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Bürgerversammlung Ampfing

Platz für Wohnen und Gewerbe - doch das bringt in Ampfing auch Herausforderungen mit sich

Im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus sollen neue Wohnungen an der Zangberger Straße entstehen.
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Im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus sollen neue Wohnungen an der Zangberger Straße entstehen.

Die Gemeinde Ampfing wächst und das bringt neue Herausforderungen mit sich. Bei der Bürgerversammlung stand Bürgermeister Josef Grundner kritischen Fragen Rede und Antwort.

Ampfing - Über die aktuellen Entwicklungen informierte Bürgermeister Josef Grundner die Bevölkerung in einer Bürgerversammlung aus erster Hand. Die günstige Lage der Gemeinde Ampfing an der A 94 und der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke wird zu einem spürbaren Bevölkerungswachstum führen.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Einwohnerzahl um rund 800 Personen gestiegen. „Ein Wachstum von etwa 13 Prozent“, erklärte Bürgermeister Josef Grundner. Das stelle die Kommune vor einige große Herausforderungen. Ein neuer Gemeindekindergarten und ein Kinderhort wurden gebaut, die Eröffnung beider Einrichtungen hat heuer bereits stattgefunden. Mit der Eröffnung des Hortes wurde auch das Ganztagesbetreuungsangebot an der Grund- und Mittelschule ausgebaut. Inzwischen sind bereits die Planungen für eine weitere Kinderkrippe an der Schweppermannstraße 12 zwischenzeitlich fertiggestellt. Laut Kostenschätzung des Planungsbüros betragen die Baukosten (ohne Außenanlagen) rund 2,8 Millionen Euro. Bei der neu geplanten Krippe handelt es sich um einen eingeschossigen, nicht unterkellerten Massivbau mit teilweise begrüntem Flachdach und einer PV-Anlage. Es können insgesamt 48 Kinder in vier Gruppen betreut werden.

Beim Klimaschutz weiter dabei sein

Beim Zukunftsthema Klimaschutz will die Gemeinde weiterhin dabei sein. Zuletzt wurde auf dem Rathausdach eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von 22,42 kWp bestückt. Weiter gibt es mehrere Elektrofahrzeuge. Die Gemeinde Ampfing beteiligt sich an MÜMO, dem Carsharing-Projekt des Landkreises das im Dezember endet. Der Gemeinderat entschied dazu im Juni dass das Projekt um 24 Monate fortgesetzt wird. Außerdem gibt es mehrere neue E-Ladesäulen und auch für die Elektroräder gibt es Lademöglichkeiten.

Da Ampfing einen enormen Zuspruch und Anfragen von Privatpersonen hat, werden neue Baugebiet ausgewiesen. Ebenfalls soll ein neues Gewerbegebiet mit einer Gesamtfläche von rund 43 600 Quadratmeter erschlossen werden. Erschlossen wird das Gebiet durch die bereits bestehende Eichenstraße und eine neu zu erstellende Erschließungsstraße mit Wendebereich. Das Bauleitplanverfahren wurde bereits eingeleitet. Es wird versucht die erforderlichen Erschließungsmaßnahmen im Jahr 2023 durchzuführen. Bürgermeister Josef Grundner betonte, dass beim Auswahlverfahren vor allem die Ampfinger Bürger und Firmen der Vortritt ermöglicht werden soll.

Die Gemeinde Ampfing beschäftigt sich bereits seit über 25 Jahren mit dem Thema Ortskernsanierung. Das aktuelle Projekt ist die Sanierung des „Zitzmerstadls“ Die Fertigstellung ist für Herbst 2023 geplant. Voraussichtliche Kosten: ca. 2,5 Millionen Euro. Im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus ist vorgesehen, an der Zangberger Straße ein von der Gemeinde Ampfing erworbenes Wohn- und Geschäftshaus durch einen Neubau mit drei Wohnungen (je rund 60 Quadratmeter) zu ersetzen. Mit den Bauarbeiten soll 2023 begonnen werden. Geschätzte Investitionskosten in Höhe von rund 850.000 Euro.

