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Im Gemeinderat diskutiert

Neue Funkmasten: Mobilfunkbetreiber auf Standortsuche bei Ampfing und Salmanskirchen

Einer der beiden bestehenden Funkmasten im Gemeindegebiet ragt nahe der Autobahn auf dem Ampfinger Feld im Süden des Gemeindegebiets auf.
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Einer der beiden bestehenden Funkmasten im Gemeindegebiet ragt nahe der Autobahn auf dem Ampfinger Feld im Süden des Gemeindegebiets auf.

Mit möglichen Standorten für neue Funkmasten musste sich der Gemeinderat Ampfing befassen. Zwei Mobilfunkbetreiber wollen im Osten des Gemeindegebietes und im Bereich Salmanskirchen und Stefanskirchen die Versogrung ausbauen.

Ampfing – Standorte an der Kläranlage und in Ampfing-Ost schlägt die Gemeinde Ampfing für einen neuen Mobilfunkmasten vor. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Gemeinderates. Die deutsche Tochter des spanischen Telekommunikationsunternehmen Telefonica will mit der Anlage die Mobilfunkversorgung im östlichen Teil des Gemeindegebiets verbessern.

17 Meter hohe Antenne

Mitte Mai hatte Telefonica der Kommune mitgeteilt, sie könne sich an der Mobilfunk-Standortsuche beteiligen. Das Unternehmen plant, die Infrastruktur für mobiles Breitband in Ampfing weiter zu verbessern und eine neue Sende- und Empfangsanlage zu errichten.

Mit dieser Anlage sollen künftig für mobile Telefon-und Breitbanddienste in den entsprechenden Technologien, GSM, LTE, 5G), die Frequenzen aus dem zugeteilten Spektrum von 700 MHz bis 3600 MHz eingesetzt werden.

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Soweit hierbei ein baugenehmigungspflichtiger Mast errichtet wird, wird dieser in der Regel auch anderen Netzbetreibern zur Verfügung gestellt. Für das Gemeindegebiet wünscht sich Telefonica einen Standort am östlichen Ortsrand. Innerhalb dieses Suchkreises ist eine Antennenhöhe von 17 Metern – bei einer zulässigen Abweichung von zwei Metern – geplant.

Versorgungsziel: der Osten der Gemeinde

Das Versorgungsziel ist der östliche Teil von Ampfing sowie ein Teilstück der A 94 nördlich der Anschlussstelle Ampfing-Waldkraiburg. Eine Nachfrage bei Telefonica ergab: Es können auch alternative Standorte genannt werden, die den östlichen Bereich Ampfings sowie die Autobahn abdecken.

2011 und 2013 hatte die Gemeinde das Münchner Umweltinstitut zuletzt mit der Suche nach geeigneten Standorten an der A 94 und am TSV-Sportzentrum beauftragt. Da in dem Gutachten von 2013 auch der östliche Bereich von Ampfing untersucht wurde, kann die Kommune auf diese Ergebnisse zurückgreifen.

Als mögliche Standorte für neue Funkmasten schlägt die Verwaltung den Bereich der Kläranlage vor. Dort besitzt die Gemeinde ein entsprechendes Grundstück. Des Weiteren soll ein Standort zwischen Ampfing-Ost und Neufahrn gesucht werden.

Sind private Grundbesitzer bereit, Standort zur Verfügung zu stellen?

Gemeinderat Michael Hell (UWG) fragte nach, wann die Maßnahme gestartet werden soll. Er fügte hinzu, dass es vielleicht auch Bürgerinnen und Bürger im Suchkreis gebe, die bereit wären, ihr Gebäude oder ihr Grundstück als Standort zur Verfügung zu stellen.

Alexander Eisner (CSU) hinterfragte den Wirkungskreis des neuen Mastes und den Nutzen für die Bürger in dem Bereich des Suchkreises.

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Auf Anfrage von Josef Steinberger (CSU) teilte Geschäftsstellenleiter Hans Wimmer mit, dass sich die bisherigen Funkmasten an der Autobahn A 94 und am Sportzentrum befinden.

Bürgermeister: In Siedlung wird Mast nicht akzeptiert

Christian Felbinger von der UWG regte an, dass aufgrund der anfallenden Strahlenbelastung auch Bürgerinnen und Bürger eventuell bereit wären, eine Antenne auf dem eigenen Grundstück errichten zu lassen, da hierbei die Belastung geringer ausfalle.

Laut Bürgermeister Josef Grundner (CSU) ist der Zeitraum des gesamten Verfahrens nicht genau definiert. Aus Sicht der Gemeinde erscheine die Aufstellung eines Mastes innerhalb der Wohnbebauung für die Akzeptanz in der gesamten Bevölkerung nicht sehr sinnvoll.

Einstimmiger Beschluss

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, sich an der Standortsuche mit den beiden Vorschlägen an der Kläranlage und in Ampfing-Ost zu beteiligen.

 Fast zeitgleich mit Telefonica hat die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), ein Schwesterunternehmen der Telekom Technik, in einem Schreiben an die Gemeinde angekündigt, das Mobilfunknetz auszubauen. Die DFMG, die Antennenträger plant, realisiert und vermarktet, sucht mit ihren Ingenieurbüros nach einem geeigneten Standort für eine Mobilfunkanlage mit GSM-, LTE- oder 5G-Technik für die Telekomfür die Versorgungsziele Salmanskirchen, Perlesham und Stefanskirchen.

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Bei den letzten beiden Gutachten, die die Gemeinde in Auftrag gegeben hatte, wurde dieser Bereich nicht geprüft, da die Mobilfunkbetreiber damals keinen Bedarf sahen.

Als mögliche Standorte für neue Funkmasten schlägt die Verwaltung zwei Grundstücke mit den Flurnummern 482 und 165 vor. Sie liegen am Waldrand und sind in Privatbesitz. Ein dritter Antennenträger könnte auf dem gemeindeeigenen Grundstück mit der Flurnummer 176 in Salmanskirchen errichtet werden.

An der Kläranlage oder im Bereich zwischen Ampfing und Neufahrn

Bürgermeister Josef Grundner (CSU) teilte mit, dass er bereits Gespräche mit den Privateigentümern geführt habe. Einer der beiden Besitzer sei grundsätzlich bereit, auf seiner Fläche einen Masten errichten zu lassen.

Gemeinderätin Ottilie Gantenhammer (CSU) favorisierte die beiden Alternativstandorte 1 oder 2 am Waldrand, da diese das Ortsbild von Salmanskirchen nicht nachteilig beeinflussen würden.

Hat Wald negative Auswirkung auf Sendeleistung?

Josef Steinberger (CSU) erkundigte sich nach einer negativen Auswirkung auf die Sendeleistung, wenn ein Standort am Wald ausgewählt werde. Zweiter Bürgermeister Günter Hargasser (CSU) wollte wissen, ob bei einer Ablehnung der Alternativstandorte der Betreiber das Projekt dann beenden würde oder nach nach anderen Standorten suche.

Der Bürgermeister sagte, dass über die genaue Höhe des Mastens von Seiten des Betreibers keine Aussagen getroffen worden seien. Der Betreiber werde im Zweifelsfall weitere Standorte suchen.

Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, sich mit den alternativen Standortvorschlägen am Verfahren zu beteiligen.

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