Bürgermeister Wimmer kandidiert nochmal

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Will sich noch ein letztes Mal um das Amt des Bürgermeisters bemühen - sofern es die Gesundheit zulässt: Ottmar Wimmer

Ampfing - Der Überraschungsmoment war auf seiner Seite: Bürgermeister Ottmar Wimmer hat angekündigt, sich nochmals um die Kandidatur als Bürgermeister bemühen zu wollen.

Vorrangig zählt für Bürgermeister Ottmar Wimmer seine Gesundheit. So lange er sich fit genug fühlt, kommt eine weitere Amtsperiode für ihn durchaus in Betracht. Natürlich vorausgesetzt, dass die CSU ihn auch als Kandidaten aufstellt. "Die Partei hat es in der Hand", sagt Bürgermeister Ottmar Wimmer.

Seit 1990 ist Ottmar Wimmer Bürgermeister in Ampfing. "Seitdem hat die Gemeinde keine Schlüsselzuweisungen erhalten. Ein Zeichen dafür, dass es nicht schlecht gelaufen ist", sagt er. Die Leistungen des Gemeinderats sind für ihn ein Grund, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen. Hinzu kommt, dass er aus der Bevölkerung Rückhalt verspürt. "Ansonsten "würde ich mich nicht bewerben."

Ein Kabinettsentwurf der Landesregierung sieht vor, dass Bürgermeister künftig bis 67 Jahre im Amt bleiben dürfen. Aber erst mit den Kommunalwahlen 2020 soll diese Regelung in Kraft treten. "Warum soll ich nicht weitermachen, wenn das Gesetz sowieso geändert wird", sagt Wimmer. Beamte sollen bald bis 67 arbeiten, warum nicht auch er als Bürgermeister?

Dass er die Aufgaben als Bürgermeister einer Gemeinde wie Ampfing auch in ehrenamtlicher Tätigkeit schultern kann, daran zweifelt Wimmer nicht. "Wenn man sich die Zeit nimmt, dann ist das zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass ich es kann."

Das letzte Wort in der Angelegenheit hat der Gemeinderat: Besteht das Gremium auf einen hauptamtlichen Bürgermeister, sei das Thema für Ottmar Wimmer erledigt.

Bislang keinen Diskussionsbedarf sehen die Mitglieder aus dem Gemeinderat. "Momentan ist das kein Thema. Schließlich sind die gesetzlichen Voraussetzungen noch nicht geschaffen", sagt Franz Xaver Hofer (CSU). Seinen Kopf zerbricht sich auch Rainer Stöger (Die Grünen) nicht. "Die Aussage von Ottmar Wimmer war eine Überraschung. Jetzt müssen wir schauen, was kommt."

An den Fähigkeiten von Ottmar Wimmer als Bürgermeister zweifelt Helga Kaiser (SPD) nicht: "Er leistet eine super Arbeit und hat in seiner Amtszeit viel bewegt." Einen Gegenkandidaten hatte die Partei zuletzt nicht aufgestellt, chancenlos wäre er gewesen.

Was sie allerdings stört: Im Gemeinderat wurde dieses Thema vorab nicht besprochen. Dadurch sieht sie das Gremium in Zugzwang. "Seit 20 Jahren gibt es in Ampfing einen hauptamtlichen Bürgermeister. Jetzt soll alles wieder anders werden." Wie ließe sich das begründen, wenn sich der Gemeinderat damals aufgrund des hohen Arbeitsaufwands für einen hauptamtlichen Bürgermeister entschieden hat?

Nicht weniger überrascht war Siegfried Pilz (Unabhängige Wählergemeinschaft). Für ihn stellt sich die Frage, warum nach mehr als 20 Jahren wieder ein ehrenamtlicher Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde leiten soll, und ob die von einem solchen auch zu leisten sind? "Ohne Zweifel, Ottmar Wimmer war und ist ein guter Bürgermeister. Haupt- oder ehrenamtlich: Für die beiden Möglichkeiten müssen die Argumente gegeneinander abgewogen werden", sagt Pilz.

In diesem Zusammenhang spricht er ein "Phänomen der Zeit" an: "Die Überalterung ist bei allen Gruppierungen des Gemeinderats ein Problem. Die Jugend muss nachkommen und sich für die Zukunft der Gemeinde einsetzen."

hi/Mühldorfer Anzeiger

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