Zusätzliche Parkplätze an der Grünen Lagune

Die Parksituation an der Grünen Lagune in der Hauptsaison hat gezeigt, dass die vorhandenen Parkflächen, dem gesteigerten Besucheraufkommen nicht mehr gewachsen sind. Um auch zukünftig dem zu erwartenden Besucheraufkommen gerecht zur werden, werden zusätzliche 168 Parkplätze geschaffen. Daneben wird auch das Freizeitangebot kräftig aufgestockt. Gesamtkosten etwa 418.626 Euro.

Um die Radwegesituation im Ortsbereich neutral zu untersuchen, wurde ein Radewegekonzept in Auftrag gegeben. Zwischenstand: Der Mangelplan ist fertig gestellt. Der daraus resultierende Maßnahmenplan wird bis Ende November 2022 erwartet.

Als letztes Thema der Versammlung wendete sich Bürgermeister Josef Grundner den Finanzen und der Entwicklung der Haushaltszahlen zu. Die Jahresrechnung 2021 konnte mit sehr positiven Zahlen aufwarten. Der Verwaltungshaushalt schloss mit rund 20,4 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit 8,5 Millionen Euro beschließen. Somit wurde ein Gesamtvolumen von knapp 28.9 Millionen Euro erzielt. „Im laufenden Haushaltsjahr haben wir im Verwaltungshaushalt mit rund 20,8 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit rund 8,3 Millionen Euro geplant“, sagte Bürgermeister Josef Grundner.

Die Zahlen weisen darauf hin, dass auch dieses Jahr wieder ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden kann. Glücklicherweise hat sich die Corona-Pandemie und auch die anhaltende Krise in Osteuropa und auf dem Energiesektor bisher noch nicht spürbar auf die Steuereinnahmen ausgewirkt. „Allerdings ist in den kommenden Jahren mit doch deutlichen Mindereinnahmen zu rechnen“, sagte Grundner.

Zum Abschluss der Versammlung hatten die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Mehr wollten sie zur Entwicklung der Gemeinde Ampfing und Verkehrssituation wissen.

Peter Uldahl erkundigte sich nach Ampfings Perspektive.

Peter Uldahl beispielsweise erkundete sich nach Ampfings Perspektive. „Wie weit soll Ampfing noch wachsen?“

Bürgermeister Josef Grundner: Das Geld, das wir in der Gemeinde brauchen, kommt größtenteils aus den Gewerbeeinnahmen. Wir schauen, dass Ampfing gesund wächst. Sozusagen eine Ampfinger Entwicklung mit Augenmaß. Irgendwann sind auch unseren Kapazitäten Grenzen gesetzt, aber dennoch bin ich offen für Firmenansiedlung, die für die Ampfinger Entwicklung wichtig sind.“ Mit den gestiegenen Zinsen werde sich der derzeit herrschende Bauboom beruhigen, in diesem Fall werde es keine Optimallösung, geben.

Eine Durchfahrtssperre für Lastwagen wünscht sich Peter Scheungrab.

Die Vielzahl der Lastwägen sind ein Thema für Peter Scheungrab. „Gibt es eine Möglichkeit, Ampfing für den LKW-Verkehr zu sperren?“ In diesem Fall sind Ampfing die Hände gebunden. „Auf Grund des Umleitungsverkehrs bei Unfällen auf der A94 werden wir hier keine Chance haben, den LKW-Verkehr aus dem Ort zu verbannen“, erklärte Grundner. Man wolle aber dennoch die Anfrage an die zuständige Stelle weitergegeben.

Anton Unterstaller kritisierte die nächtliche Durchfahrt von Lastwagen an der Mühldorfer Straße.

Anton Unterstaller bemängelte die nächtliche Durchfahrt von 7,5 Tonner und LKW`s an der Mühldorfer Straße. „Gibt es hier eine Möglichkeit dies zu unterbinden?“

Auch in diesem Fall sind die Chancen auf Erfolg gering. „Es handelt sich hier entweder um die Waldkraiburger Straße, das ist eine Staatsstraße oder es handelt sich um die Mühldorfer Straße. Das ist aber eine Kreisstraße und wir werden das an die zuständige Stelle weitergeben“, sagte Grundner.

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