum Abschluss noch ein gemeinsames „Vater Unser“ gebetet wurde. Im Anschluss wurde dann ausgelassen zur Musik gefeiert, die DJ Alex Wangler von der Rock-Antenne auflegte.

Das 15-jährige Jubiläum der Salmanskirchner „Raubkatzen“ – viele der kultigen Eicher-Buldoggs waren nach Raubkatzen benannt, war übrigens schon am Freitag mit einem Autokino losgegangen. Allerdings waren die „Autos“ mitunter größer und Spezialanfertigungen, wie beispielsweise ein Mähdrescher mit einem auf das Dach montierten Sofa. Rund 500 Gefährte und 3000 Besucher sollen nach Schätzungen der Veranstalter auf diese Weise beim Film „Leberkäs-Junkie“ dabei gewesen sein. 

Weiter geht das „Irgendwie&Sowieso“ den ganzen heutigen Sonntag mit einem Ochsenrennen und Oldtimertreffen sowie der Verlosung einer echten „Quickly“(das legendäre Zweirad aus der Fernsehserie Irgendwie&Sowieso). Am Montagabend wird dann noch der Raubtier-Volksmusik-Award vergeben, bei dem es für fünf Volksmusik-Gruppen um richtig tolle Preise geht. Der Clou: das Publikum entscheidet!

pbj

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